Ein letzter Tag in New Orleans

Die Stadt ist faszinierend. Überall gibt es etwas zu sehen. So oft wie hier wurde ich noch nie irgendwo anders angelächelt oder einfach so angesprochen. Ob im Aufzug, beim Anstehen in der Eisschlange oder auch nur auf der Strasse – schnell ist man im Gespräch. Der häufige Regen hat in gewisser Weise sogar gepasst und war gar nicht mal unangenehm. Gut, ich habe es auch noch nirgendwo erlebt, dass so viele Menschen schon am Vormittag mit Getränken in braunen Papiertüten unterwegs sind, was wiederum dieses „kein Alkohol in der Öffentlichkeit“ ad absurdum führt. Nun könnte man boshafter Weise annehmen, die Menschen sind hier gar nicht freundlich sondern einfach nur voll. Aber nee, war nicht so.

Unser Shuttle zum Flughafen würde uns am Nachmittag um 3.40 Uhr abholen. Uns blieb also noch etwas Zeit, um es nochmal auf dem St. Louis Cementery zu versuchen. Henrik blieb gleich auf dem Zimmer. Ihn interessierte das nicht wirklich. Zur Abwechslung schien mal die Sonne, so blieben die Schirme im Hotel. Böser Fehler! Mit dem Street Car fuhren wir die Canal Street hoch bis zum Sänger Theatre. Ab hier ging es zu Fuss weiter – aber nicht weit und die ersten Tropfen fielen. Bis zum nächsten Baum mussten wir sprinten. Für ein paar Minuten giesst es wie aus Kübeln. Dann ist es ebenso schnell wieder vorbei. Wir erreichen St. Louis halbwegs trocken.

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Schon beim Eingang wurden wir davon begrüsst. Na, mal schauen, ob wir historische Geister treffen.

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Manches war schon arg verfallen, soll wohl den Spukeindruck verstärken 😀 . Hier würden wir die Voodooqueen bestimmt nicht finden. Ich war absolut gespannt, wie ein Grabmal für so eine Person aussehen wird. Wir mussten sehr lange suchen…..

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….. is es nich….

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….. is es auch nich ….

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…. nö …

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…. interessant, aber auch nicht…..

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….. das muss ein ganz schlimmer Finger gewesen sein. Das ganze Mausoleum war mit „XXX“ beschmiert, was auch immer das bedeutet. Anscheinend soll man damit einen Wunsch erfüllt bekommen. Wer weiss…. Marie Laveau war’s jedenfalls nicht.

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Viele der Gräber waren zwischen 150 und 200 Jahren alt, hatten interessante Inschriften.

Als wir es schliesslich gefunden hatten, fand ich es nur enttäuschend. Wir wurden von unserem Reiseführer für eine simple Gedenktafel an einem Grab, das schon lange zu einer anderen Familie gehört, über sämtliche Friedhöfe in New Orleans gelotst. Und das soll nun toll sein:

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Warum wird darum in unserem Reiseführer nur so ein Gedöns gemacht?! Mal schauen, was die Gedenkstätte für Louis Armstrong sein soll.

Den fanden wir dann recht schnell.

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Gut, das war dann gleich mal ein „Sammeldenkmal“. Nun haben wir auch das gesehen. In der Nachbetrachtung interessant, wenn man mal einen so angelegten Friedhof sehen möchte. Wenn man speziell wegen dieser Ruhestätten herkommen will, kann man sich das schenken.

Auf dem Rückweg ins Hotel kamen wir noch an einer schönen Jesuitenkirche vorbei.

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Viele kunstvolle Elemente luden zum Betrachten ein, wunderschön, die Klimaanlage trieb uns wieder hinaus. Die war regelrecht arktisch eingestellt, brrr.

Wir holten unseren Jüngsten ab und gingen ein letztes Mal in eines der empfohlenen Lokale zum Essen. Unterwegs im Flieger bekommen wir nur winzige Tütchen mit Salzbrezeln für ganz grosses Geld. Muss nicht sein.

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Sind sie nicht süss? Henrik bekam sein Lätzchen noch von der Kellnerin umgebunden. Elmar musste selbst Hand anlegen. War auch besser beim Krabbenpulen 😀 . Als Vorspeise hatten wir Austern mit überbackener Kruste. Elmar und Henrik fanden sie lecker. Ich werde wohl kein richtiger Austernfan. Das „Jungsessen“ war jedenfalls eine ziemliche Sauerei.

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Jetzt war es langsam an der Zeit ins Hotel zurückzukehren. Bald kommt der Shuttle. Ein schneller Kaffee wird grad noch gehen.

Am Flughafen erwartete uns dann eine „schöne“ Überraschung. Unser Flug New Orleans – Dallas war mal eben gecancelt worden. Na, das ist doch mal lustig. Dallas – San Diego stand noch, war aber mit dem späteren Flug nicht zu schaffen. So wurden wir auch hier umgebucht. Scotty, bitte beamen….. Alles verschob sich um etwa drei Stunden, in denen wir blöd am Airport rumsitzen mussten. Es zog sich. Endlich sassen wir am Gate und warteten auf’s Boarding… und warteten ….. es dauerte ….. 10min drüber …. technische Probleme …. 20min drüber …..ursprünglich eine Stunde Umstiegszeit in Dallas schmolz dahin …. Leute, bitte, das ist die letzte Maschine nach San Diego heute!!!…. Endlich konnten wir einsteigen. Nun gib aber Gas, Junge!

Der Flughafen in Dallas ist auch noch mal so eine Sache. Zwischen den einzelnen Terminals dreht eine Bummelbahn ihre Runden, und wenn man Pech hat, kommt man am ersten an und muss vom letzten Terminal aus weiter. Das ist dann die absolute A-Karte!

Ganz so schlimm war es dann doch nicht. Wir mussten von A18 auf C21. Reicht aber auch schon! Kaum raus aus dem Flieger sind wir auch schon am Flitzen Richtung Bummelbahn. Nee, doch nicht. Henrik kann nicht rennen. Er muss mal….. SPÄTER!…. Nein, jetzt!….. Ich glaub‘ das jetzt nicht!…. Also warten….. Nachdem wir zu Hause sind, wisst Ihr, dass wir es geschafft haben. Aber was für eine Aufregung.

Marvin war zu Hause ein ganz Braver, alles tiptop. Obwohl die Meute am Wochenende komplett bei uns gewesen ist, gab es nichts zu beanstanden. Jamie hat’s auch überlebt und machte einen zufriedenen Eindruck, besonders dass nun alle wieder zu Hause waren.


Kommentare

Ein letzter Tag in New Orleans — 1 Kommentar

  1. Irgendwie haben wir leider den Kommentar von Heidi verloren.
    Aber hier kommt er noch mal:

    Ich will auch nach New Orleans!! Ob mit Regen oder ohne, egal! Scheint echt cool zu sein…
    Zwecks Flughafen Aufregung, Umsteigen: kann ich echt Paris Charles-de-Gaulle empfehlen. Da haben wir erst im Februar unser Überseeflugzeug verpasst, wegen Terminal, Rundbus, etc. Haben aber Entschädigung dafür bekommen, hihi, von daher war´s im Nachhinein nicht so schlimm.
    Liebe Grüße an euch alle, genießt eure Zeit!

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