Am Samstag um 4.30 Uhr starteten wir in ein verlängertes Wochenende,wieder ausgestattet mit ausreichend leckerem Tagesproviant. Es ging nordwärts zu den Mammutbäumen. Unser Hotel hatte uns im Vorfeld noch die Wetterprognose für das kommende Wochenende zugemailt. Uns erwarteten kühle aber angenehme 73 Grad F, also ca. 23 Grad Celsius. Doch da hatte man sich wohl vertan. Wir erreichten Hot Springs um 9.30 Uhr bei 31 Grad. Daran sollte sich auch am gesamten Wochenende nichts ändern. Kühlere Temperaturen gab’s so auf 2500m bis 3000m über Null – und ich die dicken Fleecepullover dabei – super. Die lagen halt jetzt drei Tage im Koffer.
Unser erster Tag führte uns in den Sequoia National Forest. Hier sind auch Hunde gestattet, und es gibt ebenso wie im NP die grossen Sequoias, für die die Gegend bekannt ist.
Zuerst machten wir uns mit gefühlten 50 anderen auf den Trail der 100 Giants. Der Weg war regelrecht abgesteckt, führte an den einzelnen mit Namen bedachten Riesen vorbei, und wir mussten bei manchem Foto warten, bis Fremde aus dem Bild waren.
Das war so gar nicht nach unserem Geschmack……
…..liess sich aber vor Ort nicht ändern. Es war verlängertes Wochenende, und so wie wir nutzten viele andere Familien und dazu die Touristen die Gelegenheit für einen Ausflug hierher. So liessen wir uns treiben, denn die Sequoias waren jeder Einzelne für sich absolut beeindruckend. Jedoch beschlossen wir, uns sobald wie möglich mit einer ordentlichen Wanderkarte zu versorgen, so dass wir auf eigene Faust Touren machen konnten.
Auf den Bildern kann man kaum die Dimensionen dieser Riesen erfassen. Vielleicht machen die folgenden Aufnahmen diese etwas deutlicher.
….. noch ein paar mehr Eindrücke ……
….. eine weitere Klettertour……
Henriks neueste Pose ist die „Angela-Merkel-Gedächtnis-Pose“. Er sagt, er übt schon mal, wenn er in 10 Jahren Deutschland übernimmt und Merkel ablöst. Das sind doch mal hehre Ziele!
Nachdem wir den Jungs eine Weile beim Rumalbern zugesehen hatten, zogen wir weiter.
Das war er also, der Weg der 100 Giganten….
Was nun? Wie schon gesagt brauchten wir dringend eine Wanderkarte. Ich hatte es schon in Buchläden und Sportgeschäften zu Hause probiert, ohne Erfolg. Meine Vermutung war, das die Parks und umliegenden Orte Karten ausschliesslich selber verkaufen. So fuhren wir erstmal in Richtung Springville, wo es ein Tourist Center gab. Hier würden wir mit Sicherheit fündig.
Hm, so oder ähnlich, wir kauften die einzige verfügbare Karte, auf der sowohl Kings und Sequoia NP als auch ein Stück vom Sequoia National Forest drauf waren. Die Detailgenauigkeit war dementsprechend. Mist! Laut Verkäuferin sollten hier so ziemlich alle Trailheads / Wanderwege verzeichnet sein. Vergiss es! Aber wenigstens hatten wir grobe Richtungen und Koordinaten – nur keine Wanderwege. Das Gelände selber ist riesig. Eigentlich bräuchte man separate Karten fuer die einzelnen Areale und die nochmals unterteilt. Doch wir haben ja einen Elmar, den alten Trapper. Mit seiner Spürnase und Orientierungssinn finden wir ja immer alles. So landeten wir schliesslich doch noch an einem wunderschönen Fleck, wo wir den Spätnachmittag verbrachten.
Hier machte sich einer von uns nackig und sprang mit dem Hund in die Fluten.
















Henrik war auch mit im Wasser, wollte aber keine Fotos und hat tierisch auf den Paparazzo am Ufer geschimpft. War aber nicht böse gemeint, seine übliche trockene Art, doch sein Wunsch war deutlich. Also gibt’s keine Bilder von Henrik im Wasser.
Nachdem sich unsere drei Jungspunde abgekühlt hatten – es herrschten 35 Grad -, machten wir uns wieder an den Aufstieg zum Auto über 138 Stufen und einen steilen Weg.
Nun war es langsam an der Zeit unser Hotel zu beziehen. Bis dahin hatten wir noch eine ziemliche Strecke zu bewältigen. Wir waren mit unserer Buchung spät dran, so dass wir sehr weit weg vom Schuss waren. Dieses Memorial Day Weekend wir von vielen fuer Ausflüge wie den unseren genutzt, und so sind die Hotels schon lange im Voraus ausgebucht. Ausserdem ist hier schon Saison, obwohl die Sommerferien erst in drei Wochen beginnen. Nach 1,5 Stunden erreichten wir Tulare. Unsere Zimmer lagen direkt nebeneinander und hatten praktischerweise eine Verbindungstuer. Das vereinfacht das Wecken unserer Murmeltiere in der Früh ungemein. Nach einer Runde duschen gingen wir auf Empfehlung des Rezeptionisten in das gegenüberliegende Steakhaus zum Abendessen. Der Tipp war Spitze, es war absolut lecker und so reichlich, dass die Hälfte gereicht hätte. Und was machen Kinder mit zuviel Essen? Spielen! Wir sassen zum Glueck etwas separat, so dass es mir wurscht war, wie die Kinder sich benehmen. War ganz lustig.
Henrik hat mit Marvin gewettet, dass er es schafft ohne Hände seinen Salat zu essen. War das eine Sauerei! Die Jungs hatten ihren Spass und Henrik die Wette gewonnen.
Wieder im Hotel war der erste Tag schon beendet. Gegen 22.00 Uhr lagen alle im Bett. Wir waren absolut platt. Schliesslich hatte unser Tag ja auch schon zeitig begonnen.


























































Memorial Weekend ist vielleicht wirklich nicht das beste Wochenende fuer einen Wochenendtrip. Auf der anderen Seite, wen interessieren all die anderen Besucher, wenn man selber die Giants zu sehen bekommt? Ich finde die Baeume einfach nur beeindruckend und waer gern mit Euch mit gefahren. Allein schon die Wegzerrung ist sehr verfuehrerisch!
LG aus OC California
Tanja
P.S. Weekend 06/07 is not working for us. Different propsal?
Die mach ich gern fuer Dich, auch nur fuer den Strand, WE war genial…
LG Marion