Die Fahrt bis Page zog sich, und zog sich, und zog sich. Irgendwie hatten wir das Gefühl nie anzukommen. Es war schon lange dunkel. Elmar wurde natürlich auch müde wie wir alle. Schon allein bis wir aus Canyonlands heraus waren hatte sich hingezogen, aber nun wurde es zur Tortur. Die Jungs schliefen schon längst samt Hund auf der Rückbank. Wenn man sich mal überlegt, welche Distanzen hier in den USA ständig überwunden werden müssen, wundert es mich, dass es hier kaum öffentliche Verkehrsmittel gibt. Ein Autozug wäre doch zum Beispiel cool. Den gibt es jedoch nur an der Ostküste. Dort verbindet er gerade mal zwei Stationen. Doch auch ohne Amtrak erreichten wir endlich unser Hotel in Page am Lake Powell. Inzwischen war es deutlich nach Mitternacht. Wir mussten dringend ins Bett. An der Rezeption wartete ein Mitarbeiter wohl schon länger auf uns. Die Buchung hatte er schon in der Hand, ebenso Schlüsselkarten und Zimmerplan. Ich musste nur noch unterschreiben: eine Suite für zwei Erwachsene mit Hund. Für den Bruchteil einer Sekunde war ich bereit, die Jungs im Auto schlafen zu lassen, nur um weiteren Aufschub bis ins Bett zu verhindern. Aber nee, da höre ich mich schon sagen „Wir sind zu viert“. Er hat ebenso nur kurz gezuckt, fix umdisponiert, und es wurde für uns sogar etwas günstiger. Auch nicht schlecht. In nullkommanix hatten wir alles Notwendige vom Auto ins Zimmer verfrachtet und fielen auch schon in narkoseähnlichen Tiefschlaf. Lange jedoch sollte unser Glück nicht halten. Irgendwann drang ein penetranter „Piep-piep-piep-…“- Ton in mein Bewusstsein. Meine Männer inklusive Hund lagen jedoch wie Steine in ihren Betten. Da zuckte nichts. Also bin ich doch mal raus aus der Koje und hab‘ mal in den Flur gelinst. Dort war der Ton wesentlich lauter. SCHEISSE, das ist FEUERALARM! Morgens um halb drei ist das sicher auch keine Übung. Elmar stand relativ flott auf den Füssen, bei Marvin dauerte es etwas länger und Henrik wollte „später“ nachkommen. Ja klar! Wir hatten ein Zimmer im Erdgeschoss und waren durch die Terrassentür ruckzuck auf dem Parkplatz. Der Ton war immernoch laut zu hören. In den oberen Stockwerken schaute lediglich hier und da mal einer aus dem Fenster. Von Eile oder gar Panik keine Spur. Während wir die Jungs mit Jamie hinten auf dem Parkplatz liessen, gingen Elmar und ich zur Rezeption. Hier stand bereits ein älteres Ehepaar und harrte der Dinge, die kommen würden oder auch nicht. Kurze Zeit später gesellten sich noch drei Damen in Nachthemd und Bademantel zu uns. Dann war der Ton plötzlich aus. Der Rezeptionist kam von irgendwo hergeschlappt. Er habe den Feueralarm abgestellt. Auf Nachfrage erfuhren wir noch, dass wohl ein Scherzkeks im 2. Stock den Alarm gezogen hätte und abgehauen ist. Was für ein Spassvogel! Eigentlich hatten wir erwartet, dass bei Feueralarm in einem Hotel mal eben ein Grossaufgebot an Feuerwehr auffährt. Den Fotoapparat hatte ich schon in der Jackentasche. Doch es blieb still, keine Sirenen, kein einziges Blaulicht 🙁 . Offensichtlich ist es hier möglich, per Anruf einen Feueralarm „abzusagen“. Nicht mal eine Kontrolle. Interessant. Wir durften also wieder zu Bett gehen. Irgendwie dauerte es diesmal länger mit dem Einschlafen, jedenfalls bei mir. Ob dieser Dödel auch richtig geguckt hat? Nicht das doch was war… Kommt der Scherzkeks nochmal und findet das vielleicht lustig? Und vor allem – warum kommt nicht wenigstens mal ein Feuerwehrauto zur Kontrolle? Bei Feueralarm in einem Hotel? Nachdem es ruhig blieb und auch nichts anfing verbrannt zu riechen, schlief auch ich wieder ein.
Heute nun stehen endlich mal wieder zwei Nationalparks auf unserem Programm 😉 Unser Weg führt uns zuerst zum Park der gigantischen Steinbögen – The Arches. Wir haben mal keine weite Anreise, denn der NP beginnt schon fast nördlich angrenzend an Moab. Auch er war hierher unterwegs:
Diesmal mussten wir sogar am Eingang etwas anstehen. Das hatten wir bisher noch nie. Leider liess das schon am Eingang Rückschlüsse darauf zu, wie voll es innen werden würde, bäh, was wollen denn die ganzen Touris hier 😉
Zu Beginn beeindruckten uns erstmal die Courthouse Towers und die Park Avenue, die noch nichts mit Bögen zu tun haben, aber auf jeden Fall sehenswert sind.
… weiter an bizarren Gebilden ….
…. steuerten wir den Parkplatz zum Delicate Arch an. Da waren wir nicht die einzigen, die um einen freien Parkplatz kreisten. Na sowas! Alles voll. Sich irgendwohin zu stellen ging auch nicht – 1. patrouillierten die Ranger ständig und freuten sich über Falschparker (500$) und 2. war nicht mal dafür etwas frei. Super! Aber Geduld ist alles. Wir kennen das ja schon. Schliesslich wurde eine Sperrfläche frei, die wir prompt besetzten. Erstmal ausladen und Rucksack fertigmachen. Elmar und die Jungs sollten den Aufstieg zum Delicate Arch allein unternehmen – Hunde verboten. Jamie konnten wir schliesslich nicht allein bei sengender Sonne im Auto lassen. Ausserdem musste der Dodge bei erster Gelegenheit schleunigst umgeparkt werden. Während ich für die nächsten drei Stunden auf dem Parkplatz so meine Studien treiben konnte (das Auto hatte ich nach fünf Minuten perfekt umgeparkt) und so allmählich auch die Ranger persönlich kennenlernte, pilgerten meine drei Männer mit tausend anderen gen Delicate auf einem etwa 2,5km langen Fussmarsch steil bergauf. Mein Neid hielt sich in Grenzen. Oben mussten sie für Fotos sogar Schlange stehen. Die waren dann aber auch wieder zum neidisch werden. Der Aufstieg:
… der Weg stellenweise nicht nach meinem Geschmack, aber interessant…. dann endlich oben….
Nicht beeindruckend? Die kleinen Striche hinten sind Menschen. Jetzt?
Was für ein gewaltiges Monument! …. und wieder runter….
…vorbei an „Höhlenmalerei“ …
…. zurück zum Parkplatz….
…. weiter zur Windows Section. Hier war es leider das gleiche Spiel. Keine Hunde auf den Wanderwegen, dafür aber ignorante Grossfamilien, deren Kinder Müll fallen liessen und Äste und Blumen abrissen. Super! So ging dieses Mal Marvin mit mir. Henrik wollte mit Papa bei Jamie bleiben.
Erstaunlich, was auf diesem Nichts wachsen kann!
North and South Window….
The Turret Arch…..
…die „Elefantenparade“….
…the Double Arch…. und zurück. Es gibt hier noch viel, viel mehr zu sehen, nur hatten wir keine Zeit mehr. Die wurde eh schon wieder knapp für The Needles, den zweiten Teil von Canyonlands….
….. unterwegs…. am späten Nachmittag waren wir endlich am Ziel, noch 3-4 Stunden Licht….
…. schnell mal die Schlagzeilen überfliegen, ah, erst Hirsche jagen und dann feiern, jippie….
Das Areal war riesig. Wir fuhren schon über eine Stunde, das Licht ging schon deutlich Richtung Abend und noch keine Needles in Sicht. Sicher, es gab auch so eine Menge zu sehen, aber deswegen waren wir nicht hier.
Alles nett und schön, aber wo sind die Needles!!!! Ein freundlicher Ranger erklärte uns dann zum Glück den Weg. War nicht mehr weit, so dass ich hoffentlich noch zu Fotos kommen würde. Allerdings kam man leider nicht so nah ran, wie ich gern wollte.
Mhm, das waren sie also. Leider war das Licht nicht mehr der Brüller. Wenn nachmittags die Sonne draufscheint, leuchten die Felsen wohl in allen nur denkbaren Rot-, Orange- und Rosatönen. Schade, knapp verpasst, aber man kann es sich noch gut vorstellen.
Meine Jungs hat es nicht wirklich interessiert. Sie haben die ganze Zeit Witze gerissen – war aber auch zum Brüllen. Henrik kommt manchmal dermassen knochentrocken um die Ecke, dass man lachen muss. In der Abendsonne sind wir dann in Richtung Page aufgebrochen. Das Bett rief aus weiter, weiter Ferne…..
Guten Morgen, wir sind wieder Menschen, leidlich ausgeschlafen und geduscht gingen wir auf die Suche nach Frühstück und fanden – einen Witz – gut, fuer Marmeladentoast hat es gerade noch gereicht, Kaffee verdiente seinen Namen nicht mal der Farbe nach, was soll’s. Wir konnten glücklicher Weise die zweite Nacht canceln, nachdem wir uns die Karte nochmal vorgenommen hatten und feststellten, dass es strategisch besser wäre, in Moab die nächste Station zu machen. Ausserdem hatten wir in der Nacht auf 2000m Hoehe ziemlich gefroren – entweder heizen mit KRACH oder frieren. Das brauchten wir nicht nochmal. Also raus hier und auf zum Capitol Reef. Und schon standen wir fast davor. Nachts hatten wir gar nicht mehr mitbekommen, wie nah wir ja schon waren, und dass nichts zwischen Hotel und Capitol Reef die Sicht vedeckte. So konnten wir schon von hier aus die ersten Bilder machen.
Auch hier wieder die typischen Farben, bizarre Formationen unter blauem Himmel. Eigentlich finde ich gar nicht die richtigen Worte, um die Eindrücke treffend zu beschreiben, nicht nur hier. Gewaltige Landschaften, meistens unter blauem Himmel, die Ruhe, Wildnis, …. wie beschreibt man sowas ohne Phrasen zu dreschen?
Wir sind meistens staunend entlanggefahren, an einigen schönen Punkten ausgestiegen und gelaufen, haben versucht, die Schönheiten in Bildern festzuhalten.
Bei einigen Felsen, Blöcken oder Formationen stelle wahrscheinlich nicht nur ich die Gesetze der Physik in Frage hinsichtlich Schwerkraft, Reibung…. Diesbezüglich kommen aber noch ganz andere Bilder. Ich habe auch mal versucht, mit Farben etwas zu verändern, aber das braucht’s gar nicht. Ich finde in Natura sehen die Bilder am besten aus.
Es gab so unendlich viel zu sehen und zu bestaunen. Hier waren wieder kaum Leute unterwegs. Schön für uns.
Man sollte schon gut aufpassen, wo man hintritt. Stellenweise ist der Sandstein schon sehr brüchig oder lose, und so ein „Loch“ kann ganz schön tief sein. Also nie laufen und die Bergwelt obenrum bewundern, könnte wehtun 😉
Es lohnt sich noch vieles mehr vom Capitol Reef NP anzuschauen. Es ist nur schade, dass man immer zu wenig Zeit hat und ja sooo viel sehen möchte. Das ist hier unser ewiges Dilemma. Manchmal können wir sehr gut nachvollziehen, wie es japanischen Touristen in Europa geht. Hier kommen wir uns selber so vor. Für heute steht ja noch der erste Teil von Canyonlands „Island of the Sky“ auf unserer Agenda. So heisst es Abschied nehmen und weiter.
…. kurzer Zwischenstopp in Fruita, einer historischen Siedlung …..
…. schnell weiter…..
…. wir kommen näher….
…. oder so…..
….. habe eine „Creative Motiv“-Einstellungstaste an meinem neuen Fotoapparat. Die muss mir erst noch sympathisch werden. Wenn es nichts Spannendes mehr gibt, werde ich mich damit befassen.
Dann kamen wir an. Hier waren wir schon nicht mehr allein. Dieser Park trägt wieder einen etwas grösseren Namen.
Hier sind wir am Shafer Canyon View Point, gleich ziemlich am Anfang des Parks.
Wir fuhren wieder die einzelnen Aussichtspunkte an. Bei einigen war es möglich, kleinere Spaziergänge zu machen, bei anderen nicht. So liessen wir uns treiben. Die Weite ist gigantisch. Einen schönen Weg gab es hinter zum Mesa Arch, etwa eine Meile, ein kleiner Rundweg.
Dahinter ging es mal wieder rapide abwärts. Für einige der Fotos habe ich mich sogar auf den Bauch gelegt und meine Zehen durch die Turnschuhe hindurch in den Boden gekrallt. Ich verrate nicht, dass es sogar Wahnsinnige gab, die über den Bogen drüber gelaufen sind oder oben gepost haben. Vielleicht sollte ich mal etwas gegen meine Höhenangst tun. Dann müsste ich die Kinder auch nicht immer anschreien, sie sollen da oder da weggehen…. Wäre möglicherweise entspannter für alle.
Nein, niemand wird mich jemals ohne Fotoshop auf einem Bild am Rand irgendeines Abgrundes stehen sehen. Wir gingen weiter zu den nächsten schönen Punkten.
In Richtung Westen war es am späten Nachmittag leider nicht mehr klar. Dafür gab’s später tolle Bilder zum Sonnenuntergang in Ostrichtung.
Abendsonne ….
Nun ging es schon wieder in Richtung Unterkunft, diesmal eine Ranch mit Gästelodge direkt am Colorado River, wie sich herausstellen sollte Elmars Glücksfund des Jahres. Gut, dass wir schon in Moab waren. Jetzt noch einmal 3h zurückfahren wäre wirklich ätzend gewesen. Nun lag eine wunderschöne Strecke vor uns.
…bei der „Red Cliff Lodge“ angekommen…
Im dazugehörigen Restaurant bekamen wir auch ein super leckeres Abendessen – typisch Ranch – Steak – zum Reinknien. Jedem, der hier in die Nähe kommt, können wir nur raten, einzukehren, zu übernachten und am nächsten Morgen hier auch zu frühstücken. Gut beim Abendessen waren wir mit stolzen 200$ dabei, aber man macht das ja auch nicht jeden Tag, und es war es absolut wert. Marvin wollte sogar anwandlungsweise den Koch umarmen. Nach einem kleinen Spaziergang sind wir auch schon relativ bald ins Bett gefallen und haben wunderbar geschlafen. Am nächsten Morgen wurde ich von Elmar schon vor Sonnenaufgang geweckt: „Schau dir das mal an!“
Wenn das nicht grandios ist, fällt mir nichts mehr ein! Mann, war das schön! Gut, bis zum endgültigen Aufgang stand ich vielleicht eine halbe Stunde im Garten, schon etwas angefroren, wurde aber von Elmar mit frischem, heissen Kaffee versorgt, bester Mann.
Nur Jamie fehlte irgendwie der Sinn des Ganzen. Wir wurden vorwurfsvoll angegrummelt. Eine Aufregung für nichts Essbares und scheinbar grundlos musste er aufstehen.


Anmerkung von Elmar: falls einigen von Euch diese Landschaft bekannt vorkommt – in der Ecke wurden sehr viele Western gedreht. Unter anderem auch „Rio Grande“. Und viele andere Filme mit John Wayne.
Auch Szenen von „Zurück in die Zukunft“ oder „Indiana Jones“ wurden hier gefilmt.
Die Lodge liegt auf einer Ranch, die noch voll in Betrieb ist. Daher sind auch ab und an echte Cowgirls und Cowboys an unserer Lodge vorbei gelaufen.
So, nun die Jungs wecken und auf zum Frühstück. Das Restaurant lag direkt am Wasser, so dass man beim Essen auf den Colorado schaut.
Nach einem Frühstück mit allem, was das Herz begehren könnte, liefen wir noch eine Runde über die Farm, bevor wir leider auch schon wieder weiter müssen.
…. on the road again….
….weiter zum Arches Nationalpark…..
Das wäre doch mal ein Weg, oder? Doch bis dahin hatten wir es noch weit. Zunächst einmal ging es fuer uns vom Bryce Canyon nach Torrey, wo wir unser nächstes Hotel gebucht hatten. Zum Weg selbst kann ich nicht allzu viel sagen, ausser er dauerte ewig, ging durch trostlose Steppen, und ich hatte Migräne wie noch nie. Was ich gesehen habe, kam wie aus einem Kaleidoskop, das Licht tat weh, einfach nur doof. Tabletten – natürlich zu Hause, wo sonst?! Ich….
Etwas Landschaft drang doch durch und ab und zu musste ja der Hund auch mal raus.
So ging es durch Utah. 100+ km nichts und niemand und noch weiter, in Europa undenkbar. Ganz vereinzelt kam man mal an einer Farm vorbei. Menschen sind uns kaum begegnet. Da kannst Du nur hoffen, dass Dir nix Schlimmes passiert. Bis einen jemand findet, bist Du Pökelfleisch, wenn überhaupt. Da ist einfach keinerlei Zivilisation auch nur im Ansatz. Als es dann allmählich Abend wurde und nur selten mal ein kleinerer Ort mit vielleicht 17 Einwohnern an uns vorüberzog, bekamen wir schon die ein oder anderen Bedenken. Hotel? Dusche? Essen? Gut, Kekse und Wasser haben wir immer im Auto. Wer muss sich schon duschen? Aber Benzin!!! Handy!!!! Langsam wurde es etwas unbehaglich. Henrik: „Kommt da noch was, oder fallen wir gleich hinten runter?“ Marvin machte sich langsam ernsthaft Sorgen um sein Abendessen und sinnierte, ihn würde ja eh keiner sehen, wenn er sich eine Kuh schlachtet und über offenem Feuer grillt. Er hatte zwar Hunger, aber die Kekse waren noch nicht in Gefahr. Nun kamen öfter kleinere Ortschaften, so drei, vier, fünf Häuser. Der nächste Ort, wie auch immer der hiess, hatte sogar schon einen Maschinenreparaturservice, der übernächste ne ehemalige Tankstelle inzwischen ohne Zapfsäulen. Es dämmerte. Laut Navi noch 12km. Dann endlich kam Torrey – mit elektrischer Strassenbeleuchtung, Tankstelle (zu), Supermärktchen (zu), mehreren Motels und Kneipen (Zivilisation!). Unser HOTEL(!) hatte „Capitol Reef“ im Namen. Was wir dann sahen, liess mir zunächst alle Gesichtszüge entgleiten: vorn eine Kneipe, hinten windschiefe Gartenhütten mit Nummern. Ach Du liebe Sch… NICHT IM ERNST. In Gedanken krabbelte an mir schon alles mögliche Ungeziefer empor. Okay, erstmal vorsichtig fragen. Man kann ja immernoch falsch sein. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ihr habt bestimmt mein Aufatmen bis nach Hause gespürt. Unsere Unterkunft war noch etwas weiter, jippie! Allerdings machte die Kneipe einen souveränen Eindruck. Was die Leute auf dem Teller hatten, sah absolut lecker aus. Marvin hatte HUNGER. Als wir vorsichtig hinter den Tresen gelugt hatten, konnten wir auch sehen, dass die Wirtschaft mit „A“ gewertet worden war. Das heisst, Sauberkeit und Qualität sind absolut in Ordnung. Okay, essen wir erstmal was. Hotel können wir immernoch finden. Wir hatten verschiedene Steaks und Henrik BBQ-Rippchen, und was soll ich sagen – es war lecker. Frisch gestärkt und mit Navigationshilfe der Wirtin fanden wir schliesslich unser Hotel „Howard Johnson Capitol Reef“ deutlich ausserhalb von Torrey. Von der Umgebung bekamen wir nicht mehr viel mit, die sollte uns morgen erst umhauen. Wir gingen erstmal schlafen…….
Sonntag, der 6.April. Unser heutiges Ziel ist der Bryce Canyon National Park. Er ist berühmt für seine Steintürme in den verschiedensten Rottönen. Um 8 Uhr waren wir so schon geduscht, befrühstückt und gepackt startklar und machten uns auf den Weg. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, etwas kühl und strahlend blau.
Wir wollten natürlich die traumhafte Landschaft von South Utah geniessen, und so machten wir uns abermals auf den beschwerlichen (für den Dodge) Weg über die Passstrasse von gestern. Auf der Autobahn kann ja jeder….
…..auf der anderen Seite sahen sowohl die Strassenverhältnisse deutlich schneefreier aus als auch die Landschaft.
Allmählich wurden die Felsformationen rötlicher. Wir schienen unserem Ziel näher zu kommen. Auf verschiedenen Fotos im Internet hatten wir ja schon unglaubliche Bilder gesehen. Dann kamen wir HIER an und mussten eine kleine Pause machen:
Das wollten wir näher erkunden. Wir befanden uns hier am Anfang vom Red Canyon, ohne Kassenhäuschen und Ranger, der unseren Hund vermutlich wieder ins Auto geschickt hätte. – Ich muss an dieser Stelle vielleicht dazu sagen, dass Jamie in freier Wildbahn nie frei geht und auch keinerlei Jagdinstinkt hat.- Bei dem Ausblick und dem Wetter springt einen der Spaziergang ja förmlich an.
Dahinauf führte unser Weg – erstmal nur gucken, einen Überblick gewinnen. Es sollten so 15- 20 min werden, damit für den Bryce Canyon noch genügend Zeit bleibt, und wir waren noch längst nicht dort. Doch wie das immer so ist, kommt es anders. Zunächst fand Marvin eine „Bombe“, die er entschärfen musste, während wir genügend Sicherheitsabstand einzuhalten hatten. Wir rissen noch unsere Witzchen, Marvin packte aus.
Wir nahmen nichts heraus und packten nichts dazu, sondern verstauten alles wieder an seinem Platz, damit der nächste Geocacher auch alles richtig findet. Weiter geht’s, denn weiter oben war ein noch schönerer Blick.
Das Genialste war ja, dass wir völlig allein mit dieser wunderbaren Landschaft waren, nur ab und zu mal ein Fotograf oder ein Pärchen am Anfang unserer Wanderung. Da dieser Canyon nicht Grand, Bryce, Arch heisst oder einen anderen berühmten Namen trägt, bleibt er von Touristenströmen verschont. Wir mussten einfach weitergehen und geniessen.
Wir versuchten uns im Klettern und Kraxeln, genossen die Ruhe, bestaunten die Landschaft und jeglicher Zeitplan rückte vollends in den Hintergrund.
Hier wurde freiwillig gepost, andere haben sich wenig erfolgreich gewehrt 😉
…. noch ein paar schöne Bilder ……
…. ein Kletteräffchen ….
….. und noch ein Kletteraffe….
…. ein Hund und ein….
Erkannt? Nicht? ….. EIN…. – die richtige Lösung bringt eine Kinder-Überraschung! Weiter geht’s….
Da gibt’s noch etwas zu beklettern….







Allmählich waren wir einmal um den Canyon herum, der halbe Tag auch, aber es war so klasse, was soll’s. Noch ein paar letzte Aussichten. Bald gelangten wir wieder zum Parkplatz.






So, nun aber schnell weiter! Es war nicht mehr weit…
….. die Arch Road entlang….
….. und schon waren wir da. Inzwischen hatten wir herausgefunden, dass man einmalig für 80$ einen Pass – „Amerika – the Beautiful“ – erwerben kann und mit diesem dann für ein Jahr lang freien Eintritt in alle Nationalparks, Canyons, State Parks und Nationalmonumente der USA hat. Ausnahmen bilden lediglich die von Indianern geführten NPs. Wenn man mal rechnet: Grand Canyon 25$, Joshua Tree 15$, Bryce 25$, Canyonlands 25$, Arches 15$ ….. Bezahlt wird einmal pro Auto mit ID des Fahrers (leider nicht übertragbar). Der Pass kann beim ersten Besuch eines Nationalparks erworben werden. So erwarben wir unseren Pass am Eingang des Bryce Canyons. Gleich hier begrüssten uns die ersten wilden Tiere.
Für den ersten der putzigen Pelzträger hat Elmar fast eine Vollbremsung hingelegt. Dann flott den nächsten Parkplatz angesteuert und schauen….
So spektakulär fand ich den ersten Anblick nicht, aber den Grand Canyon kann auch nur schwer etwas toppen. Doch das war nur der 1. View Point. Dann ging es erst los.
Diese einzigartigen Formationen entstanden über Jahrtausende durch Erosion. Die unterschiedlichen Rottöne sehen faszinierend aus, wenn die Sonne draufscheint.
….. ein Blick durch einen natürlichen Bogen..
In diesem Canyon kann man auch kurzer Hand kleinere Trails mal eben laufen. Heute war einiges auf Grund des Wetters gesperrt. Für mich ist das eh nix. Mir sind die Abgründe stellenweise echt zu tief. Marvin wollte unbedingt runter und konnte bei der Gelegenheit gleich von dort aus Fotos schiessen.
Wir waren inzwischen weiter oben unterwegs. Mit Hund darf man nicht runter, Henrik kann zwar runter aber nicht wieder rauf 🙁 , doch uns wurde auch nicht langweilig.
Bilder von Marvin:
Das sind im Wesentlichen die Bilder, die den Bryce Canyon ausmachen. Die Farben sind der Hammer.Verabschiedet wurden wir von denen hier:
Damit war unser Besuch im Bryce Canyon auch schon wieder vorbei. Nun hatten wir wieder eine ziemliche Strecke vor uns nach Torrey. Von dort aus soll morgen unsere Tour Capitol Reef und Island in the Sky, ein Teil des Canyonlands NP, starten. Der Weg ist weit, wie weit und laaaang, würden wir schon bald merken. Draussen vor dem Bryce freuten wir uns noch darüber:
Auf zur nächsten Etappe…..
Ich weiß ja nicht, wie das bei anderen ist – wenn wir uns vornehmen einmal pünktlich wegzukommen, so gegen 7 in der Früh, wird daraus meistens 10 am Vormittag. Da unsere erste Tagesetappe jedoch recht gewaltig war – ca. 1000 km – beschlossen wir schon in der Nacht von Freitag auf Samstag zu starten und gegebenenfalls irgendwo unterwegs im Auto mal ein bis zwei Stunden zu knacken. Kinder und Hund schlafen eh in jeder Position. Elmar legte sich abends noch zwei Stunden auf’s Ohr, während ich Proviant und die letzten Sachen zusammenpackte.
Marvin war inzwischen mit Freunden in einer Bar gelandet, hatte sich aber zum Glück selbst um seine Heimfahrt gekümmert. Er war auch sehr müde, als er zu Hause ankam.
Gegen 1 in der Nacht ging es schließlich los. Elmar fühlte sich wach genug, die Jungs schliefen gleich im Auto weiter, nur Jamie war etwas verwirrt, was jetzt wohl abgeht. Er wollte nach dem Gassi eigentlich wieder rein und ab auf die Matte, musste aber ins Auto, häh? So gegen halb vier war ich völlig erledigt, konnte aber nicht richtig schlafen. Bei jedem Schlagloch schreckte ich hoch in der Annahme, wir machen gerade den Abflug. Ich muss gestehen, ich hatte Panik vor einem Sekundenschlaf von Elmar. Also überredete ich ihn, irgendwo stehen zu bleiben und eine Stunde zu schlafen. Es war dann auch irgendwo auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums. Was soll ich sagen – es war schweinekalt und unbequem. Nach einer halben Stunde waren Arme und Beine eingeschlafen, der Nacken steif und der Kopf tat weh. Wir sind halt auch nicht mehr die Jüngsten. So machte das jedenfalls keinen Sinn. Dann eben weiter und Meter machen. Das klappte wieder für zwei Stunden. Inzwischen hatten wir Kalifornien hinter uns gelassen und fuhren mit Nirvana durch Nevada. Mitten in der Pampa raffte uns das Sandmännchen abermals dahin. Also Auto abstellen und razzzz…. Beim Morgengrauen stellten wir fest, dass wir dort gar nicht die einzigen „Penner“ waren. Außer uns standen noch weitere PKW und zwei LKW hier mit angelaufenen Scheiben.
Die Sonne geht auf und wir sind wieder on the Road. Hier kam Jamie allmählich wieder zu sich und musste raus. Wir brauchten sowieso etwas Kaffeeähnliches. Da sind dann die Bilder entstanden.
Der Kaffee war ein Becher Spülwasser für 1,50$, aber nützt ja nix. Die Fahrt geht weiter. Elmar hat schon recht. Zu Hause wären wir jetzt erst aufgestanden, duschen, frühstücken, noch schnell abspülen, ….. Klar, bis wir wegkommen, wäre es wieder….. Auf der Rückbank sah es so aus:
Schließlich erreichten wir Las Vegas……
…..durch und weiter….
……endlich kamen wir in Cedar City / Utah an. Der Himmel sah interessant aus. Was das bedeuten würde, sollten wir später herausfinden.
Gegen zwei Uhr nachmittags standen wir vor dem ersten Hotel auf unserer Tour und durften zum Glück auch gleich einchecken. Elmar hatte sich die halbe Stunde Power Nap redlich verdient, während ich mit Jamie erstmal die nähere Umgebung erkundete. Gegen drei steuerten wir dann das erste Ziel unserer Tour wieder zu fünft an. Hier merkten wir deutlich, wie sehr wir uns in den letzten Monaten an das Klima in Südkalifornien gewöhnt hatten. Unser Weg führte uns steil bergauf über Cedar Breaks zum Brianhead, aber denkste, die Zufahrt zum Brianhead war gesperrt….
…. hier erwischte uns etwas, was keiner von uns mehr sehen wollte. SCHNEE!!! Zu allem Übel fing es auch noch an zu schneien. Die Außentemperatur sank auf -3 Grad. Wir befanden uns inzwischen auf knapp 3000m üNN. In zwei Stunden würde es dunkel sein. Unser Dodge fuhr natürlich auf Sommerreifen (hatten wir ja schon) und als Ketten hätten wir höchstens meine Halskette dabei. Da ich aber nicht bereit war diese zu opfern, fuhren wir vorsichtig wieder abwärts.
….vorbei an Skiliften…
….wer braucht denn jetzt im April noch sowas? Wir jedenfalls nicht! Also weiter abwärts…
…. absolut nicht lustig, das Wetter war inzwischen richtig KACKE!, die Strasse natürlich glatt, und an dieser Stelle ein superdickes Lob an Elmar, der immer umsichtig und vorsichtig fährt, um uns alle unversehrt von A nach B zu bringen! Ich möchte bei diesem Wetter keine vereisten Serpentinen (OHNE Leitplanken) in Sommerreifen hinunterfahren. Schließlich wurden Wetter und Temperatur mit jeden 100m weiter unten wieder etwas gemäßigter.
….dann standen wir plötzlich davor:
Da ging es mit unserem Auto nicht durch. Der Weg war völlig ausgespült, auch recht tief. Keine Ahnung wie eine kalifornische Sommerschlappe ohne nennenswertes Profil darauf reagiert. Also retour, anderer Weg.
…..und dann wurde es geil…
Das ist doch mal klasse, oder! Ein Unterschied von ungefähr 30 Minuten.
Jamie hatte Spaß im Schnee. Erst wusste er nicht wirklich etwas damit anzufangen.
So, nun aber wirklich auf ins Hotel. Immerhin waren wir immernoch im dunklen Winterwald, doch eines wollte ich gern noch zeigen:
Nämlich wozu die Verkehrsschilder hier auch noch gut sind.
Wir sind schon gegen 10 Uhr abends schlafen gegangen. Am Sonntag hatten wir ja auch wieder ein umfangreiches Programm vor uns, und ein netter Zufall sollte uns ja zusätzlich eine wunderschöne Überraschung bringen.
Wir senden Euch allen herzliche Urlaubsgrüße sowohl aus Utah als auch aus Arizona. Bisher war schon fast alles vertreten – Temperaturen zwischen -3 bis 30 Grad, Schnee und Sonnenschein, tolle Erlebnisse, Höhenmeter zwischen 0 und 3000, gigantische Bilder und bisher so etwa 1500 Fotos. Einiges haben wir mal wieder kurzer Hand umdisponiert, Winterreifen haha…. Ich fang jetzt mal der Reihe nach an. Wem es zu viele Fotos werden, der scrollt halt einfach weiter….
Letzter Schultag vor den Frühjahrsferien. Noch bin ich beim Packen. Heute Nacht geht es los. Marvin trifft sich am Nachmittag nochmal mit Freunden am Strand. Henrik will noch Haare schneiden…..
Auf Grund der Wetterprognose fuer Yosemite und Sequoia mussten wir kurzfristig umdisponieren. In Yosemite braucht man definitiv Winterreifen und sogar Ketten. Da wir beides nicht haben und uns auch nicht zulegen wollen, haben wir unser „Mai- Ziel“ eben vorverlegt und nehmen uns die beiden momentan verschneiten Parks fuer später vor. Unser erster Punkt soll der Bryce Canyon in Utah sein. Wir werden also Californien durchqueren, Nevada und ein „kleines“ Stück von Arizona und in Cedar City Quartier beziehen. Nach dem Bryce Canyon geht es weiter zum Capitol Reef und den Canyonlands. Dort bleiben wir zwei Nächte, fahren dann weiter zum Lake Powell, den Antelope Canyon ( Indianertour ist schon gebucht ) und dem Horseshoe Bend. Hier haben wir ebenfalls fuer zwei Tage Station. Am Donnerstag kommt unser letzter Punkt – Death Valley. Nach einer letzen Übernachtung in Rigdecrest wollen wir am Freitag Abend wieder in San Diego eintreffen. Vor uns liegt also eine Reise von etwa 2000 Meilen durch vier Bundesstaaten. Wir sind schon gespannt – „wir“ damit meine ich Elmar und mich. Die Jungs sind ja eher der Meinung, dass wir ihnen die Ferien versauen. Wer muss schon all die Orte in echt sehen? Davon gibt’s doch 1000 Bilder im Internet – Henriks Meinung. Marvin ärgert sich, weil er die ganze Woche nicht mit Kumpels abhängen kann. Da hamse wohl beide „Pech“, die Armen 😉
Diese Woche war mal sowas von entspannt, nix gross los, keine besonderen Challenges – abgesehen von Elmars Job. Aber da brennt’s ja fast durchgehend. Die Jungs haben einige Tests hinter sich gebracht – wieder mit Bravour und ohne grossen Aufwand. Da muss ich mich in Deutschland wahrscheinlich wieder gewaltig umgewöhnen – Marvin hat in Mathe nicht besonders abgeschnitten, er hatte „nur“ 80%, war damit Drittbester, eigentlich nicht schlecht. Da ich bzw. wir hier aber nichts unter 90% von den Kids gesehen hatten, erlaubte ich mir die Frage:“Was war denn los?“ Marvin reagierte darauf etwas stinkig mit „Passt doch!“ Zu Hause freuen wir uns wieder über 80%. Die Reparatur von Elmars Fahrrad zog sich hin. Wir konnten es erst heute, Sonntag, abholen. Marvins Board ist noch nicht fertig. So haben die Jungs am Samstag nur mit Kumpels am Strand abgehangen und später bei uns am Pool und im Zimmer. Der letzte Kumpel wurde dann auch schon um 1.20 Uhr morgens abgeholt. Den haben wir dann heute Mittag auch direkt wiedergehabt, als wir bei strahlend blauem Himmel und etwas über 20 Grad zum Strand in Del Mar gefahren sind. Marvin, Henrik und Nadav waren recht lange im Wasser und haben am Strand ein paar Bälle geworfen – wir das Gleiche mit Jamie. Am späten Nachmittag lieferten wir Nadav wieder zu Hause ab. Unser Wochenende klang aus mit Kochen, Whirlpool und Fernsehen. Nun machen wir uns langsam an die Vorbereitung unserer nächsten Tour. Übernächste Woche sind in der Schule Frühjahrsferien – Springbreak. Wir fahren für einige Tage wieder Richtung Norden. Diesmal besuchen wir den Yosemite Nationalpark, den Sequoia National Forrest und Death Valley.
Henrik hatte nun auch das Surffieber gepackt. Also zog Elmar mit ihm am Samstag schon in der Früh los zum Shopping. Er braucht schliesslich einen Neoprenanzug und ein Board. Marvins Board muss sowieso repariert werden, und er braucht ein Leihboard. Ihr Weg führte sie zunächst in den Microsoft Shop, da Bird morgens nicht vor elf seinen Surf Shop öffnet. Microsoft hat uns hier schon einige Probleme mit der X-Box und nicht funktionierender Software geliefert. Eigentlich brauchen die sich nicht wundern, dass viele auf Apple umgestiegen sind.
Völlig relaxt kam Bird etwas nach elf angeschlappt, hat Henrik mit dem passenden Equipment versehen plus Flossen, damit er besser vorankommt. Marvins Board kam zur Reparatur, für ihn gab’s über’s Wochenende ein Board von Bird – er war stolz wie Bolle, Bird’s Board!!!!! War wahrscheinlich doch nur ein Leihboard bloss ohne Gebühren. Henriks Anzug ist etwas dicker, damit er nicht so schnell friert, ist leider auch beschwerlicher zum Reinschlüpfen.
Mit Hilfe von Elmar und Marvin sowie einer Menge Spass sass die Pelle schliesslich. Es konnte losgehen. Auf zum Strand, die anderen warten schon.
Gut, das ideale Strandwetter sieht anders aus, aber dafür haben die Wellen gepasst – und zwar so gut, dass Henrik gleich im ersten Gang eine seiner Flossen verloren hat. Die ist auch nicht wieder aufgetaucht. Elmar und ich sind unterdessen spazieren gegangen, bis wir unsere zwei Surfer wieder abholen konnten.
Abends gab’s dann einen netten Fernsehabend dank Internet mit deutschem Programm. Marvin durfte sich ein Bier aufmachen, nur hat er wohl irgendetwas missverstanden. Nachdem die Flasche leer war, kam ein „AUA“.
Die Pulle sass fest, Wurschtfinger halt. Man kann auch anders gucken, ob noch etwas drin ist 😉 , haha. War wohl etwas schmerzhaft, naja, dann macht er das kein 2. Mal.
Am Sonntag erwarteten wir mal wieder Besuch. Tanja und Herbert aus OC sollten kommen mit Ihren beiden Schäferhunden Dago und Shiloh. Ich war schon im August auf der Suche nach Infos zu „Leben in Kalifornien“ auf ihren Blog im Internet gestossen. Ganz spannend schreibt Tanja von ihren Erlebnissen und Existenzaufbau in Irvine, von ihren Hunden, von gewonnenen Freundschaften, der Arbeit und, und, und…. Im Februar beschloss ich Kontakt aufzunehmen. Jamie hat ja immer wieder mal Durchfall, inzwischen nicht mehr dramatisch aber dennoch da, und ich wollte gern wissen, welche Erfahrungen mit Hundefutter, Wasser oder Allergien sie hatten – zumal Herbert inzwischen als Hundetrainer arbeitet und sicher eine Menge auch von anderen Hunden diesbezüglich mitbekommen hatte. Wir telefonierten einige Male. Es waren so interessante und lustige Gespräche, dass wir uns recht bald verabredeten. Nun war es soweit. Anfangs hatte ich ja noch Bedenken, weil Jamie mit Schäferhunden schon einige schlechte Erfahrungen machen musste, aber die waren völlig unbegründet. Shiloh und Dago sind so lieb und angenehm – ist ja auch kein Wunder bei einem Hundeflüsterer, gell Herbert 😉
Auf einem kurzen Spaziergang konnten sich die Hunde erstmal beschnuppern und kennenlernen. Wir bekamen einige Tipps von Herbert, die Elmar mal wieder bestätigten, dass ich unseren Hund verziehe 🙁 . Bei ihm sieht alles so einfach aus. Ich werde mir ab jetzt mehr Mühe geben, versprochen. Hier habe ich übrigens Shiloh an der Leine. Nie hätte ich gedacht, mal etwas mit Schäferhunden zu tun zu haben, ist einfach keine Rasse für mich, aber die beiden sind echt klasse! Danach gab’s noch lecker Erdbeerkuchen bei uns.
Shiloh und Dago lagen fast die ganze Zeit brav draussen, Jamie später auch. Leider war der Nachmittag viel zu schnell vorbei und die vier sind wieder gen Irvine aufgebrochen. Doch bald werden wir uns wiedersehen. Danke für einen schönen Nachmittag.


























































































































































































































































































































































































































