Der Weg ist das Ziel…

Ich weiß ja nicht, wie das bei anderen ist – wenn wir uns vornehmen einmal pünktlich wegzukommen, so gegen 7 in der Früh, wird daraus meistens 10 am Vormittag. Da unsere erste Tagesetappe jedoch recht gewaltig war – ca. 1000 km – beschlossen wir schon in der Nacht von Freitag auf Samstag zu starten und gegebenenfalls irgendwo unterwegs im Auto mal ein bis zwei Stunden zu knacken. Kinder und Hund schlafen eh in jeder Position. Elmar legte sich abends noch zwei Stunden auf’s Ohr, während ich Proviant und die letzten Sachen zusammenpackte.

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Marvin war inzwischen mit Freunden in einer Bar gelandet, hatte sich aber zum Glück selbst um seine Heimfahrt gekümmert. Er war auch sehr müde, als er zu Hause ankam.

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Gegen 1 in der Nacht ging es schließlich los. Elmar fühlte sich wach genug, die Jungs schliefen gleich im Auto weiter, nur Jamie war etwas verwirrt, was jetzt wohl abgeht. Er wollte nach dem Gassi eigentlich wieder rein und ab auf die Matte, musste aber ins Auto, häh? So gegen halb vier war ich völlig erledigt, konnte aber nicht richtig schlafen. Bei jedem Schlagloch schreckte ich hoch in der Annahme, wir machen gerade den Abflug. Ich muss gestehen, ich hatte Panik vor einem Sekundenschlaf von Elmar. Also überredete ich ihn, irgendwo stehen zu bleiben und eine Stunde zu schlafen. Es war dann auch irgendwo auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums. Was soll ich sagen – es war schweinekalt und unbequem. Nach einer halben Stunde waren Arme und Beine eingeschlafen, der Nacken steif und der Kopf tat weh. Wir sind halt auch nicht mehr die Jüngsten. So machte das jedenfalls keinen Sinn. Dann eben weiter und Meter machen. Das klappte wieder für zwei Stunden. Inzwischen hatten wir Kalifornien hinter uns gelassen und fuhren mit Nirvana durch Nevada. Mitten in der Pampa raffte uns das Sandmännchen abermals dahin. Also Auto abstellen und razzzz…. Beim Morgengrauen stellten wir fest, dass wir dort gar nicht die einzigen „Penner“ waren. Außer uns standen noch weitere PKW und zwei LKW hier mit angelaufenen Scheiben.

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Die Sonne geht auf und wir sind wieder on the Road. Hier kam Jamie allmählich wieder zu sich und musste raus. Wir brauchten sowieso etwas Kaffeeähnliches. Da sind dann die Bilder entstanden.

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Der Kaffee war ein Becher Spülwasser für 1,50$, aber nützt ja nix. Die Fahrt geht weiter. Elmar hat schon recht. Zu Hause wären wir jetzt erst aufgestanden, duschen, frühstücken, noch schnell abspülen, ….. Klar, bis wir wegkommen, wäre es wieder….. Auf der Rückbank sah es so aus:

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Schließlich erreichten wir Las Vegas……

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…..durch und weiter….

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……endlich kamen wir in Cedar City / Utah an. Der Himmel sah interessant aus. Was das bedeuten würde, sollten wir später herausfinden.

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Gegen zwei Uhr nachmittags standen wir vor dem ersten Hotel auf unserer Tour und durften zum Glück auch gleich einchecken. Elmar hatte sich die halbe Stunde Power Nap redlich verdient, während ich mit Jamie erstmal die nähere Umgebung erkundete. Gegen drei steuerten wir dann das erste Ziel unserer Tour wieder zu fünft an. Hier merkten wir deutlich, wie sehr wir uns in den letzten Monaten an das Klima in Südkalifornien gewöhnt hatten. Unser Weg führte uns steil bergauf über Cedar Breaks zum Brianhead, aber denkste, die Zufahrt zum Brianhead war gesperrt….

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…. hier erwischte uns etwas, was keiner von uns mehr sehen wollte. SCHNEE!!! Zu allem Übel fing es auch noch an zu schneien. Die Außentemperatur sank auf -3 Grad. Wir befanden uns inzwischen auf knapp 3000m üNN. In zwei Stunden würde es dunkel sein. Unser Dodge fuhr natürlich auf Sommerreifen (hatten wir ja schon) und als Ketten hätten wir höchstens meine Halskette dabei. Da ich aber nicht bereit war diese zu opfern, fuhren wir vorsichtig wieder abwärts.

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….vorbei an Skiliften…

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….wer braucht denn jetzt im April noch sowas? Wir jedenfalls nicht! Also weiter abwärts…

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…. absolut nicht lustig, das Wetter war inzwischen richtig KACKE!, die Strasse natürlich glatt, und an dieser Stelle ein superdickes Lob an Elmar, der immer umsichtig und vorsichtig fährt, um uns alle unversehrt von A nach B zu bringen! Ich möchte bei diesem Wetter keine vereisten Serpentinen (OHNE Leitplanken) in Sommerreifen hinunterfahren. Schließlich wurden Wetter und Temperatur mit jeden 100m weiter unten wieder etwas gemäßigter.

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….dann standen wir plötzlich davor:

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Da ging es mit unserem Auto nicht durch. Der Weg war völlig ausgespült, auch recht tief. Keine Ahnung wie eine kalifornische Sommerschlappe ohne nennenswertes Profil darauf reagiert. Also retour, anderer Weg.

…..und dann wurde es geil…

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Das ist doch mal klasse, oder! Ein Unterschied von ungefähr 30 Minuten.

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Jamie hatte Spaß im Schnee. Erst wusste er nicht wirklich etwas damit anzufangen.

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So, nun aber wirklich auf ins Hotel. Immerhin waren wir immernoch im dunklen Winterwald, doch eines wollte ich gern noch zeigen:

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Nämlich wozu die Verkehrsschilder hier auch noch gut sind.

Wir sind schon gegen 10 Uhr abends schlafen gegangen. Am Sonntag hatten wir ja auch wieder ein umfangreiches Programm vor uns, und ein netter Zufall sollte uns ja zusätzlich eine wunderschöne Überraschung bringen.


Kommentare

Der Weg ist das Ziel… — 1 Kommentar

  1. Aww Schnee….. Da waer ich sofort wieder umgekehrt. Wobei…Ich wuerd schon gern mal sehen, wie unsere Hunde darauf reagieren wuerden!
    Bin gespannt, wie’s weitergeht!
    VG aus OC California
    Tanja

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