Vom Bryce bis in the Sky

Das wäre doch mal ein Weg, oder? Doch bis dahin hatten wir es noch weit. Zunächst einmal ging es fuer uns vom Bryce Canyon nach Torrey, wo wir unser nächstes Hotel gebucht hatten. Zum Weg selbst kann ich nicht allzu viel sagen, ausser er dauerte ewig, ging durch trostlose Steppen, und ich hatte Migräne wie noch nie. Was ich gesehen habe, kam wie aus einem Kaleidoskop, das Licht tat weh, einfach nur doof. Tabletten – natürlich zu Hause, wo sonst?! Ich….

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Etwas Landschaft drang doch durch und ab und zu musste ja der Hund auch mal raus.

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So ging es durch Utah. 100+ km nichts und niemand und noch weiter, in Europa undenkbar. Ganz vereinzelt kam man mal an einer Farm vorbei. Menschen sind uns kaum begegnet. Da kannst Du nur hoffen, dass Dir nix Schlimmes passiert. Bis einen jemand findet, bist Du Pökelfleisch, wenn überhaupt. Da ist einfach keinerlei Zivilisation auch nur im Ansatz. Als es dann allmählich Abend wurde und nur selten mal ein kleinerer Ort mit vielleicht 17 Einwohnern an uns vorüberzog, bekamen wir schon die ein oder anderen Bedenken. Hotel? Dusche? Essen? Gut, Kekse und Wasser haben wir immer im Auto. Wer muss sich schon duschen? Aber Benzin!!! Handy!!!! Langsam wurde es etwas unbehaglich. Henrik: „Kommt da noch was, oder fallen wir gleich hinten runter?“ Marvin machte sich langsam ernsthaft Sorgen um sein Abendessen und sinnierte, ihn würde ja eh keiner sehen, wenn er sich eine Kuh schlachtet und über offenem Feuer grillt. Er hatte zwar Hunger, aber die Kekse waren noch nicht in Gefahr. Nun kamen öfter kleinere Ortschaften, so drei, vier, fünf Häuser. Der nächste Ort, wie auch immer der hiess, hatte sogar schon einen Maschinenreparaturservice, der übernächste ne ehemalige Tankstelle inzwischen ohne Zapfsäulen. Es dämmerte. Laut Navi noch 12km. Dann endlich kam Torrey – mit elektrischer Strassenbeleuchtung, Tankstelle (zu), Supermärktchen (zu), mehreren Motels und Kneipen (Zivilisation!). Unser HOTEL(!) hatte „Capitol Reef“ im Namen. Was wir dann sahen, liess mir zunächst alle Gesichtszüge entgleiten: vorn eine Kneipe, hinten windschiefe Gartenhütten mit Nummern. Ach Du liebe Sch… NICHT IM ERNST. In Gedanken krabbelte an mir schon alles mögliche Ungeziefer empor. Okay, erstmal vorsichtig fragen. Man kann ja immernoch falsch sein. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ihr habt bestimmt mein Aufatmen bis nach Hause gespürt. Unsere Unterkunft war noch etwas weiter, jippie! Allerdings machte die Kneipe einen souveränen Eindruck. Was die Leute auf dem Teller hatten, sah absolut lecker aus. Marvin hatte HUNGER. Als wir vorsichtig hinter den Tresen gelugt hatten, konnten wir auch sehen, dass die Wirtschaft mit „A“ gewertet worden war. Das heisst, Sauberkeit und Qualität sind absolut in Ordnung. Okay, essen wir erstmal was. Hotel können wir immernoch finden. Wir hatten verschiedene Steaks und Henrik BBQ-Rippchen, und was soll ich sagen – es war lecker. Frisch gestärkt und mit Navigationshilfe der Wirtin fanden wir schliesslich unser Hotel „Howard Johnson Capitol Reef“ deutlich ausserhalb von Torrey. Von der Umgebung bekamen wir nicht mehr viel mit, die sollte uns morgen erst umhauen. Wir gingen erstmal schlafen…….


Kommentare

Vom Bryce bis in the Sky — 2 Kommentare

  1. wow – einfach nur wow! Mehr kann man wohl nicht sagen! und live ist es bestimmt noch 10000x beeindruckender!

    Schön, dass ihr versucht, so viel wie möglich vom Land der Unbegrenzten Möglichkeiten zu erforschen! freu mich schon auf den Dia-Abend mit Live-Erzählungen! (Wobei es wahrscheinlich eher eine Dia-Woche werden müsste, wenn man eure Bilderanzahl so anschaut… :-p )

    Liebe Grüße von
    den 4 Kirchners aus Hembach!

  2. Na da koennen wir ja froh sein, dass Ihr letztendlich Euer Ziel noch erreicht habt und nicht zu Poekelfleisch motiert seit 🙂
    Schoene Bilder vom Bryce, den ich persoenlich auch nur “so la” fand… Der Zion hat mir einen Tick besser gefallen. Aber schoen ist sie allemal, die Landschaft, die Farben…..herrlich!
    VG aus OC California
    Tanja

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