Sonntag, der 6.April. Unser heutiges Ziel ist der Bryce Canyon National Park. Er ist berühmt für seine Steintürme in den verschiedensten Rottönen. Um 8 Uhr waren wir so schon geduscht, befrühstückt und gepackt startklar und machten uns auf den Weg. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, etwas kühl und strahlend blau.
Wir wollten natürlich die traumhafte Landschaft von South Utah geniessen, und so machten wir uns abermals auf den beschwerlichen (für den Dodge) Weg über die Passstrasse von gestern. Auf der Autobahn kann ja jeder….
…..auf der anderen Seite sahen sowohl die Strassenverhältnisse deutlich schneefreier aus als auch die Landschaft.
Allmählich wurden die Felsformationen rötlicher. Wir schienen unserem Ziel näher zu kommen. Auf verschiedenen Fotos im Internet hatten wir ja schon unglaubliche Bilder gesehen. Dann kamen wir HIER an und mussten eine kleine Pause machen:
Das wollten wir näher erkunden. Wir befanden uns hier am Anfang vom Red Canyon, ohne Kassenhäuschen und Ranger, der unseren Hund vermutlich wieder ins Auto geschickt hätte. – Ich muss an dieser Stelle vielleicht dazu sagen, dass Jamie in freier Wildbahn nie frei geht und auch keinerlei Jagdinstinkt hat.- Bei dem Ausblick und dem Wetter springt einen der Spaziergang ja förmlich an.
Dahinauf führte unser Weg – erstmal nur gucken, einen Überblick gewinnen. Es sollten so 15- 20 min werden, damit für den Bryce Canyon noch genügend Zeit bleibt, und wir waren noch längst nicht dort. Doch wie das immer so ist, kommt es anders. Zunächst fand Marvin eine „Bombe“, die er entschärfen musste, während wir genügend Sicherheitsabstand einzuhalten hatten. Wir rissen noch unsere Witzchen, Marvin packte aus.
Wir nahmen nichts heraus und packten nichts dazu, sondern verstauten alles wieder an seinem Platz, damit der nächste Geocacher auch alles richtig findet. Weiter geht’s, denn weiter oben war ein noch schönerer Blick.
Das Genialste war ja, dass wir völlig allein mit dieser wunderbaren Landschaft waren, nur ab und zu mal ein Fotograf oder ein Pärchen am Anfang unserer Wanderung. Da dieser Canyon nicht Grand, Bryce, Arch heisst oder einen anderen berühmten Namen trägt, bleibt er von Touristenströmen verschont. Wir mussten einfach weitergehen und geniessen.
Wir versuchten uns im Klettern und Kraxeln, genossen die Ruhe, bestaunten die Landschaft und jeglicher Zeitplan rückte vollends in den Hintergrund.
Hier wurde freiwillig gepost, andere haben sich wenig erfolgreich gewehrt 😉
…. noch ein paar schöne Bilder ……
…. ein Kletteräffchen ….
….. und noch ein Kletteraffe….
…. ein Hund und ein….
Erkannt? Nicht? ….. EIN…. – die richtige Lösung bringt eine Kinder-Überraschung! Weiter geht’s….
Da gibt’s noch etwas zu beklettern….







Allmählich waren wir einmal um den Canyon herum, der halbe Tag auch, aber es war so klasse, was soll’s. Noch ein paar letzte Aussichten. Bald gelangten wir wieder zum Parkplatz.






So, nun aber schnell weiter! Es war nicht mehr weit…
….. die Arch Road entlang….
….. und schon waren wir da. Inzwischen hatten wir herausgefunden, dass man einmalig für 80$ einen Pass – „Amerika – the Beautiful“ – erwerben kann und mit diesem dann für ein Jahr lang freien Eintritt in alle Nationalparks, Canyons, State Parks und Nationalmonumente der USA hat. Ausnahmen bilden lediglich die von Indianern geführten NPs. Wenn man mal rechnet: Grand Canyon 25$, Joshua Tree 15$, Bryce 25$, Canyonlands 25$, Arches 15$ ….. Bezahlt wird einmal pro Auto mit ID des Fahrers (leider nicht übertragbar). Der Pass kann beim ersten Besuch eines Nationalparks erworben werden. So erwarben wir unseren Pass am Eingang des Bryce Canyons. Gleich hier begrüssten uns die ersten wilden Tiere.
Für den ersten der putzigen Pelzträger hat Elmar fast eine Vollbremsung hingelegt. Dann flott den nächsten Parkplatz angesteuert und schauen….
So spektakulär fand ich den ersten Anblick nicht, aber den Grand Canyon kann auch nur schwer etwas toppen. Doch das war nur der 1. View Point. Dann ging es erst los.
Diese einzigartigen Formationen entstanden über Jahrtausende durch Erosion. Die unterschiedlichen Rottöne sehen faszinierend aus, wenn die Sonne draufscheint.
….. ein Blick durch einen natürlichen Bogen..
In diesem Canyon kann man auch kurzer Hand kleinere Trails mal eben laufen. Heute war einiges auf Grund des Wetters gesperrt. Für mich ist das eh nix. Mir sind die Abgründe stellenweise echt zu tief. Marvin wollte unbedingt runter und konnte bei der Gelegenheit gleich von dort aus Fotos schiessen.
Wir waren inzwischen weiter oben unterwegs. Mit Hund darf man nicht runter, Henrik kann zwar runter aber nicht wieder rauf 🙁 , doch uns wurde auch nicht langweilig.
Bilder von Marvin:
Das sind im Wesentlichen die Bilder, die den Bryce Canyon ausmachen. Die Farben sind der Hammer.Verabschiedet wurden wir von denen hier:
Damit war unser Besuch im Bryce Canyon auch schon wieder vorbei. Nun hatten wir wieder eine ziemliche Strecke vor uns nach Torrey. Von dort aus soll morgen unsere Tour Capitol Reef und Island in the Sky, ein Teil des Canyonlands NP, starten. Der Weg ist weit, wie weit und laaaang, würden wir schon bald merken. Draussen vor dem Bryce freuten wir uns noch darüber:
Auf zur nächsten Etappe…..



































































































Hi Marion,
Einspruch: Bryce Canyon ist nicht zu toppen!!!! Ich fand den Bryce NP einfach unglaublich, mit all den Sandsteintürmchen. Grand Canyon ist riesig und tief, mehr nicht.
Ansonsten eine echt coole Tour, die Ihr da gemacht habt.
lg
tim
Hej Tim,
Du hast schon recht, der Bryce ist einzigartig!
LG Marion