Guten Morgen, wir sind wieder Menschen, leidlich ausgeschlafen und geduscht gingen wir auf die Suche nach Frühstück und fanden – einen Witz – gut, fuer Marmeladentoast hat es gerade noch gereicht, Kaffee verdiente seinen Namen nicht mal der Farbe nach, was soll’s. Wir konnten glücklicher Weise die zweite Nacht canceln, nachdem wir uns die Karte nochmal vorgenommen hatten und feststellten, dass es strategisch besser wäre, in Moab die nächste Station zu machen. Ausserdem hatten wir in der Nacht auf 2000m Hoehe ziemlich gefroren – entweder heizen mit KRACH oder frieren. Das brauchten wir nicht nochmal. Also raus hier und auf zum Capitol Reef. Und schon standen wir fast davor. Nachts hatten wir gar nicht mehr mitbekommen, wie nah wir ja schon waren, und dass nichts zwischen Hotel und Capitol Reef die Sicht vedeckte. So konnten wir schon von hier aus die ersten Bilder machen.
Auch hier wieder die typischen Farben, bizarre Formationen unter blauem Himmel. Eigentlich finde ich gar nicht die richtigen Worte, um die Eindrücke treffend zu beschreiben, nicht nur hier. Gewaltige Landschaften, meistens unter blauem Himmel, die Ruhe, Wildnis, …. wie beschreibt man sowas ohne Phrasen zu dreschen?
Wir sind meistens staunend entlanggefahren, an einigen schönen Punkten ausgestiegen und gelaufen, haben versucht, die Schönheiten in Bildern festzuhalten.
Bei einigen Felsen, Blöcken oder Formationen stelle wahrscheinlich nicht nur ich die Gesetze der Physik in Frage hinsichtlich Schwerkraft, Reibung…. Diesbezüglich kommen aber noch ganz andere Bilder. Ich habe auch mal versucht, mit Farben etwas zu verändern, aber das braucht’s gar nicht. Ich finde in Natura sehen die Bilder am besten aus.
Es gab so unendlich viel zu sehen und zu bestaunen. Hier waren wieder kaum Leute unterwegs. Schön für uns.
Man sollte schon gut aufpassen, wo man hintritt. Stellenweise ist der Sandstein schon sehr brüchig oder lose, und so ein „Loch“ kann ganz schön tief sein. Also nie laufen und die Bergwelt obenrum bewundern, könnte wehtun 😉
Es lohnt sich noch vieles mehr vom Capitol Reef NP anzuschauen. Es ist nur schade, dass man immer zu wenig Zeit hat und ja sooo viel sehen möchte. Das ist hier unser ewiges Dilemma. Manchmal können wir sehr gut nachvollziehen, wie es japanischen Touristen in Europa geht. Hier kommen wir uns selber so vor. Für heute steht ja noch der erste Teil von Canyonlands „Island of the Sky“ auf unserer Agenda. So heisst es Abschied nehmen und weiter.
…. kurzer Zwischenstopp in Fruita, einer historischen Siedlung …..
…. schnell weiter…..
…. wir kommen näher….
…. oder so…..
….. habe eine „Creative Motiv“-Einstellungstaste an meinem neuen Fotoapparat. Die muss mir erst noch sympathisch werden. Wenn es nichts Spannendes mehr gibt, werde ich mich damit befassen.
Dann kamen wir an. Hier waren wir schon nicht mehr allein. Dieser Park trägt wieder einen etwas grösseren Namen.
Hier sind wir am Shafer Canyon View Point, gleich ziemlich am Anfang des Parks.
Wir fuhren wieder die einzelnen Aussichtspunkte an. Bei einigen war es möglich, kleinere Spaziergänge zu machen, bei anderen nicht. So liessen wir uns treiben. Die Weite ist gigantisch. Einen schönen Weg gab es hinter zum Mesa Arch, etwa eine Meile, ein kleiner Rundweg.
Dahinter ging es mal wieder rapide abwärts. Für einige der Fotos habe ich mich sogar auf den Bauch gelegt und meine Zehen durch die Turnschuhe hindurch in den Boden gekrallt. Ich verrate nicht, dass es sogar Wahnsinnige gab, die über den Bogen drüber gelaufen sind oder oben gepost haben. Vielleicht sollte ich mal etwas gegen meine Höhenangst tun. Dann müsste ich die Kinder auch nicht immer anschreien, sie sollen da oder da weggehen…. Wäre möglicherweise entspannter für alle.
Nein, niemand wird mich jemals ohne Fotoshop auf einem Bild am Rand irgendeines Abgrundes stehen sehen. Wir gingen weiter zu den nächsten schönen Punkten.
In Richtung Westen war es am späten Nachmittag leider nicht mehr klar. Dafür gab’s später tolle Bilder zum Sonnenuntergang in Ostrichtung.
Abendsonne ….
Nun ging es schon wieder in Richtung Unterkunft, diesmal eine Ranch mit Gästelodge direkt am Colorado River, wie sich herausstellen sollte Elmars Glücksfund des Jahres. Gut, dass wir schon in Moab waren. Jetzt noch einmal 3h zurückfahren wäre wirklich ätzend gewesen. Nun lag eine wunderschöne Strecke vor uns.
…bei der „Red Cliff Lodge“ angekommen…
Im dazugehörigen Restaurant bekamen wir auch ein super leckeres Abendessen – typisch Ranch – Steak – zum Reinknien. Jedem, der hier in die Nähe kommt, können wir nur raten, einzukehren, zu übernachten und am nächsten Morgen hier auch zu frühstücken. Gut beim Abendessen waren wir mit stolzen 200$ dabei, aber man macht das ja auch nicht jeden Tag, und es war es absolut wert. Marvin wollte sogar anwandlungsweise den Koch umarmen. Nach einem kleinen Spaziergang sind wir auch schon relativ bald ins Bett gefallen und haben wunderbar geschlafen. Am nächsten Morgen wurde ich von Elmar schon vor Sonnenaufgang geweckt: „Schau dir das mal an!“
Wenn das nicht grandios ist, fällt mir nichts mehr ein! Mann, war das schön! Gut, bis zum endgültigen Aufgang stand ich vielleicht eine halbe Stunde im Garten, schon etwas angefroren, wurde aber von Elmar mit frischem, heissen Kaffee versorgt, bester Mann.
Nur Jamie fehlte irgendwie der Sinn des Ganzen. Wir wurden vorwurfsvoll angegrummelt. Eine Aufregung für nichts Essbares und scheinbar grundlos musste er aufstehen.


Anmerkung von Elmar: falls einigen von Euch diese Landschaft bekannt vorkommt – in der Ecke wurden sehr viele Western gedreht. Unter anderem auch „Rio Grande“. Und viele andere Filme mit John Wayne.
Auch Szenen von „Zurück in die Zukunft“ oder „Indiana Jones“ wurden hier gefilmt.
Die Lodge liegt auf einer Ranch, die noch voll in Betrieb ist. Daher sind auch ab und an echte Cowgirls und Cowboys an unserer Lodge vorbei gelaufen.
So, nun die Jungs wecken und auf zum Frühstück. Das Restaurant lag direkt am Wasser, so dass man beim Essen auf den Colorado schaut.
Nach einem Frühstück mit allem, was das Herz begehren könnte, liefen wir noch eine Runde über die Farm, bevor wir leider auch schon wieder weiter müssen.
…. on the road again….
….weiter zum Arches Nationalpark…..

























































































































