Gegensätze

So, einen Tag haben wir noch. Nachdem wir gestern noch ewig über den Karten gebrütet haben, wissen wir heute ungefähr die Richtung von dem, was wir machen wollen. Es ist schon ein Witz, was sich hier Wanderkarte nennt – ein Areal wie Bayern komplett auf einem Quadratmeter Papier. Aber erstmal heisst es packen und auschecken. Dann lassen wir es rollen in Richtung Forest.

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Das Wetter ist nochmal genial mit 32 Grad unten. Im Wald hat es dann muggelige 25 Grad. Heute wird es wieder ein Trail an einem Fluss entlang.

Auf dem Weg dorthin gab’s noch eine kleine Aufregung.

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Zum Glück hatte die sich schon erledigt. Ich bin ja der Meinung, dies war eine Red Diamond Rattle Snake. Ich habe im Internet auch welche gesehen, bei denen die Rassel nicht schwarz-weiss gestreift war. Marvin meint, das war keine Klapperschlange. Vielleicht kann Tim weiterhelfen, bitte 😉

Wir durchquerten wieder eine wunderschöne Landschaft. Bis zu unserem Ziel, dem Kern River, ist es noch ein ganzes Stück.

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Allmählich wird der Wald lichter und die Gegend wird stellenweise wieder steppenähnlich. Mist, das heisst leider auch, es wird heisser. Zum Wandern ist das natürlich doof. Doch wir lassen uns erstmal nicht beirren, mal schauen…..

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Unterwegs begegneten wir sogar einem Geier. Der stellte sich allerdings etwas zickig an und wollte sich nicht von mir fotografieren lassen. Dann hab‘ ich halt kein Foto für dich, so!

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Manchmal ging es wieder seitlich gewaltig abwärts, ohne Leitplanken versteht sich.

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Ich finde das ja jedes Mal richtig gruselig…. Hier sind wir schon im Kern River District…… und auch schon bald am Ziel.

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Oberhalb der Brücke ist der Parkplatz. Unser Weg führt uns entlang des Kern Rivers. Es ist brütend heiss – laut Anzeige im Auto 35 Grad. Mal sehen, wie weit wir kommen, bevor wir uns in den Fluss stürzen. Auf geht’s!

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Der Weg führte immer weiter nach oben, weg vom Fluss. Die Sonne brannte gnadenlos auf uns herab, und von den Felsen strahlte zusätzlich eine sagenhafte Hitze ab. Es war wie im Backofen und meines Erachtens nach dürften wir hier locker 40 Grad haben. Wir beschlossen nur noch ein paar Minuten zu gehen und zu sehen, ob der Weg wieder nach unten ans Wasser führt. So macht es weder Sinn noch Spass, obwohl die Aussicht klasse ist.

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Leider hatten wir Pech. Der Weg scheint tatsächlich nur nach oben zu führen. Jamie kam inzwischen absolut an seine Grenze. Da ging nix mehr. Also retour.

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Er hat dann sogar aus einer Flasche getrunken, weil wir Pfeifen seinen Napf im Auto gelassen haben. Brauchen wir nicht, wir sind ja direkt am Wasser, jaja 🙁

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So ging’s abwärts bis an eine zugängliche Stelle am Fluss. Da war Jamie ganz schnell wieder fit.

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Man sieht es auf den Bildern gar nicht, aber die Strömung war hier ziemlich stark und kurz nach der Stelle wurde es tiefer. Jamie hätte dann schwimmen müssen, was er nicht mag. Also musste er an der Leine bleiben.

Wir setzten unsere Tour fort – nun in Richtung Sherman Pass. Auf 3000m Höhe ist es sicherlich auch wieder etwas kühler.

Unterwegs trafen wir dieses Schmuckstück:

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Von da weg ging es teilweise heftig bergan, doch es wurde nicht kälter.

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Ist das nicht erschreckend? Bei der Hitze im Sommer wundert mich das allerdings nicht.

Nun geriet auch der Dodge an seine Grenzen und das Kühlwasser war kurz vor Kochen. Klasse! Wir machten die Heizung an und Fenster auf. Hilfe!!!! Das half etwas – aber nur dem Auto, schwitz, tropf…..

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Endlich oben. Hier war es erträglich, im Wind sogar fast kalt. Ich bin auch mit nichts zufrieden, gell. Wo ist der Pullover, wenn man ihn braucht 😉

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IMG_2782Ein Selfie auf 9200ft! 🙂

….. und weiter geht’s zum nächsten Trail. Das Auto hatte sich auch abgekühlt, zum Glück! Das wäre aber auch eine denkbar blöde Stelle für eine Panne, und das Handy hatte kein Netz, grr.

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Ja, genau da will ich laufen!

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Das Wandern ist des Müllers Lust – aber Henrik ist nicht Müller, ne.

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Hier waren wir absolut allein. Man hörte nicht mal ein Auto oder irgendwas, nur Vögel, Grillen….

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Auf der andern Talseite ist schon Domeland District.

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Irgendwann verlor sich irgendwie der Weg. Wir liefen nach Gefühl und durch Gestrüpp. Mhpf!

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Nach dem Brand wucherte das Gestrüpp hier wie verrückt. Wir machten uns auf den Rückweg. Marvin wollte allerdings die Direkte den Berg hoch nehmen, und wir Blödmänner gaben nach. Mit den ganzen Dornen wurde dieser „Weg“ eine echte Tortur. Irgendwann hiess es vorn plötzlich „Stopp, Schlange“, doch das Tierchen wollte nicht auf mich und die Kamera warten. Vielleicht auch besser so 😉 . Wir liefen sogar ein Stück über einen umgestürzten Baumstamm und konnten uns so zum Glück die schlimmsten Hecken ersparen. Alles in allem hatte Marvin einen Mordsspass, schön für ihn. Ich gebe zu, ich war etwas angesäuert. Er durfte mich grad nicht ansprechen. Meine Beine sind völlig zerkratzt.

Irgendwann erreichten wir auch wieder moderates Terrain und schliesslich unser Auto. Henrik und ich wollten vorerst nicht mehr wandern. Jamie hatte, glaube ich, auch deutlich genug. Und nun hiess es „Auf nach Hause“.

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Eben hatten wir noch Wald und fast schlagartig sah es dann so aus:

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Da waren wir über den Pass drüber. Von hier aus kann man bis ins Death Valley schauen. Hier schnellte die Aussentemperatur gleich wieder rasant nach oben. Keine Gefahr für den Motor, es ging nur abwärts, dafür aber für die Bremsen. Die fingen auch bald an zu stinken.

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Interessanter Parkplatz!

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Da sieht man den Beschiss mal wieder – von wegen die Joshua Trees wachsen nur im NP. Wir haben ständig welche ausserhalb gesehen, nicht nur in Kalifornien, auch in Arizona, Nevada und Utah. Die waren dann wohl auf der Flucht vor den Touristen, oder was?

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Death Valley – was da wohl grad für Temperaturen herrschen? Zum Glück müssen wir hier heute nicht durch.

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Nun liegen noch ungefähr vier Stunden Autofahrt vor uns.

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Gegen 23.00 Uhr kamen wir wieder zu Hause an. Und weil’s so schön war, gibt’s nochmal Bilder vom Wald bei Hidden Falls.

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Fazit – absolut empfehlenswert. Heute sind wir froh, dass wir nicht im Nationalpark gewesen sind. Es war wohl rammelvoll. Da hatten wir es doch deutlich schöner!

Tagesplan Sequoia Nationalpark

Heute steht der Sequoia Nationalpark auf unserem Programm. Da Hunde hier leider überhaupt nicht erlaubt sind, geht Jamie in eine Dogs Day Care, ein Kindergarten fuer Hunde. Wir hatten von zu Hause aus schon nach dem Besten in der Gegend hier gegoogelt und konnten den Besitzer überreden Jamie auch am Sonntag zu nehmen, obwohl eigentlich geschlossen ist. Jerry ist anscheinend in Visalia ein Urgestein und arbeitet schon sein ganzes Leben lang mit Tieren. Dies schien mir eine gute Adresse fuer unseren Kleinen. Immerhin muss er 7 – 8 Stunden hier verbringen. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg. Jamie sollte zwischen 9.00 und 10.00 Uhr dort sein. Von aussen hatten wir zunächst einen guten Eindruck – ein Garten inmitten einer riesigen Orangenplantage. Gleich am Eingang wurden wir von Jerrys Hündin schwanzwedelnd begruesst. Der Mann selbst machte auch einen netten Eindruck und bat uns herein – dachte ich. Es ging einmal den Gang durch in den „Schuppen“ dahinter. Hier war eine ganze Reihe Zwinger, Betonboden, Gitter, Wellblechdach, düster, klein. HALLO!!! Wiese? Garten? Spielen mit der Hündin? Nein, Jamie wurde in einen der Verschläge gesteckt. Tuer zu! Ich konnte es nicht fassen! Der Mensch meinte das ERNST! Hier sollte Jamie den Tag verbringen, bis wir ihn wieder abholen würden. Haltet mich fuer ein Weichei, mir egal, aber ich bekam Pippi in den Augen. Hier konnte der Hund nicht bleiben! Also haben wir unseren Schmierlappen wieder aus diesem Käfig „befreit“ und dem Mann eine Entschädigung angeboten, die er aber nicht genommen hat. Irgendwie habe ich wohl eine falsche Vorstellung davon, was eine Day Care fuer Hunde ist. Jamie war in diesem Käfig völlig nervös und durcheinander. Das hätte ich nicht ausgehalten. Zum Glück habe ich eine Familie, die damit leben kann, dass ich ab und zu mal alle Pläne über den Haufen werfe. Also alle Mann und Hund wieder rein ins Auto. Dann machen wir es eben wie im Arches NP – einer (gerne ich) bleibt beim Hund im Auto. Auf geht’s Richtung Sequoia National Park.

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Ungefähr zwei Kilometer vor dem Eingang zum Park begann der Stau. Wir standen. Es war nicht mal wirklich Stop & Go. Wir glaubten noch nicht daran, dass das mit dem Park zu tun haben könnte. Doch wir wurden eines besseren belehrt. Eine Kreuzung gab es nicht. Das war die direkte Zufahrt. Okay, vielleicht ist nur ein Kassenhäuschen mit einem unfähigen Ranger besetzt, kann ja sein. War aber nicht. Nachdem wir uns ewig vorangearbeitet und den Eingang schon im Blick hatten, konnten wir sehen, dass die weiterführende Strasse im gleichen Modus nach dem Eingang rechts den Berg hochzog. Fast ein Blick genügte. Darauf hatten wir keinen Bock. Elmar wendete den Dodge über die doppelte gelbe Linie, jippie, Polizei Augen zu! Bloss weg hier! Da kann ich ja gleich am Black Friday ins Einkaufszentum gehen, gell, und das ist dagegen noch gechillt! Ich will Wald wie „Walton’s Mountains“ oder „Der Mann in den Bergen“ und nicht 10.000 genervte Touristen, wo ich einer davon wäre.

Wie immer hatte mein göttlicher Gatte einen Plan B. Auch dafür liebe ich ihn! Umsicht, Weitsicht, Voraussicht, Einfühlungsvermögen…… Hatte er sich doch schon im Vorfeld Gedanken gemacht, was man machen könnte, wenn…. Ich wäre nur wie ein Idiot dagestanden und hätte mich geärgert.

So fuhren wir wieder in Richtung National Forest. Elmar erstand noch eine andere „Wanderkarte“, die leider allerdings genauso für den Allerwertesten war. Aber wir haben immerhin einen Kompass und einen Elmar. Das reicht schon.

Unterwegs kamen wir an einem idyllischen See vorbei, von dem leider kein Trail / Wanderweg abging. Wir machten nur kurz Pause.

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Die Landschaft hier ist einfach grandios! Wir wollten allerdings ein bisschen laufen, aber einfach querfeldein geht hier nicht. Es gibt kein Wanderwegesystem wie in der Fränkischen Schweiz, Notruf funktioniert im Ernstfall nicht immer, es gibt Bären, Berglöwen, Klapperschlangen ….. schon blöd, wenn man ggf. nicht mal sagen kann, wo man angeknabbert wurde oder sich auch nur die Haxe angeknackst hat. Elmar hatte mal wieder eine Idee, ich freu‘ mich….

So kamen wir zu einer Pack Station für Pferdetouren…..

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…. allerdings mussten wir noch etwas warten, da die andern Pferde noch unterwegs waren. Nach einer Dreiviertelstunde etwa starteten Marvin, Henrik und ich zu einem grandiosen Ritt durch die Wildnis (natürlich geführt 😉 ). Leider habe ich die Kamera bei Elmar gelassen, weil ich dachte, ich hab‘ lieber beide Hände frei. Wäre nicht nötig gewesen, und so habe ich es leider verpasst, absolut tolle Erinnerungen festzuhalten unter anderem von Adam, dem mit 2500 Jahren ältesten Sequoia im ganzen Forest (Eva ist leider abgebrannt – war wohl zu heiss, die Gute). Die Tour war einfach überwältigend, auch wenn es manchmal seitlich recht steil abwärts ging.

Henrik entwickelte unterwegs mal wieder seinen ganz eigenen Humor. Er war der letzte in unserer Reihe und sein Pferd wirklich schon recht faul. Oft blieb er ein ganzes Stück zurück, und dann redete Henrik mit seinem Gaul wie Winnetouch im „Schuh des Manitu“ und das klang so:“ Geh‘, Jaqueline, mach langsam, sonst wird’s dir wieder schlecht!“ und das mit gespielt wienerischem Akzent (den Film hat er etwa 100x gesehen), dann blieb das Pferd dauernd stehen, um seine Notdurft zu verrichten oder etwas anzufressen. Dann hörten wir „Geh, bis’d wieder kotzt, i butz des net weg. Reiss di halt etz zam. Geh aufi etzad….“ Ich hätt‘ mich wegschmeissen können!

Unser Guide machte uns an verschiedenen Stellen auf Besonderheiten aufmerksam, erzählte einiges von seiner Tochter, die in San Diego studiert hatte und war ansonsten eher zurückhaltend, so dass wir einfach schauen und geniessen konnten.

Elmar und Jamie gingen die Tour in entgegengesetzter Richtung. Wir begegneten uns unterwegs. Unsere Geschwindigkeit war in etwa gleich, wir kamen ungefähr 15 min früher an. Hier zeigte uns die Chefin der Packstation noch ihr Haus mit dem grandiosesten Ausblick aus dem Wohnzimmer, den ich jemals gesehen habe: komplette Glasfront, Blick auf einen Berg umgeben von absoluter Wildnis, daneben ein riesiger uriger Kamin, Leute, da kommt Neid auf! Wir schauten noch ein paar Familienfotos und hörten Geschichten. Schön! Hier könnte ich mir vorstellen zu bleiben.

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Henrik verliert seine Hose und musste sich einen Gürtel leihen.

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Auf geht’s, Henrik, Du auch!

Der Tag war noch jung, und so machten wir uns nach dieser Tour auf zu den Hidden Falls, die hier relativ in der Nähe sein sollten. Trapper Elmar wurde auch bald fündig. Mir fehlte inzwischen jegliche Orientierung. Ich konnte zwar anhand der ungefähren Uhrzeit und des Mooses an den Baumstämmen die Himmelsrichtungen ausmachen, aber das war’s auch schon. Jedenfalls kamen wir an einem weiteren beschaulichen Plätzchen an.

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Hier waren wir jedoch nicht allein. Auch andere hatten diesen Platz entdeckt. Wir entschieden uns für den River Trail.

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…. wiedermal ein wunderschöner Trail mit grossen, alten Sequoias – wer braucht da schon einen National Park?

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Zurück bei den Hidden Falls hielten wir nochmal unsere kochenden Füsse ins kühle Bergquellwasser. Wie schon geschrieben waren wir nicht allein. Eine andere ( Gross- ) Familie schien hier zu übernachten / campen – mit drei Hunden. Einer von diesen Stinkern, eine französische Bulldogge, hat mir doch tatsächlich in meine Wanderschuhe gepinkelt – und dann abhauen, elender Feigling!

Nun war ich also barfuss, was soll’s. Auf zum Abendessen nach Tulare. Nachdem wir gestern so begeistert waren, sollten es heute selbiges Lokal werden.

Tagesform. Ja, die kann sich ändern. So war es dann auch bei Luke, leider! Elmar und Marvin hatten T-Bone bzw. Rindersteak – total zäh, ich hatte eine Kombi aus Rind, Huhn und Shrimps, Rind hart, nur Henrik hatte Glück mit seinen Baby Ribs. So isses halt manchmal…..

Bei den Sequoias

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Am Samstag um 4.30 Uhr starteten wir in ein verlängertes Wochenende,wieder ausgestattet mit ausreichend leckerem Tagesproviant. Es ging nordwärts zu den Mammutbäumen. Unser Hotel hatte uns im Vorfeld noch die Wetterprognose für das kommende Wochenende zugemailt. Uns erwarteten kühle aber angenehme 73 Grad F, also ca. 23 Grad Celsius. Doch da hatte man sich wohl vertan. Wir erreichten Hot Springs um 9.30 Uhr bei 31 Grad. Daran sollte sich auch am gesamten Wochenende nichts ändern. Kühlere Temperaturen gab’s so auf 2500m bis 3000m über Null – und ich die dicken Fleecepullover dabei – super. Die lagen halt jetzt drei Tage im Koffer.

Unser erster Tag führte uns in den Sequoia National Forest. Hier sind auch Hunde gestattet, und es gibt ebenso wie im NP die grossen Sequoias, für die die Gegend bekannt ist.

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Zuerst machten wir uns mit gefühlten 50 anderen auf den Trail der 100 Giants. Der Weg war regelrecht abgesteckt, führte an den einzelnen mit Namen bedachten Riesen vorbei, und wir mussten bei manchem Foto warten, bis Fremde aus dem Bild waren.

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Das war so gar nicht nach unserem Geschmack……

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…..liess sich aber vor Ort nicht ändern. Es war verlängertes Wochenende, und so wie wir nutzten viele andere Familien und dazu die Touristen die Gelegenheit für einen Ausflug hierher. So liessen wir uns treiben, denn die Sequoias waren jeder Einzelne für sich absolut beeindruckend. Jedoch beschlossen wir, uns sobald wie möglich mit einer ordentlichen Wanderkarte zu versorgen, so dass wir auf eigene Faust Touren machen konnten.

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Auf den Bildern kann man kaum die Dimensionen dieser Riesen erfassen. Vielleicht machen die folgenden Aufnahmen diese etwas deutlicher.

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….. noch ein paar mehr Eindrücke ……

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….. eine weitere Klettertour……

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Henriks neueste Pose ist die „Angela-Merkel-Gedächtnis-Pose“. Er sagt, er übt schon mal, wenn er in 10 Jahren Deutschland übernimmt und Merkel ablöst. Das sind doch mal hehre Ziele!

Nachdem wir den Jungs eine Weile beim Rumalbern zugesehen hatten, zogen wir weiter.

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Das war er also, der Weg der 100 Giganten….

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Was nun? Wie schon gesagt brauchten wir dringend eine Wanderkarte. Ich hatte es schon in Buchläden und Sportgeschäften zu Hause probiert, ohne Erfolg. Meine Vermutung war, das die Parks und umliegenden Orte Karten ausschliesslich selber verkaufen. So fuhren wir erstmal in Richtung Springville, wo es ein Tourist Center gab. Hier würden wir mit Sicherheit fündig.

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Hm, so oder ähnlich, wir kauften die einzige verfügbare Karte, auf der sowohl Kings und Sequoia NP als auch ein Stück vom Sequoia National Forest drauf waren. Die Detailgenauigkeit war dementsprechend. Mist! Laut Verkäuferin sollten hier so ziemlich alle Trailheads / Wanderwege verzeichnet sein. Vergiss es! Aber wenigstens hatten wir grobe Richtungen und Koordinaten – nur keine Wanderwege. Das Gelände selber ist riesig. Eigentlich bräuchte man separate Karten fuer die einzelnen Areale und die nochmals unterteilt. Doch wir haben ja einen Elmar, den alten Trapper. Mit seiner Spürnase und Orientierungssinn finden wir ja immer alles. So landeten wir schliesslich doch noch an einem wunderschönen Fleck, wo wir den Spätnachmittag verbrachten.

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Hier machte sich einer von uns nackig und sprang mit dem Hund in die Fluten.
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Henrik war auch mit im Wasser, wollte aber keine Fotos und hat tierisch auf den Paparazzo am Ufer geschimpft. War aber nicht böse gemeint, seine übliche trockene Art, doch sein Wunsch war deutlich. Also gibt’s keine Bilder von Henrik im Wasser.

Nachdem sich unsere drei Jungspunde abgekühlt hatten – es herrschten 35 Grad -, machten wir uns wieder an den Aufstieg zum Auto über 138 Stufen und einen steilen Weg.

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Nun war es langsam an der Zeit unser Hotel zu beziehen. Bis dahin hatten wir noch eine ziemliche Strecke zu bewältigen. Wir waren mit unserer Buchung spät dran, so dass wir sehr weit weg vom Schuss waren. Dieses Memorial Day Weekend wir von vielen fuer Ausflüge wie den unseren genutzt, und so sind die Hotels schon lange im Voraus ausgebucht. Ausserdem ist hier schon Saison, obwohl die Sommerferien erst in drei Wochen beginnen. Nach 1,5 Stunden erreichten wir Tulare. Unsere Zimmer lagen direkt nebeneinander und hatten praktischerweise eine Verbindungstuer. Das vereinfacht das Wecken unserer Murmeltiere in der Früh ungemein. Nach einer Runde duschen gingen wir auf Empfehlung des Rezeptionisten in das gegenüberliegende Steakhaus zum Abendessen. Der Tipp war Spitze, es war absolut lecker und so reichlich, dass die Hälfte gereicht hätte. Und was machen Kinder mit zuviel Essen? Spielen! Wir sassen zum Glueck etwas separat, so dass es mir wurscht war, wie die Kinder sich benehmen. War ganz lustig.

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Henrik hat mit Marvin gewettet, dass er es schafft ohne Hände seinen Salat zu essen. War das eine Sauerei! Die Jungs hatten ihren Spass und Henrik die Wette gewonnen.

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Wieder im Hotel war der erste Tag schon beendet. Gegen 22.00 Uhr lagen alle im Bett. Wir waren absolut platt. Schliesslich hatte unser Tag ja auch schon zeitig begonnen.

Zwischendurch

Nachdem von unserem Grossen aller Wahrscheinlichkeit nach kein Beitrag mehr kommt, übernehme ich wieder und schreib einfach mal, was er uns so erzählt hat….. es war stinklangweilig, es gab ein Buffet mit Sachen wie Pizza und Pommes sowie Softdrinks, geschmeckt hat’s nicht, die Stimmung war gezwungen, das Geld hätten wir uns sparen können. Ausserdem hatte ihn irgendwann ein Ami am Wickel, der mit dem Ball nichts zu tun hatte und ihn ständig mit anderen Leuten bekannt machen wollte…… Das war’s. Hm, aber die Deko war wohl klasse, und das Kind war satt. Immerhin! Zu Hause durfte er mit Papa noch ein Bier trinken. Das war dann der Höhepunkt des Abends. Naja, was soll ich sagen…..

Heute gab’s fuer die „Ausländer“ an der High School einen gemeinsamen Ausflug zum Eislaufen. Nach Henriks Aussage war es ganz lustig. Marvin hat noch Training bis fünf. Mal schauen was er so erzählt. Anscheinend hat er von den Leihschuhen zwei Blasen. Das Training macht damit heute bestimmt Spass, zumal die Trainer die Jungs derzeit recht hart rannehmen – jeden Tag zwischen zwei und fünf Stunden Training. Manchmal schläft unser Grosser gleich nach dem Heimkommen schon auf der Couch ein. Aber das muss wohl sein. Ab Juni schon gibt es Freundschaftsspiele. Mitte August beginnt die Footballsaison, und der Trainer macht nicht den Eindruck, als sei ihm der Listenplatz ( oder wie immer man das nennt ) egal. Der will gewinnen! Marvin natürlich auch, er hat sich vorgenommen, seinen Namen dort an der Schule zu verewigen. Wir werden sehen. Den Ehrgeiz hat er und die körperliche Verfassung derzeit auch.

So, nun mach‘ ich mich mal wieder an die Reisevorbereitungen. Wir haben verlängertes Wochenende und wollen in den Sequoia Nationalpark fahren. Ursprünglich sollte es eine Überraschung fuer mich werden, aber da ich schon dabei war etwas anderes auszumachen, hat es Elmar mir verraten, hihi.

The Prom… oder The New Topmodel

Das grosse Ereignis des High School Jahres ist vorbei. Zum Ball selber schreibt Marvin vielleicht besser selbst ein paar Worte. Ich möchte hier nur einige Bilder unseres Models zeigen. Es bewahrheitet sich mal wieder: „Kleider machen Leute“.

IMG_0173Das ist noch bei der Anprobe im Laden. Marvin wurde ausgestattet von der Edeldesignerin VERA WANG.

Der Ball fand statt von 20.00 Uhr bis 23.00 Uhr. Einige Kids wurden tatsächlich mit einer Stretchlimo gebracht oder kamen in Gruppen in einem Partybus. Ich sag Euch, da waren Roben unterwegs, unglaublich, wie auf einer Hollywoodpremiere.

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Schon die Einladung macht doch etwas her.

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Die Schuhe sind doch der Hammer! Unser Kleiner sieht plötzlich seriös und erwachsen aus. Der Ball selber war wohl etwas steif. Die Kids mussten jedoch bis 22.00 Uhr bleiben. Punkt 22.00 Uhr bekamen wir auch den Anruf, dass unser Sohn wünscht abgeholt zu werden. Also fuhren wir wieder zum Morgan Run Country Club. Marvin wartete schon draussen. Er war nicht der Einzige, der vorzeitig ging. Offenbar war’s wirklich langweilig.

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….zu Hause gab’s noch ein paar Posen, bevor der Anzug aus- und die Sportklamotten wieder angezogen wurden.

Fire Storm – Tag 3

Ganz vorsichtig denke ich  jetzt sagen zu können, es wird für uns in San Diego selbst besser. Die vier grossen Feuer sind aus. Hier und da lodert nochmal etwas auf, wird aber schnell unter Kontrolle gebracht. Die Bewohner hier konnten zum Grossteil in ihre Häuser zurück (wenn sie noch standen). Anders sieht es jedoch in angrenzenden Orten aus. In Escondido, San Marcos (hier war es am schlimmsten), Lakeside und Fallbrook herrscht nach wie vor Evacuation Order. Nun soll es ja auch wieder kälter werden. Das entschärft die Situation zusätzlich. Morgen ist zwar noch kein Unterricht, doch zum Glück findet der Abschlussball am Samstag statt. Am Nachmittag konnten wir Marvins Anzug abholen. Ihr werdet staunen, wie der darin ausschaut – wie für den Roten Teppich! Bilder gibt es aber erst am Wochenende. Ich will ja nicht vorgreifen…. 🙂

Heute habe ich mal wieder unseren Tierarzt mit 500$ beglückt. Es ist unglaublich was „Nichts“ oder „Wenig“ hier kostet. Helfen konnte der TA nicht wirklich. Im Endeffekt müssen wir uns mal wieder selbst helfen. Wenn wir wieder in Deutschland sind, bekommt unsere Tierärztin erst mal ein dickes Trinkgeld in ihre Kaffeekasse dafür, dass sie nur ein Zehntel von den Preisen hier verlangt.

So, ich hoffe, ich konnte Euch daheim etwas beruhigen. Wir grillen nur noch kontrolliert auf dem Balkon und hoffentlich nicht in einem Grossbrand.

Fire Update

Obwohl es gestern Abend zunächst ganz gut aussah, hat es heute nochmal gewaltig „gekracht“. Inzwischen brennt es an mehr als acht Stellen nördlich und östlich von uns. Das Feuer von gestern ist anscheinend zu 50% unter Kontrolle. Dafür sind wie gesagt etliche neue hinzugekommen. Ab morgen findet in San Diego County kein Unterricht mehr statt. Alle Schulen bleiben geschlossen. Die Freude der Jungs hielt sich deutlich in Grenzen. Alle sind doch eher besorgt.

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Drückt uns die Daumen, dass das bald vorbei ist. Mich macht das schon etwas nervös.

Himmel und Hölle

Wieder liegt ein schönes Wochenende hinter uns, d.h. nicht für Elmar. Wir hatten wieder Besuch aus der Heimat. Steffi und Stefan kamen auf ihrer Süd West Coast Tour bei uns vorbei. Vor eineinhalb Jahren ist Steffi nach München gezogen. Wir haben es nicht geschafft uns in Deutschland zu treffen, aber so ist das manchmal.

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Nachmittags haben wir einen Ausflug zum Strand gemacht. Die 30 Grad, die wir unter der Woche hatten, gab’s natürlich nicht mehr, doch man konnte es aushalten 😉

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Nach einer Runde Football fuhren wir noch kurz zur High School der Jungs. Eigentlich wollte Marvin unseren Gästen „sein“ Football Field zeigen, aber leider war abgesperrt.

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Abends kamen zusätzlich noch Freunde der Jungs zu Besuch. Der Grill wurde angeworfen, und wir haben in gemütlicher Runde Steaks und Bratwürste vernichtet.

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Nach einem gemütlichen Sonntagsfrühstück haben Jamie und ich unseren Gästen den Canyon hinter unserer Anlage gezeigt.

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Danach ging es für Steffi und Stefan schon wieder weiter in Richtung Palm Springs. Schade, es war lustig mit Euch. Ich hoffe, wir sehen uns, sobald wir wieder in Deutschland sind. Inzwischen hattet Ihr sicher einen wunderschönen Urlaub. Ausserdem wünschen wir Euch für Euren grossen Tag im Juni alles, alles Gute.

Am Montag Abend kam Elmar endlich aus Warschau zurück. Es waren schon ewig lange zwei Wochen. Ich hoffe, wir haben das nicht so bald wieder.

Gerade sind Elmar und Marvin auf der „Jagd“ nach einem Tuxedo für unseren Grossen. Am Samstag findet der High School Abschlussball der Torrey Pines HS statt – Kleiderordnung Tuxedo und Abendkleid. Nach langem Überreden hat sich Marvin nun doch entschlossen daran teilzunehmen. Ich bin schon gespannt wie ein Flitzebogen.

Allerdings ist seit etwa fünf Stunden fraglich, ob der Ball überhaupt stattfinden kann. Heute Vormittag ist nördlich von uns ein Feuer ausgebrochen. Wir haben seit zwei Tagen wieder weit über 30 Grad und es geht ein ziemlicher Wind. Inzwischen ist wohl der Brand ausser Kontrolle. Im Fernsehen laufen Dauernachrichten zur Situation. Einige Wohngebiete wurden schon evakuiert. Wir können es hier riechen und sehen den Rauch. Strassen sind gesperrt, Löschhubschrauber fliegen Dauereinsätze. Gruselig!

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Die Schule der Jungs ist unter anderem Evakuierungszentrum. Mal sehen, ob morgen überhaupt Unterricht stattfindet.

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Nun hoffen wir mal, dass diese Hölle sich bald in Grenzen halten lässt, sonst wird es auf unserer Terrasse etwas heisser als 35 Grad. Bis jetzt liegen auch noch ein paar Kilometer zwischen uns und dem grossen Grill. Hoffentlich bleibt’s dabei.

Der Weisse Hai

So, hier ist der Marvin. Heute darf ich auch mal, da die Mama nicht dabei war. Bei uns ist das Wetter grad so geil, dass wir so oft es geht zum Surfen raus paddeln. Obwohl bei La Jolla, wo die groesste Robbenkolonie ist, vor ein paar Tagen zwei weisse Haie gesehen worden sind. Ist aber weit genug von Del Mar weg, wo unser Spot ist. Am Freitag hatte ich dann doch noch ein bisschen mehr „Spass“ als erhofft. Wie wir so auf die nächste Welle gewartet haben, sehe ich plötzlich ein Stück vor meinem Bord einen dunklen glänzenden Rücken kurz aufblitzen und dann unter meinem Bord verschwinden. SCHEISSE! Aber ich bin ganz ruhig auf meinem Board liegengeblieben und hab den Kopf unter Wasser gesteckt, so machen das die Marines um Bewegungen unter Wasser früher erkennen zu können, so konnte ich dann was dunkles in der Nähe meines Boards wahrnehmen. Mein Board hatte ich seitlich zur Bewegung ausgerichtet, so dass ich im Notfall reagieren konnte. Begegnet man einem Hai kann man natürlich versuchen schnell zum Strand zu schwimmen, aber ein Wettschwimmen gegen ein auf das Jagen im Wasser spezialisiertes Raubtier ist eine verdammt dumme Idee. Was man tun sollte ist Panik vermeiden und ruhig bleiben, denn wenn man zappelt wird man interessant. Der Hai wird sein Opfer, in dem Fall dich, erstmal umkreisen. Wenn das Tier dann nahe genug heran gekommen ist, einfach auf die Nase zielen und treten und schlagen. Wenn man trifft, wird der Hai paralysiert. Da Haie immer in Bewegung bleiben muessen um nicht abzusinken, hat man ziemlich schnell seine Ruhe und Zeit zum Strand zu gelangen. Ein Glück ist eine Freundin von mir mit einem Marine von Camp Pendelton zusammen, der mir das alles erklärt hat, sonst hätte ich wahrscheinlich eine mega Panik geschoben und alles falsch gemacht. Erland hatte auch keine Angst. Er meinte, er sei ja mit mir unterwegs, und ein Hai greift keinen deutschen Panzer an. Bleibt nur zu hoffen, dass Haie auch so denken. Jedenfalls hab ich erstmal nichts mehr gesehen. Erst nach einigen Minuten tauchte wieder ein dunkler Rücken auf und wieder ab. Dieser „Hai“ war bloss eine Robbe die mit uns spielen wollte. Robben sind da recht wenig schüchtern und sehr verspielt, also wenn ihr mal eine Robbe oder einen Delfin aus der Nähe sehen wollt, mietet euch ein Board fuer zehn Dollar die Stunde und kommt mit mir und der Crew raus auf’s Meer.