…. und ein grosses Ereignis

Nochmal zurück zu Freitag Abend, noch zwei Stunden bis Mitternacht. Wir brauchten noch Sekt und diverse andere Kleinigkeiten. Ab zu „VONS“…..

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…Sektchen, Törtchen, Knabbersachen….

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….die lieben Kleinen noch ’ne Runde spielen lassen, lachen weil eingeklemmt, rein ging’s leichter. Da hat wohl der Kleine nicht an seine inzwischen langen Beine gedacht. Marvin war natürlich ganz der grosse nette Bruder, der den kleinen beim Aussteigen wild gedreht hat. Die Kids hatten jedenfalls ihren Spass.

Wieder zu Hause war’s nicht mehr lang bis Mitternacht. Der Countdown läuft. Pünktlich um 00.00 Uhr bekam Elmar seine Glückwünsche und sein Geburtstagsgeschenk.

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Nun könnte man meinen, je älter die Männer werden, um so mehr Spielsachen werden angeschafft, aber diese Rennbahn zog binnen weniger Minuten alle in ihren Bann.

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Anders als bei der Carrerabahn kann man hierbei seine Gegner mit verschiedenen virtuellen Waffen abschiessen oder sein Auto mit erreichten Credits pimpen. Das ist natürlich viiieel aufregender! Nachdem sich die Jungs eingespielt hatten, mussten alle Fahrzeuge erstmal zum Boxenstopp auf die Ladestation. Die Grossen bzw. Alten hatten dann noch ein Meeting mit Captain Morgan bis früh um vier, dann ging’s aber auch für den Rest von uns ins Bett.

Am frühen Nachmittag bekam Elmar seinen Geburtstagskuchen und musste Kerzen auspusten.

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Der Kuchen war in jeder Hinsicht Bombe, und so machten wir uns im Anschluss auf zu einem Geburtstagsspaziergang im Canyon.

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….. unter der zehnspurigen Autobahn durch….

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… die Palmen hier möchte ich am liebsten ausgraben und mitnehmen….

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….. auf dem Rückweg sahen wir noch etwas bei einem Softballspiel zu….

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…. ja, das sollten sich auch manche Eltern in Deutschland zu Herzen nehmen.

Wieder zu Hause stellten die Männer fest, dass zwei Autos nicht reichen. Es war eigentlich schon Zeit den Grill anzuschmeissen, doch vorher musste noch ein drittes Rennauto her.

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Zu zweit macht es noch lange nicht soviel Spass! Also schnell mal bei Apple einschwenken und den Oberflitzer schlechthin besorgen.

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Während die Jungs Tim „fertigmachten“, wurde aussen gegrillt.

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Absolut lecker, Elmar, super gemacht!

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Wer ist nun der Grössere von beiden? Ich behaupte ja, beide sind zur Zeit gleich gross. Henrik ist es wurscht. Marvin besteht auf fünf Zentimeter mehr 😉

Beide tragen mit Stolz Marvins Rückennummer.

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….. und dann wird Tims Rennauto in Grund und Boden gestampft. Unfairer Weise haben sich die beiden zusammengeschlossen. Doch Tim schaffte es, seinen Wagen so zu pimpen, dass es schwierig wurde ihn zu treffen und zu schaden. Es hat eine Weile gedauert, bevor Marvin und Henrik herausfanden, dass Tim die Treffer so umleiten konnte, dass die beiden sich gegenseitig trafen. Ich find es cool, dass man sich verschieden Upgrades direkt herunterladen kann.

Schon am nächsten Morgen hiess es mal wieder Abschied nehmen. Wir brachten Tim noch zum Flughafen. Inzwischen hatte er hoffentlich einen nicht allzu anstrengenden Flug und ist wieder gut zu Hause angekommen.

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Liebe Grüsse an alle!

….noch ein kleines Ereignis…..

Mensch, eines hab‘ ich ja ganz vergessen, was ich aber gerne noch aufschreiben möchte, auch dass wir es nicht vergessen, wenn wir in ein oder zwei Jahren hier mal wieder reinschauen. Wie schon geschrieben hat Marvin zur Zeit Sommertrainingslager und muss jeden Morgen pünktlich um 7.00 Uhr zum Training auf dem Football Field der Falcons erscheinen. An dieser Stelle möchte ich mich ganz dolle bei Elmar bedanken, der treu und brav unseren Sohn jeden Morgen dahin fährt. 6.00 Uhr aufstehen ist im Moment echt nicht meine Zeit.

Am Freitag kam Tim auch mit um sich einmal Marvins Training anzuschauen. Tim hat auch ein paar Bilder geschossen, die ich nun hier verwende, vielen Dank dafür.

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…. aufwärmen und dehnen…..

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….. den Partner über die Linie ziehen. Hier hat Marvin gewonnen. Er konnte seinen Gegenspieler am weitesten in seinen Bereich bringen. Hier ist übrigens der erste weibliche Fitness Coach der Torrey Falcons mit im Bild. Die Gute ist wohl eine ganz, ganz harte Nuss laut unserem Sohn.

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….. Traktorreifen flippen…. dabei war er schnellster und hat sogar das Team vor ihm überholt.

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…… Metallplatten schleppen…. komische Dinge schieben….. Marvin hat übrigens die Nummer 74 – sein Geburtstag, nur umgedreht wie in USA üblich…..

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….. kurzer Plausch mit einem der Trainer….

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….. Papa in ’ner Telefonkonferenz …..

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…… Abschlusstraining……

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…… und nach drei Stunden ab nach Hause…..

Von kleinen Ereignissen……

Anfang dieser Woche gab es die Leistungsauszüge der Jungs von der High School per Mail, bei uns auch Zeugnis genannt. Anders als in Deutschland wird hier alles sehr detailliert in jedem einzelnen Fach aufgelistet, und man kann genau sehen, wie und warum sich Bewertungen zusammensetzen. Henrik hat durchweg „Bs“ – in den Tests immer „A“ und so gut wie keine Hausaufgaben gemacht, was hier deutlich in die Endnote einfliesst. Eigentlich schade, denn es hätten alles „As“ sein können. Bei Marvin ist es so ziemlich das Gleiche, nur dass er in Englisch ein „A“ hat und in Mathe ein „C“. Ach ja, Football ist natürlich auch ein „A“. Mit ab und zu mal Hausi machen würde es auch hier deutlich besser aussehen. Was soll’s, kommt ja auf nix an…..

Mittwoch Abend waren Elmar und ich mit Tim im Gaslampenquartier unterwegs. Eigentlich wollten wir in den Marble Room, ein Lokal mit Livemusik, Burgern und Bedienungen in knappen Korsagen. Wir waren letzten September schon mal hier. Uns gefiel es gut, und wir wollten eh mal wieder her. Wir verabredeten uns vor dem Marble Room. Dort angekommen mussten wir leider feststellen, dass es die alte Kneipe nicht mehr gab und stattdessen hier nun eine Spielhalle residierte. Mist! Schön wär’s gewesen. So assen wir halt woanders und liessen uns danach im „Field“, einem Irish Pub, bei Livemusik und Kilkenny nieder.

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Am Donnerstag Vormittag holte Elmar Tim vom Hotel ab. Wir liessen den Resttag chillig angehen.

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…… ein bisschen laufen und abends wurde gegrillt.

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Mit bestem Sommerwetter machten wir uns am Freitag startklar für den Strand. Tim wollte gerne mit Marvin surfen gehen. Henrik lieh im dafür sogar seinen Wetsuit. Das Reinkommen in selbigen war schon an sich lustig…..

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…. erstmal nur die Hälfte, der Rest kommt am Strand. Die Kniefalten müssen schon noch weg. Zieh‘ höher, noch höher!

Im Surferbereich von La Jolla gab’s erstmal ein paar Posen für den Blog…..

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…… Wassertemperatur testen….. passt ….. Brett nochmal neu wachsen ….. Stärkungskeks ….

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…. und dann komplett rein in die Pelle. Ja, das Teil ist eng 😉 , schieben, ziehen, aber mit Taktik sonst gibt’s ne Zwangsjacke 🙂 …..

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….. nochmal posen ….

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…. und ab in die Fluten……

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….. warten auf die perfekte Welle… mal mit reintreiben lassen und wieder rauspaddeln….

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…. strengt ganz schön an und macht trotzdem Spass!

Abends fuhren wir noch nach Carlsbad ins Outletcenter ein bisschen shoppen und was essen. Im Auto haben wir dann wohl Tim überrascht mit unserer Textsicherheit und unseren kräftigen Singstimmen bei modernen Country Songs, speziell Taylor Swift. Er konnte es, glaube ich, gar nicht fassen und hat sich stellenweise sogar die Ohren zugehalten, Banause! Wir hatten ja auf unseren langen Reisen schon mehr als genug Gelegenheit gemeinsam zu „singen“. Er war wohl nur neidisch 😉

Auf der Fahrt nach Hause präparierten wir uns noch für Mitternacht. Es gab ja noch etwas zum Anstossen und Feiern.

Endlich Sommerferien…..

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…..für Henrik. Marvin muss noch bis zum 19. Juli jeden Morgen um 6.00 Uhr aufstehen. Die Footballer trainieren durch.

Am Samstag holten wir Tim im Hotel ab. Er nimmt hier passenderweise an einem Kongress teil, und wir nutzen die Gelegenheit.

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Bei unserem üblichen Strandwetter hatten wir das Equipment natürlich schon im Auto und fuhren nach Coronado.

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Gemeinsam war alles schnell aufgebaut. Erstmal ein paar Bälle werfen…..

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Lange hielten die beiden jedoch nicht durch. Der Sand war dermassen heiss, dass man sich regelrecht die Fusssohlen verbrannt hat. Da braucht’s dringend eine Abkühlung.

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So ging es mit dem Boogie Board in die Fluten. Das Wasser war sogar ganz angenehm und es hat Spass gemacht, ein bisschen auf den Wellen zu gleiten.

Jamie hat sich mit anderen Hunden amüsiert und ist sogar mal weiter rein als bis zum Bauch. Als er jedoch mal kurzzeitig schwimmen musste, war es schon wieder vorbei. Wasser ist nicht wirklich sein Element.

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Es ist doch immer wieder verblüffend, was manche Leute ihren Vierbeinern antun.

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Als hätte es bei den Temperaturen ein Shirt gebraucht. Oder warum macht man sowas?

Lange blieben wir nicht mehr. Wir wollten ja noch in einen Pub und uns das Spiel England gegen Italien anschauen.

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Ich find’s ja ganz praktisch, dass unser Grosser immer schreit, er muss trainieren. So kann man ihm mit Begründung sein Training zu unterstützen mal eben unseren Strandkübel aufhalsen, und er kann sich kaum beschweren. Aber wie man sieht, hat ihn Jamie tatkräftig geholfen.

Über die Coronado Bridge ging es zurück nach Downtown……

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…..ein kurzer Boxenstopp bei uns zu Hause….. und ab in den Pub…..

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Gut, das Ergebnis für England war enttäuschend. Ich hätte es ihnen in dieser Partie echt gegönnt, aber es sollte halt nicht sein. Dafür konnten wir uns ausgiebig über einen kleinen Italiener neben uns amüsieren, der fast die ganze Zeit geschimpft und gestikuliert hat wie Pinocchio auf Speed. Den hätte ich gerne gefilmt, aber dann hätte er mich vielleicht gehauen und getreten, so war der drauf, ts ts ts.

Ansonsten verfolgen wir natürlich aufmerksam die WM, haben uns gigantisch für die Niederlande gefreut und noch mehr über unsere Nationalelf heute – ein geiles Spiel! Marvin hat es leider verpasst, denn bei uns lief es ab 9.00 Uhr morgens. Henrik hat sich schlappgelacht, als die Schlusswertung eingeblendet wurde – auf deutscher Seite die Tore und auf portugiesischer die Karten.

Tim ist noch bis Mittwoch mit seinem Kongress beschäftigt und ab Donnerstag richtig bei uns zu Gast. Auf diesem Wege liebe Grüsse an Birgit und family. Schade, dass es nicht geklappt hat. Wir denken an Euch.

Ein bisschen Football und Beach

Nun geht es straff auf die Ferien zu. Nur noch eine Woche und dann heisst es acht Wochen extended chilling für Henrik. Marvin hat noch bis zum 19. Juli täglich Training und dann drei Wochen frei, gut fast vier. In dieser Woche kommen für die Kids nochmal die Finals in der Schule – die letzten Abschlussarbeiten, in denen sie zeigen sollen, was sie gelernt haben. Dem Aufwand zu Hause nach zu urteilen würde ich sagen nichts, aber bisher ist es ganz gut gelaufen. Schlechte Noten gab’s eigentlich nur für nicht erbrachte Hausaufgaben, deren Notwendigkeit die Jungs nicht gesehen haben. Leider werden so aus den „A“s nun „B“s und ich glaube sogar auch mal ein“C“. Marvin und Henrik ist das egal. Für sie zählt hier der Spass. Eigentlich haben sie ja recht. In Deutschland wird nichts davon anerkannt, also wozu stressen.

Am Freitag waren alle Footballfamilien eingeladen beim Training zuzusehen. Nebenbei gab es ein BBQ mit Huhn oder Schwein. Während sich die Jungs beim Training in der Sonne anstrengen mussten, sassen wir schon beim Essen.

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Spannend war das Training nicht wirklich. Zwischenzeitlich liefen die Cheerleader vorbei. Das fand Henrik wesentlich interessanter.

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Über deren Training hat er sich regelrecht amüsiert. Eines der Mädchen war ständig so neben dem Takt, dass sich Henrik und Elmar vor Lachen fast gekugelt haben.
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Marvin musste einen Traktorreifen über eine bestimmte Distanz wuppen, einen Eisenschlitten schieben und so ein Zeug. Beim Spieltraining durfte die Defense allerdings nicht mitmachen. Die Armen standen bestimmt 45min nur in der Sonne rum. Momentan darf sich niemand verletzen, und die Defense ist dazu da, die Gegner umzuhauen. Pech!

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Ich bin schon auf das erste Spiel Mitte August gespannt. Wenn alles klappt, können Petra und Helmut mit den Jungs bei Marvins erstem Spiel dabei sein.

Am Samstag gab’s mal wieder einen Shoppingmarathon bei Elmar und mir. Wir waren sehr erfolgreich 😉 – sechs Jeans und zwei Hüte für 200$, nicht schlecht.

Heute, Sonntag, sind wir endlich mal wieder mit unserem kompletten Equipment zum Strand gefahren. Wir hatten tolles Sommerwetter, wenn auch nicht so heiss wie aktuell in Nuernberg. Jamie konnte wieder im Wasser mit anderen Hunden spielen. Marvin probierte seinen neuen Schnorchel aus. Henrik hat gelesen, und wir genossen einfach nur den warmen Sand, das Rauschen der Brandung und den Geruch nach Meer und Sonnencreme.

Ein letzter Tag in New Orleans

Die Stadt ist faszinierend. Überall gibt es etwas zu sehen. So oft wie hier wurde ich noch nie irgendwo anders angelächelt oder einfach so angesprochen. Ob im Aufzug, beim Anstehen in der Eisschlange oder auch nur auf der Strasse – schnell ist man im Gespräch. Der häufige Regen hat in gewisser Weise sogar gepasst und war gar nicht mal unangenehm. Gut, ich habe es auch noch nirgendwo erlebt, dass so viele Menschen schon am Vormittag mit Getränken in braunen Papiertüten unterwegs sind, was wiederum dieses „kein Alkohol in der Öffentlichkeit“ ad absurdum führt. Nun könnte man boshafter Weise annehmen, die Menschen sind hier gar nicht freundlich sondern einfach nur voll. Aber nee, war nicht so.

Unser Shuttle zum Flughafen würde uns am Nachmittag um 3.40 Uhr abholen. Uns blieb also noch etwas Zeit, um es nochmal auf dem St. Louis Cementery zu versuchen. Henrik blieb gleich auf dem Zimmer. Ihn interessierte das nicht wirklich. Zur Abwechslung schien mal die Sonne, so blieben die Schirme im Hotel. Böser Fehler! Mit dem Street Car fuhren wir die Canal Street hoch bis zum Sänger Theatre. Ab hier ging es zu Fuss weiter – aber nicht weit und die ersten Tropfen fielen. Bis zum nächsten Baum mussten wir sprinten. Für ein paar Minuten giesst es wie aus Kübeln. Dann ist es ebenso schnell wieder vorbei. Wir erreichen St. Louis halbwegs trocken.

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Schon beim Eingang wurden wir davon begrüsst. Na, mal schauen, ob wir historische Geister treffen.

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Manches war schon arg verfallen, soll wohl den Spukeindruck verstärken 😀 . Hier würden wir die Voodooqueen bestimmt nicht finden. Ich war absolut gespannt, wie ein Grabmal für so eine Person aussehen wird. Wir mussten sehr lange suchen…..

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….. is es nich….

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….. is es auch nich ….

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…. nö …

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…. interessant, aber auch nicht…..

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….. das muss ein ganz schlimmer Finger gewesen sein. Das ganze Mausoleum war mit „XXX“ beschmiert, was auch immer das bedeutet. Anscheinend soll man damit einen Wunsch erfüllt bekommen. Wer weiss…. Marie Laveau war’s jedenfalls nicht.

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Viele der Gräber waren zwischen 150 und 200 Jahren alt, hatten interessante Inschriften.

Als wir es schliesslich gefunden hatten, fand ich es nur enttäuschend. Wir wurden von unserem Reiseführer für eine simple Gedenktafel an einem Grab, das schon lange zu einer anderen Familie gehört, über sämtliche Friedhöfe in New Orleans gelotst. Und das soll nun toll sein:

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Warum wird darum in unserem Reiseführer nur so ein Gedöns gemacht?! Mal schauen, was die Gedenkstätte für Louis Armstrong sein soll.

Den fanden wir dann recht schnell.

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Gut, das war dann gleich mal ein „Sammeldenkmal“. Nun haben wir auch das gesehen. In der Nachbetrachtung interessant, wenn man mal einen so angelegten Friedhof sehen möchte. Wenn man speziell wegen dieser Ruhestätten herkommen will, kann man sich das schenken.

Auf dem Rückweg ins Hotel kamen wir noch an einer schönen Jesuitenkirche vorbei.

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Viele kunstvolle Elemente luden zum Betrachten ein, wunderschön, die Klimaanlage trieb uns wieder hinaus. Die war regelrecht arktisch eingestellt, brrr.

Wir holten unseren Jüngsten ab und gingen ein letztes Mal in eines der empfohlenen Lokale zum Essen. Unterwegs im Flieger bekommen wir nur winzige Tütchen mit Salzbrezeln für ganz grosses Geld. Muss nicht sein.

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Sind sie nicht süss? Henrik bekam sein Lätzchen noch von der Kellnerin umgebunden. Elmar musste selbst Hand anlegen. War auch besser beim Krabbenpulen 😀 . Als Vorspeise hatten wir Austern mit überbackener Kruste. Elmar und Henrik fanden sie lecker. Ich werde wohl kein richtiger Austernfan. Das „Jungsessen“ war jedenfalls eine ziemliche Sauerei.

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Jetzt war es langsam an der Zeit ins Hotel zurückzukehren. Bald kommt der Shuttle. Ein schneller Kaffee wird grad noch gehen.

Am Flughafen erwartete uns dann eine „schöne“ Überraschung. Unser Flug New Orleans – Dallas war mal eben gecancelt worden. Na, das ist doch mal lustig. Dallas – San Diego stand noch, war aber mit dem späteren Flug nicht zu schaffen. So wurden wir auch hier umgebucht. Scotty, bitte beamen….. Alles verschob sich um etwa drei Stunden, in denen wir blöd am Airport rumsitzen mussten. Es zog sich. Endlich sassen wir am Gate und warteten auf’s Boarding… und warteten ….. es dauerte ….. 10min drüber …. technische Probleme …. 20min drüber …..ursprünglich eine Stunde Umstiegszeit in Dallas schmolz dahin …. Leute, bitte, das ist die letzte Maschine nach San Diego heute!!!…. Endlich konnten wir einsteigen. Nun gib aber Gas, Junge!

Der Flughafen in Dallas ist auch noch mal so eine Sache. Zwischen den einzelnen Terminals dreht eine Bummelbahn ihre Runden, und wenn man Pech hat, kommt man am ersten an und muss vom letzten Terminal aus weiter. Das ist dann die absolute A-Karte!

Ganz so schlimm war es dann doch nicht. Wir mussten von A18 auf C21. Reicht aber auch schon! Kaum raus aus dem Flieger sind wir auch schon am Flitzen Richtung Bummelbahn. Nee, doch nicht. Henrik kann nicht rennen. Er muss mal….. SPÄTER!…. Nein, jetzt!….. Ich glaub‘ das jetzt nicht!…. Also warten….. Nachdem wir zu Hause sind, wisst Ihr, dass wir es geschafft haben. Aber was für eine Aufregung.

Marvin war zu Hause ein ganz Braver, alles tiptop. Obwohl die Meute am Wochenende komplett bei uns gewesen ist, gab es nichts zu beanstanden. Jamie hat’s auch überlebt und machte einen zufriedenen Eindruck, besonders dass nun alle wieder zu Hause waren.

The BIG EASY

Freitag, 30. Mai, mein Geburtstag. Heute werden Elmar, Henrik und ich fuer vier Tage nach New Orleans fliegen, mein Geburtstagsgeschenk. Ich freu‘ mich wie Bolle, hatte ich doch nicht damit gerechnet, in unserem Jahr hier in den Staaten diese Stadt zu sehen. Ist halt doch ’ne Ecke weg. Jamie wollten wir vor unserem Heimflug nach Deutschland nicht nochmal einen Flug zumuten und mit dem Auto dauert die Strecke eine Ewigkeit. Also hatte ich so getan, als ob mich New Orleans nicht wirklich interessiert. Ich kenne doch meinen Mann. Er würde es möglich machen, egal wie. Aber wie sollte das funktionieren? Hund, Schule, Zeit ….? Offensichtlich war ich nicht so gut in Tarnen und Täuschen, denn Elmar kam letzte Woche und hatte mal eben die Flüge gebucht, und ich sollte mich kurzerhand um das Hotel kümmern. Dazu drückte er mir noch einen Reiseführer über New Orleans in die Hand. Die Jungs hatte er auch schon für Freitag und Montag von der Schule befreit…. Von da ab hatte ich mal kurz Organisationsstress…., aber schönen. Wo wir absteigen würden, war relativ schnell klar, was wir alles machen würden – oh Gott, so viel. Eine Stadt voller Mythen, Geschichte und Craic, Party und Kultur, Architektur und Drama….. Na, dann mal los! Unser Flieger ging um 10.45 Uhr. Also auf zum Airport und erstmal frühstücken.

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Anflug auf Dallas/Texas, unserem Zwischenstopp….

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…. weiter zu unserem eigentlichen Ziel….

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…. der Mississippi von oben…..

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…. im Anflug auf New Orleans sieht man erstmal die Bayous, die Sümpfe ….

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…..bis wir dann endlich nach sechs Stunden Flug gelandet sind…..

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Mit einem Airportshuttle liessen wir uns zu unserem Hotel im Central Business District bringen.

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Wir erkundeten erst kurz unsere Unterkunft für das Wochenende, bevor wir drei die Stadt unsicher machen wollten. So landeten die Männer mal eben schnell im Pool auf dem Dach des Hotels mit Rundumblick.

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Ich muss mich korrigieren, wie man sehen kann. Elmar und Henrik landeten im 40 Grad warmen Whirlpool. Man glaubt es kaum. New Orleans ist an sich schon heiss (obere 30er) mit einer Luftfeuchtigkeit, dass einem das Shirt schon am Körper klebt, sobald man es nur in die Hand nimmt. Elmar probierte den Pool aus. Es war etwas frisch, ah ja.

So, nun mal auf ins French Quarter, dem wahren Zentrum und der Vergnügungsmeile der Stadt. Im Hotel hatte man uns einige Restaurants empfohlen. Wir waren natürlich aus auf typisch regionale Küche. Unser erster Versuch war das Bourbon House, eine Seafood & Oyster Bar.

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Unsere ersten Austern – interessant, gut….. Wir werden sicher noch andere Varianten probieren. Das war nur die Vorspeise. Die Hauptgänge waren rein kreolisch, scharf und lecker. Mit einem Umweg schlenderten wir aber für heute erstmal zurück in unser Hotel. Die Betten riefen.

Der nächste Morgen bescherte uns einen ungewohnten Anblick.

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Es goss in Strömen. Für New Orleans um diese Zeit nicht ungewöhnlich. Was hatten wir nicht? Schirme – na klar! Wer braucht in Kalifornien schon einen Regenschirm. So führte unser erster Weg in den nächstgelegenen Supermarkt.

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Hier erstanden wir nicht nur die dringend benötigten Schirme, sondern bekamen auch noch gratis ein Dixiekonzert. Die Truppe marschierte einfach so durch die Regalreihen. Die Kunden lachten und tanzten, und wir bekamen einen ersten Eindruck von The Big Easy und dem Geist der Stadt.

Versehen mit Wetterschutz waren wir nun wieder im Rennen und gingen erstmal Richtung Mississippi und Riverwalk.

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An vielen Häusern waren Tafeln angebracht, wer hier mal lebte oder was vor 200 Jahren hier stand.

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Das meiste sagte uns nichts, aber das hier fanden wir lustig.

Die Canalstreet ist Dreh- und Angelpunkt der Street Cars, der historischen Strassenbahnen, die das alte New Orleans in fünf Linien durchfahren. Wir kauften Tagestickets für 3$ pro Nase und schon waren wir viel mobiler. Einerseits konnten wir dem Regen entfliehen und uns andererseits einen grösseren Überblick verschaffen. (Ist ja der Hammer, mir ist gerade aufgefallen, dass ich nicht ein Foto von den roten Street Cars habe. Da hab‘ ich zwar 100 Fotos aus der Bahn raus gemacht, aber von den Bahnen selber nur die St. Charles fotografiert, Schande!!!)

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Mit vielen anderen nassen Leuten fuhren wir nun per Street Car weiter, schauten kurz auf den Fluss…

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….etwas trist…. und marschierten bald wieder Richtung French Quarter…..

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Hier fanden wir ein nettes kleines Bistro mit passablen Kaffee und lecker Croissants. Frisch gestärkt liefen wir weiter durch Seitenstrassen. New Orleans ist auch bekannt für die geschmiedeten Balkongeländer und Verzierungen. Bei dem Regen und der Luftfeuchtigkeit ist die Instandhaltung vermutlich ein Vollzeitjob 😉 .

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Der Regen machte schliesslich auch mal Pause, und schlagartig wurde es wieder richtig heiss. Nicht dass es vorher im Regen abgekühlt wäre, nee, der Regen selber hatte ja auch Badewannentemperatur, aber sobald die Sonne auch nur einen Millimeter durch die Wolken blinzelte, fingen die Fluten an zu verdampfen. Ruckzuck waren die Klamotten nass, davor konnte auch kein Schirm schützen. Doch wir sind ja anpassungsfähig. Inzwischen war es wurscht, wie wir aussahen, dass sich die Haare ringelten wie bei Medusa, dass man bespritzt war bis zum Allerwertesten, dass das ganze Shirt ein einziger Schwitzfleck war…. Hier sahen tagsüber alle so aus. Man trug auch Gummistiefel zum Minikleid. Nur Touristen hatten Sandalen und Socken an. Wir trugen Flipflops 😉

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Kein Wunder dass hier alles wuchert und blüht!

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Nun zog es uns weiter zur St. Louis Cathedral mit eindrucksvollen Deckengemälden und Buntglasfenstern. Beim Reingehen wurden wir jedoch von der Polizei aufgehalten. Im Moment kein Zutritt, geschlossene Veranstaltung. Und das war der Grund:

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Dann kommen wir halt später wieder. Wir haben ja Zeit…..

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…. weiter durch kleine Gassen, vorbei an kleinen Läden….. Henrik maulte inzwischen wegen dem „ewigen Gelatsche“ – er wollte später eigentlich auf’s Laufband. Das versteh‘ ich jetzt nicht 🙂 🙂

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….. so landeten wir irgendwann wieder am Mississippi ….

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….. überlegten kurz, ob wir eine Runde mitfahren ….. liessen die Natchez aber ziehen und entschieden uns für eine Route der Street Cars, die uns zu den historischen Friedhöfen bringen sollte. Damit sahen wir auch noch einiges vom weniger zentralen New Orleans.

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Südstaatencharme – so wohnt man hier, jedenfalls meistens. Nach einer relativ langen Fahrt kamen wir zu den grossen Cementeries. Hier sollte die Voodooqueen Marie Laveau liegen und ebenso ein Denkmal für Louis Armstrong sein….

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….. nur leider war hier nicht viel historisch. Das war einer der aktuellen, ganz normalen Friedhöfe. Die Toten werden in New Orleans nicht wie bei uns begraben. Dafür ist der Grundwasserspiegel zu hoch. Diese Mausoleen sind absolut üblich, auch sehenswert in ihrer Gestaltung, aber eben nicht, was wir gesucht hatten. Hätte ich mal genauer auf die Karte geschaut, wäre mir vielleicht aufgegangen, dass wir viel zu weit gefahren waren. Das fiel Elmar nach einem kurzen Blick sofort auf, alter Streber…. Es kam natürlich wieder zu Witzeleien über meinen rudimentären Orientierungssinn. Ich versteh‘ gar nicht, was das Gegackere soll. Irgendwas finde ich doch immer 😉

So ging es von hier aus erstmal wieder zurück ins Hotel. Die Friedhöfe schliessen hier schon sehr früh. Wir hätten keine Chance mehr auf den „richtigen“ zu kommen. Morgen ist auch noch ein Tag.

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Im Hotel gab’s erstmal eine Runde Pool und ’ne schnelle Dusche, bevor wir uns ins Nachtleben stürzen würden. Frisch abgebraust und in sauberen Klamotten nahmen wir die St. Charles und fuhren in Richtung Bourbon Street.

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Es war Samstag Abend. Die Vergnügungsmeile füllte sich zusehend mit Partywilligen, Touristen wie Einheimischen, Abgedrehten, Junggesellenabschieden, Kiffern, Dealern, Prostituierten, Musikern, Bekloppten und stinknormalen Langweilern, die zum Gucken gekommen sind ( 😉 ) . Ich versuchte so viel wie möglich auf Bildern festzuhalten. Elmar meinte, ich solle aufpassen, könnte mit dem ein oder anderen Schwierigkeiten bekommen. Aber hee, wenn man so rumläuft, will man doch auffallen. Ausserdem fotografiere ich ja immer nur die Häuser dahinter, gell, war er/sie/es halt grad im Weg.

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Der Prinzessin hatte mich jedenfalls sofort entdeckt und stand schon nach zwei Sekunden neben mir. Er nahm es aber lustig und wollte ein Foto mit Henrik machen.

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…. noch ein Popo- Bild für uns und weiter……

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Der Abend war noch jung, und wir hatten erstmal Hunger. Zum Glück hatten wir über unser Hotel einen Tisch bestellen lassen, sonst hätten wir echt Pech gehabt. Auch mit Reservierung mussten wir noch einige Minuten warten – in der Bar, haha, in die Henrik noch nicht reindarf, lustig.

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Es ging aber dann doch schnell, wir bekamen einen Tisch und der Service war superschnell. Wir hatten mal wieder etwas Einheimisches. Mein Lachs war absolut phantastisch. Henrik hatte ein kreolisches Hähnchen und Elmar einen speziellen Weissfisch, ebenfalls nach kreolischer Art.

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Gut, ich hätte es am Anfang fotografieren sollen. Da sah’s besser aus 🙂

Frisch gestärkt machten wir uns nun auf die Piste.

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Von den Balkonen warfen die Leute bunte Glitzerperlenketten herunter. Wir haben auch einige gefangen. Henrik wurde einige Male angerufen und sollte mit Ketten beworfen werden, aber er wollte nicht nach oben schauen. Eine hat Elmar gefangen, vier ich, Henrik wollte keine, Spassbremse.

In sämtlichen Lokalen war Livemusik, von Jazz (klar) über Dixie, Rock und Pop. Leider durfte Henrik nirgendwo hinein, da er noch keine 21 Jahre alt ist. So haben wir hier und da von aussen zugeschaut, Leute beobachtet, ein bisschen gelästert…. und Fotos gemacht.

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Die Leute auf der Strasse waren eh fast interessanter.

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Macht echt Spass hier, alle sind gut drauf. Man kommt ganz schnell ins Gespräch, nur leider nirgendwo rein 🙁

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…. und gingen allmählich ins Hotel zurück.

Am Sonntag wollten wir mal ein anderes Stadtviertel erkunden. Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem St. Charles Street Car in den Garden District, das Villenviertel, Ziel der historische Lafayette Cementery. Hier wurden unter anderem Szenen für Filme wie „Interview mit einem Vampir“ gedreht. Die Schirme hatten wir in weiser Voraussicht wieder dabei.

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Diese Strasse ist übrigens eine Paradestrasse an Mardi Gras, dem Karneval in New Orleans. Überall hängen noch die Ketten in den Bäumen.

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Irgendwo unterwegs in der St. Charles Avenue hätten wir wegen einer Baustelle auf einen Bus umsteigen sollen. Doch es regnete gerade nicht und so beschlossen wir durch Nebenstraßen zu laufen.

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Hier sah alles schon ein bisschen heruntergekommener aus, war aber noch okay. Mich fasziniert ja immer wieder, dass aus jeder noch so kleinen Mauerritze Pflanzen spriessen.

Doch bald sollte sich der Eindruck gewaltig ändern. Eigentlich ist es kaum vorstellbar, dass sich ein soziales Klientel und der Zustand eines Viertels nur mit dem Überqueren einer Strasse so extrem verschiebt, aber so war es.

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Hier leben tatsächlich Menschen. Teilweise sassen sie aussen auf Treppen und starrten uns an, manche mit Flasche oder Dose in der Hand, andere standen nur blöd in der Gegend herum, kifften oder stritten sich. Die Gehsteige waren völlig kaputt, teils fehlten Platten, andere standen schief wegen durchbrechender Baumwurzeln. Überall stapelte sich Müll, dazwischen immer wieder mal ein Dreirad oder sowas wie ein Bobby Car. Einfach unbeschreiblich! Die Extreme traute ich nicht zu fotografieren. Ich bin sicher, das wäre als Provokation aufgefasst worden. Wir machten einfach nur, dass wir wegkamen.

Schliesslich kamen wir am Lafayette Cementery an.

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Henriks Kommentar: „Und, sollen wir jetzt durchschwimmen?“ Nee, natürlich nicht. Es gibt ja noch einen anderen Eingang.

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Das Grabmal wurde für eine Feuerwehrkompanie errichtet.

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Dies soll das Grab von Lestat, dem Vampir, sein. Ist es laut Aufschrift aber nicht.

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Viele deutsche Immigranten schon aus dem 18. Jahrhundert wurden hier beigesetzt. Unzählige davon waren Opfer einer grossen Gelbfieberepidemie.

Wir fanden noch ein kleines Cafe in der Gegend, ein schneller Imbiss, dann wollten wir auch langsam wieder zurück in die sichere Zivilisation. Beim Warten auf das Street Car angelte Elmar noch ein bisschen – mit Erfolg, obwohl einige ganz schön hartnäckig waren.

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Nun wollten wir es nochmal bei der St. Louis Cathedral versuchen. Henrik hatte jedoch keinen Bock mehr und stieg beim Hotel aus. Wir zogen allein weiter.

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Diesmal hatten wir Erfolg und konnten die Kathedrale besichtigen.

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Das Wetter war ausnahmsweise mal schön, so dass wir weitergingen zum richtigen St. Louis Cementery. Der schloss allerdings sonntags schon um 12.00 Uhr. Was soll’s. Die Füsse hielten noch durch und wir suchten uns neue Nebenstraßen.

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Ein letzter Abend in New Orleans. Im Hotel hatten wir schon etwas gegessen. Hunger hatte niemand. Wir wollten nur noch ein bisschen bummeln.

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…. nochmal am Mississippi entlanggehen …..

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….. tanzenden Menschen auf der Strasse zusehen …..

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….. Motorräder bestaunen ….

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…. einen Beach Boys Verschnitt zuhören ….

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….. Freaks bestaunen….. und dann nicht schnell genug wegrennen können. Der letzte hat das durchaus als Einladung angesehen, mich umarmen zu wollen. Ich war aber wendig genug, dass er nur meine linke Schulter erwischt hat. Appetitlich ist anders, aber lustig war der schon.

Das war auch schon unser letzter Abend in BIG EASY. Gut, Sonntag Abend war deutlich weniger los als am Abend zuvor. Ist ja auch logisch. Morgen früh heisst es dann packen und vielleicht noch ein bisschen laufen.

DANKE

Bevor ich beginne, unsere Erlebnisse in New Orleans hier niederzuschreiben, möchte ich mich ganz herzlich fuer die Glückwünsche zu meinem Geburtstag bedanken, die Ihr sowohl hier als auch bei Facebook oder per Mail hinterlassen habt. Vielen Dank, ich hab mich riesig gefreut.

New Orleans war klasse! Ich werde jetzt nach und nach die Bilder sortieren und Euch über all die besonderen und absonderlichen Dinge berichten. Ich kann zunächst nur sagen, leider oder vielleicht auch zum Glück habe ich die Stadt nicht vor 20 Jahren kennengelernt, sonst wäre ich wahrscheinlich in der Dauerparty versumpft 😉

Koffer rein, Koffer raus

So, nun mach‘ ich mich mal wieder ans Packen. Wir waren ja schon lange nicht mehr unterwegs. Morgen fliegen Elmar, Henrik und ich übers Wochenende nach New Orleans. Marvin und Jamie bleiben zu Hause und machen Party. Ich hoffe, es klappt so gut wie beim letzten Mal. Marvin meint, er ist nun alt genug, um nicht mehr mit uns in den Urlaub zu fahren. Aber ich glaube, dieses Mal wäre er vielleicht doch gern dabei, obwohl er behauptet, wir würden ihm ständig das Wochenende versauen mit unseren Trips. Henrik wäre auch gern zu Hause geblieben, aber er ist halt noch nicht 16. Das ist unsere „magische“ Grenze, ab der man auch mal ein Wochenende allein bleiben kann.

Ich freue mich auf New Orleans, bin gespannt auf die Stadt und werde morgen hoffentlich in einem abgefahrenen Jazzclub feiern.