Es wird Frühling

So lass ich mir das gefallen. Heute Morgen um 9.00 Uhr zeigte das Thermometer bereits 22 Grad. Bei uns schaut es grad so aus:

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Die Jungs wollen heute Nachmittag zum Strand mit Freunden zum Surfen. Deshalb heisst es jetzt schon packen. Wir haben wieder verlängertes Wochenende und wollen morgen gleich in der Früh nach San Francisco. Dort soll es so um die 5 Grad kälter sein, aber zum Glück nicht so schlimm wie an der Ostküste. Da hat’s auf unserer Höhe etwa einen Meter Schnee. Hoffen wir, dass der nicht allzu lange hält, sonst könnten unsere ersten Gäste nächste Woche tatsächlich in New York hängen bleiben.

The Fog

Heute scheint zum Glück wieder die Sonne. Die letzten Tage hätten so auch zu Hause sein können. Das war zum Beispiel der Schulweg morgens:

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Mittags kam dann doch kurz die Sonne zum Vorschein. Ich wollte eigentlich eine grosse Runde mit Jamie gehen, aber da kam schon wieder der Dunst vom Pazifik rüber.

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Das vorletzte Bild ist von einer Stelle aus aufgenommen, von der man eigentlich das Meer sehen kann. Gut, ist auch bei Sonnenschein noch eine ganze Ecke weiter, aber hier sieht man ja nicht mal mehr die Häuser davor. Irgendwie legt sich das schon etwas auf’s Gemüt. So blieb es nur bei einer kleinen Runde.

Hab‘ mal ein paar Bilder vom „Schulweg“ nachmittags gemacht.

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Als erstes kommt meistens Marvin. Dann warten wir…..

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….bis auch Henrik enthusiastisch wie immer daher gesprungen kommt.

Beim Warten gibt es so manches Amüsantes zu beobachten.

Pinkes Auto

Da ist man doch wieder froh, dass man als Teenie nicht mit eigenem Auto kommen muss. Nachdem hier um die Schulen die Polizeiautodichte relativ hoch ist, sollte man sich bei dieser Problematik auch nicht vom Fahrtwind helfen lassen. Für dieses Kunstwerk – ich find’s klasse – haben zwei Mädels das letzte Drittel ihres Schultages geschwänzt. Nette Idee.

Winter?

Menschenskinder, ist das kalt. Wir haben stolze 10 Grad und es REGNET, aber wie! Schon den ganzen Nachmittag! Da hatte ich aber etwas anderes von Südkalifornien gehört. Nicht mal der Hund will raus. Allerdings macht der Regen die Strassen zur Rodelbahn. Der ewige Staub wird regelrecht zu Kleister. Henrik hat den Nachmittag freiwillig für Hausaufgaben und Lernen genutzt. Es geschehen noch Zeichen und Wunder!

Superbowl

Dieses Wochenende steht ganz im Zeichen des Superbowls. Gerade läuft das Spiel – die Denver Broncos gegen die Seattle Seahawks – und es ist ein Desaster für die Broncos. Die beiden besten Mannschaften der USA! Vergleichbar mit dem Endspiel der EM! Und es sieht aus, als spiele Greuther Fürth gegen den FC Barcelona. Der Höhepunkt bisher war zu Beginn der 2. Halbzeit, als die Seahawks einen Kick Return der Gegner direkt in einen Touchdown umgewandelt haben. Im Moment steht es 29:0 für die Seahawks. Die Broncos kommen nicht von der Stelle.

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Die Halbzeit- Show war echt sehenswert. Da geht richtig die Post ab, diesmal mir Bruno Mars und den Red Hot Chilli Peppers.

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So, der Käse ist gegessen, der Drops gelutscht, die Broncos dürfen weinen gehen. Das war ja mal ’ne Klatsche. Endstand 43:8… immerhin haben sie einen Touchdown machen können. Ansonsten eine unterirdische Leistung! Die Seahawks feiern zu RECHT, obwohl ich ihnen das nicht gegönnt habe. Die haben einen Spieler, den ich absolut nicht packe, so ein unterbelichteter arroganter … Am Ende des Spiels lief er allerdings mit Krücken, muss wohl sein schlechtes Karma sein. Für den Rest der Mannschaft: tolles Spiel, Gratulation!

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Bin mal gespannt, ob das Zeichen der Seahawks ein Omen für die kommende High School Footballsaison ist. Die Falcons von Torrey Pines sehen ähnlich aus 😉 .

Gerade kam über die Nachrichten eine Sturmwarnung für die kommenden Stunden. Bin mal gespannt, bis jetzt merken wir hier absolut nichts.

Kontrastprogramm III. – Ghost Town

Habt Ihr wirklich gedacht, das war schon alles? NEIN! Elmar hat immer noch eine Überraschung im Ärmel.

Auf unserem Weg nach Hause machten wir mal wieder in einem winzig kleinen Ort Station, um zu Mittag zu essen. Von der Strasse aus hatten wir ein Schild mit „Peggy Sue’s Diner“ gesehen. Allerdings war das mal wieder eine der Kaschemmen, in die man nicht wirklich hinein möchte. Die Konkurrenz mit Namen Rose auf der Strassenseite gegenüber sprach uns genauso wenig an. Aber zum Glück – oder wie man’s nimmt – gibt es ja „genormte“ Fastfoodketten. Die Qualität ist immer gleichbleibend und der Geschmack sorgt in keine Richtung für echte Überraschungen. Diesmal erwischten wir Jack in the Box, das Übliche mit einigen Alternativen zu Burger und Pommes. Nachdem alle versorgt waren, wollten wir schon weiter. Elmar sah sich die Karte nochmal genauer an. „Du, wir sind hier ganz in der Nähe von Calico. Wollen wir uns das gleich anschauen? Dann brauchen wir nicht nochmal extra fahren.“  – Was für’n Ding? Was ist das? Elmar hatte irgendwo darüber gelesen. Der Tag war noch jung, das Wetter genial (blauer Himmel bei 28 Grad) und wir hatten Zeit. Auf geht’s.

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Bei Calico handelt es sich um eine Ansiedlung um eine Silbermine vom Ende des 19. Jahrhunderts. Die letzte Einwohnerin starb 1967. Seit dieser Zeit wird dieser Ort als Freilandmuseum betrieben. So stellt man sich eine Westernstadt vor.

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Neben verschiedenen Souvenirläden gab es alles, was man aus den Western kennt.

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Im Saloon arbeitete ein Urgestein mit weissen zotteligen Haaren und ohne Zähne. Der sah aus, als hätte es ihn schon vor mindestens 70 Jahren an genau der gleichen Stelle gegeben.

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Die Apotheke – hier wurden allerdings nur bestellt, was aktuell gebraucht wurde, nach Lieferung gleich verarbeitet und abgegeben. Vorratshaltung war hier nicht möglich.

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Friseur und Zahnarzt war in der Regel eine Person.

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Die Feuerwehr hatte hier bestimmt eine Menge zu tun.

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Der Sheriff darf natürlich nicht fehlen.

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Hier wurden bis zu 10 Kinder unterrichtet.

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Die Silbermine…..

…..und andere Eindrücke

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Das passt doch, oder?

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Anders als zunächst gedacht hat es sich wirklich gelohnt hier herauf zu fahren. Man konnte sich richtig vorstellen, wie es mal gewesen war.

Der Brüller war jedoch einer der Souvenirshops. Es gab Haifischzähne (alle gleich geformt, nur unterschiedliche Grössen), Fischfossilien in gleicher Form und verschiedenen Grössen oder auch Scheiben von Dinosaurierknochen – eimerweise. Drunter standen sogar die Fundorte. Spannend, der eine Ort war dann wohl der Haifischzahnarzt.

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So hatten wir an diesem Wochenende von allem etwas. Wenn das mal nicht Amerikakonzentrat ist.

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…..und jetzt auf nach Hause……

Kontrastprogramm II. – Viva Las Vegas

Nach gut fünf Stunden Autofahrt von Arizona nach Nevada kamen wir gegen 18.00 Uhr in der Hauptstadt des Glücksspiels und der Elvisimitatoren an.

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Elmar drehte extra für uns eine Sonderrunde über den Strip, um uns einen ersten Überblick zu verschaffen. Im Gegensatz zu den letzten beiden Tagen war das jetzt fast ein Kulturschock. Bunte Lichter, Stau, Menschen, Musik – gestern noch Stille, Sternenhimmel und kaum eine Strassenlaterne. Es ging vorbei an riesigen Hotels, eines am anderen. Kaum zu glauben, dass die alle voll werden. Schliesslich kamen wir bei unserem Hotel, dem Caesar’s Palace, an.

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Jamie war ziemlich von der Rolle, ist ja auch kein Wunder bei dem ganzen Trubel. Am Eingang kam ein Auto nach dem anderen an, das ganze in drei  Reihen. Kaum ausgestiegen übernahm einer das Auto und einer die Koffer, und wir bekamen nur einen kleinen Zettel in die Hand. Ab zur Tür. Nächstes Auto….

Alles lief wie geschmiert. Obwohl ein Riesenandrang herrschte, klappte alles zügig und reibungslos. Auch innen am Check in kamen wir sofort dran. Das Einzige, was mich regelrecht umgehauen hat, war der Übernachtungspreis für Jamie – 75$. Für uns vier kostete es lediglich 150$ – zusammen wohlgemerkt. Der bekommt bestimmt ein Himmelwasserluxusbett!

Jamie checkt ein:
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Unser Zimmer

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Schnell noch den Hund gefüttert, und dann ging es für uns auf die Piste. Elmar lud uns zunächst zum Essen ins Gilley’s ein. Schon der Weg dorthin war ein Erlebnis.

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…und da waren wir auch schon….

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Steffen, gleich neben Treasure Island, links neben dem Schiff ist der Eingang.

Wir haben hervorragend gegessen. Der Service war spitzenklasse. Die Preise sind sogar wesentlich günstiger als in Tusayan. Anschließend haben wir unsere Jungs noch auf einen Schwof in die dazugehörige hintere Bar eingeladen. Sehenswert!

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…. mit Bullenreiten und Squaredance….. und die Bedienungen laufen tatsächlich in Lederbikini und Chaps umher. Hier ein Beweisfoto:

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Das Glas spiegelt leider, aber ich habe mich nicht getraut, einfach ganz frech so eine Dame direkt zu fotografieren.

Wer von Euch nach Las Vegas kommt, sollte diese Kneipe/ Bar / Saloon auf keinen Fall verpassen.

 

 

 



Leider hatten wir nur den einen Abend in Las Vegas und es gab noch so viel zu sehen. Also weiter… kleiner Abstecher ins Hotel…. Jamie hatte geschlafen…. und wieder rein ins Getümmel. Ein Highlight ist mit Sicherheit das Hotel Venetian

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Alles, was hier zu sehen ist, befindet sich innen. Man läuft wie durch das echte Venedig – und in Wirklichkeit ist es draußen Nacht.

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In jedem Hotel befinden sich in der Lobby riesige Spielkasinos – Karten, Roulette, Automaten…. Es ist sogar gestattet innen zu rauchen, nur um das Spiel nicht zu unterbrechen. Manche Leute sind alles andere als chic. Die sitzen im alten Jogginganzug vor ihren Automaten und spielen, spielen, spielen. Henrik war ziemlich entsetzt, wie man soviel Geld verspielen kann. Wir haben im Übrigen nicht gespielt. Mir täte es ernsthaft um’s Geld leid.

Aber wieder raus und weiter….

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New York wollten wir auch unbedingt sehen. Da kommen Erinnerungen….

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….bis nach Mitternacht haben wir uns treiben lassen. Man sieht hier alles von chic bis schlampig, Reichtum und Armut, Feierfreudige und ganz armselige Gestalten.

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Mal schauen, wie die Stadt im Tageslicht ausschaut. Jetzt waren wir erstmal k.o.

Die Jungs haben sich schon mal zu Jamie gesellt. Elmar und ich nahmen noch einen Absacker an der Hotelbar.

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Guten Morgen, aufgewacht, Starbucks hat Frühstück gemacht.

Mit Jamie ging es erstmal abwärts in den hoteleigenen „Hundegarten“.

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….fertig…. wieder hoch….

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Die Jungs machen sich fertig für den Tag.

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Dann geht es auch schon wieder los…. Las Vegas bei Tageslicht….

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Bei Wolken und kühlen 18 Grad ging es wieder in Richtung Kalifornien.

Kontrastprogramm I. – Grand Canyon

Gewaltig! Grossartig! Gigantisch! Einfach geil!

Unser verlängertes Wochenende war schlichtweg der Hammer! Am Samstag Vormittag ging es los. Unser erstes Ziel war Tusayan in Arizona am Grand Canyon. Wir hatten eine achtstündige Autofahrt vor uns, mit Pausen vielleicht neun oder zehn. Also Koffer und Kühltasche (neu, zum Ziehen mit Rädern 😉 ) gepackt und los geht’s. Vor uns lagen etwa 550 Meilen.

Sobald man etwa eine Stunde von der Küste landeinwärts gefahren ist, hat man die Zivilisation komplett hinter sich gelassen. Bis San Bernardino ging es landschaftlich abwechslungsreich bergauf. Danach folgte eine Ewigkeit durch die Mojave-Wüste immer mal wieder ein Stück auf der legendären Route 66 zwischen Barstow und Needles.

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Hier überquerten wir den Colorado River, die Grenze zu Arizona.

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Kurz die Beine vertreten und weiter….
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Weiter ging es in Richtung Williams und dort endlich nördlich unserem Ziel entgegen. Es wurde dunkel.

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Wir erreichten Tusayan und unser Hotel gegen 9 Uhr abends.

Tusayan ist ein winziges Örtchen bestehend aus einigen Hotels, Restaurants, ’nen Supermarkt und einer Tanke – sonst nix. Da wir ausserhalb der eigentlichen Saison hier waren, herrschte ziemliche Stille. Schnell eingecheckt und ab auf die Suche nach einem warmen Abendessen. Haha! Soweit, so gut oder auch nicht. Das Restaurant in unserem Hotel hatte schon geschlossen. Gut, über der Strasse gab es ein Steakhouse. Auf geht’s. Open bis 9pm. Überraschung! Gerettet hat uns letztlich McDonalds. Die hatten bis 22.00Uhr offen. Es war 21.50 Uhr und so konnten wir wenigstens noch etwas mitnehmen. Bepackt mit unsrem Abendessen und einer Handtasche voller Ketchuptütchen, die mir die Jungs reingeworfen hatten – ich hatte nur vier Stück genommen – ging es wieder ins Hotel. Unser Hotel selber hatte eher Motelcharakter, war recht abgewohnt und dunkel, aber wir wollten hier auch nur schlafen.

Der Sonntag brach an mit strahlend blauem Himmel und frostigen ca. 0 Grad. Sch…., war das kalt! Schnell gefrühstückt und gleich auf in Richtung Grand Canyon. Der Parkeingang war nach 5min erreicht. Wir bezahlten unsere 25$, bekamen eine Karte und etwas Infomaterial und steuerten einen Parkplatz an.

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Unsere Tour startete am Mather Point und sollte uns zuerst nach links zu Hermits Rest führen. Es lagen Luftlinie 10 Meilen vor uns, aber erstmal runtergucken…..mein erster Eindruck – MEIN GOTT!!!! – hat mich fast umgehauen. Ich weiss nicht, ob mich jemals etwas so stark beeindruckt hat. Zum Glück haben wir ungefähr 600 Fotos gemacht, denn es würde mir echt schwerfallen, das alles in Worte zu fassen. Einige Fotos hab‘ ich weggelassen 😉 . Wenn es Euch zu viele werden – einfach weiter scrollen….

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Den ersten Abschnitt zum Yavapai Point sind wir gelaufen. Eine Strecke von etwas über einer Meile, aber wir haben schnell gemerkt, dass wir so nicht weit kommen werden. Also beschlossen wir, mit dem Auto auf amerikanische Weise die einzelnen View Spots anzufahren und mal hier und da auf europäische Weise ein Stück zu laufen. Ihr dürft Euch nun „einige“ Bilder anschauen.

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Nachdem ich eine Weile die Weite bestaunt hatte, schaute ich in die Tiefe. Ups! Da sind zwar größtenteils Geländer, doch die sind blöderweise ganz vorne dran. Danach geht es steil in die TIEFE, und wie tief – stellenweise sogar bis 1100m. Nicht wirklich was für mich, aber absolut beeindruckend.

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Mein Sohn hat einen Knall!!! Ich denke, wenn Ihr Euch die Bilder anseht, wisst Ihr was ich meine. Mir war stellenweise so schlecht, dass ich gehen musste. Und Elmar hat den Scheiss auch noch mitgemacht, aber dem macht die Höhe auch nichts aus.

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….so ging es runter. Mir konnte in der Hinsicht jeder Adrenalinkick gestohlen bleiben.

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So sieht es also von weiter hinten aus….. und weiter über Maricopa zum Hopi Point….

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….weiter zum Hermit’s Rest…..

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….mal abheben….

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Der Nachmittag ging zur Neige. Sonnenuntergang über dem Grand Canyon muss gewaltig sein. Ich hatte mir schon einen Punkt ausgesucht, von dem aus man einen grandiosen Blick haben sollte. Moran Point.

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Nur leider zog der Himmel etwas zu und es wurde wieder kälter. Die Jungs und der Hund schliefen inzwischen schon im Auto.

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Man konnte richtig sehen, wie die Luft kälter wurde.

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Das mit dem Sonnenuntergang wurde nichts mehr. Es wurde einfach nur dunkel. Also fuhren wir zurück ins Hotel. Heute sollte es nicht schon wieder das Gasthaus zum goldenen M werden. Probieren wir es also eher beim Steakhaus. Ein schneller Blick auf die Karte – woho – 30$ im Schnitt… Blick nach innen…. ne, danke! Für 30$ kauf ich auch Ambiente und das war nix, nicht mal Tischdecken, verlotterte Bedienung, dunkel, schmuddelig…. also essen wir mexikanisch…. was auch ein Griff ins WC war. Zum Glück blieben wir nicht länger in diesem Kaff. Alles ist hier superteuer und qualitativ nicht vorhanden. Schon klar, wenn es dunkel wird, können die Touristen nicht mehr wirklich weg. Hier ist meilenweit im Umkreis nichts.

Der nächste Morgen begrüsste uns wieder mit Sonnenschein und Temperaturen um den Gefrierpunkt. Elmar ging gleich in der Früh mit Jamie eine Stunde in den Wald, denn später sollte kaum noch die Gelegenheit dazu kommen. Heute wollten wir uns noch zwei Visit Points anschauen. Wir begannen beim Desert View.

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Hier oben gab es einen kleinen Shop mit dem Üblichen – Karten, Basecaps, Anstecker…. und ein Buch mit allen Absturzopfern im Canyon und den entsprechenden Umständen. Das wollten meine drei Männer natürlich sofort haben. Finde nur ich das morbide? Ausserdem waren wir ja noch nicht weg. Jedenfalls wurde das Buch heimlich gekauft. Ich fand es dann zu Hause beim Auspacken.

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…..und noch ein Ausblick von einer Parkbucht aus…..

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…. nun heisst es Abschied nehmen von einem absolut beeindruckendem Weltwunder.

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….. on the road again….. VIVA LAS VEGAS!

Wale, Delfine und andere Fische

Zur Zeit findet angeblich hier an der Pazifikküste die Wanderung der Wale statt. Man sieht viele Touri- Boote, die rausfahren zum Walewatching. Anscheinend soll man die Meeresriesen mit Fernglas sogar von der Küste aus sehen können. Also sind wir am Wochenende mal wieder auf die Klippen von Torrey Pines gegangen, um unser Glück zu versuchen.
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Die Jungs haben es nicht ganz so ernst genommen und Titanic gespielt, wobei Henrik keinesfalls Leonardo sein wollte.
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Gesehen haben wir wie so oft etliche Delfine – zu zweit, zu dritt und in noch grösseren Gruppen – die Kamera natürlich nicht schussbereit – viele Seelöwen und Pelikane…. Elmar hat sogar eine Schwanzflosse von einem Wal ausmachen können. Wenn man die Ausflugsboote „verfolgt“, hat man meistens Glück. Die wissen, wo sie hinfahren. Vielleicht sollten wir auch mal so eine Tour machen, damit wir mal einen Wal vor die Linse bekommen.

Ansonsten verlief unsere Woche wie immer – zum Glück, man hat ja gesehen, dass es auch anders geht.

Nach der Schule mal eben ne Runde in den Pool…..
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…..bisschen Blödsinn machen…..

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….bald wird es schon wieder dunkel….

Zur Zeit machen die Jungs in der Schule „Finals“. Das sind die Halbjahres – Abschlussprüfungen. Bei beiden schaut es bisher prima aus. Danach haben sie Montag und Dienstag frei. Also steht ein richtig verlängertes Wochenende an.

Wir werden die Gelegenheit nutzen und rüber zum Grand Canyon fahren, zweimal übernachten, und auf dem Rückweg heisst es „Viva-Las-Vegas“. Elmar hat dort im Caesars Palace gebucht. Bin schon richtig gespannt. Muss nur dran denken, die richtigen Klamotten einzupacken. Die Region um den Canyon hat zur Zeit Temperaturen knapp unter Null. Das wird ein Schock!

Footballschuhe und CrimeTime

Menschen mit grossen Füssen sind schon gestraft. Eltern von Menschen mit grossen Füssen sind doppelt gestraft.

Marvin hat uns neulich eröffnet, dass er fuer sein Training spezielle Footballschuhe braucht. Gut, kaufen wir eben welche, kein Ding. Sein Trainer nannte ihm wohl auch einen Laden, wo wir Erfolg haben würden. Der war allerdings ’ne ganze Ecke weg, wiedermal. Wir dachten, wir sind schlauer und fahren nur ins Einkaufszentrum mit gefühlten 120.000 Geschäften. Dort würden wir mit Sicherheit fündig.  Manchmal habe ich das Gefühl, ich treibe nur noch auf den Strassen von San Diego umher.

Nachmittags um 4.30 brachen wir auf, wollten einen Umweg nehmen über den Strand von Torrey Pines und den Gliderport. Jetzt soll ja ein guter Zeitpunkt sein zum Wale beobachten. Ausserdem hatten wir wie immer gigantisches Wetter, und das Licht versprach einen ebensolchen Sonnenuntergang. Elmar hatte es wunderbar getimt. Wir kamen im richtigen Moment.

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Ist das nicht kitschig?

Weitere Bilder vom Gliderport, ich fand’s einfach schön.

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Der Mond ist aufgegangen….

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Wale hatten wir an dem Abend keine zu Gesicht bekommen. Dafür ist Marvin am Wochenende mit Delfinen gesurft/ geschwommen. Es ist Wahnsinn, wie nah die manchmal rankommen. Sind wahrscheinlich wirklich neugierig. Im ersten Moment erschreckt man ziemlich, wenn man auf’s Wasser schaut, sein Kind beobachtet und plötzlich eine Rückenflosse daneben auftaucht.
Aber die Wale erwischen wir schon auch noch.

Nun also auf in die Mall. 1. Sportgeschäft nur bis Grösse 42. Das wird eng. Anscheinend sind alle Grössen darüber hinaus immer in Rekordzeit ausverkauft. 2. Laden ebenso nichts. Wenn ein Artikel ausverkauft ist, wird auch nicht nachbestellt. Es kommt erst wieder neue Ware in der neuen Saison….. So blieb uns nichts anderes übrig, als doch noch in das empfohlene Sportgeschäft zu fahren, wo wir schliesslich auch die entsprechenden Schuhe bekamen. Marvin hatte sogar die Auswahl zwischen ganzen zwei Paaren in Grösse 46 (hoffentlich wachsen die Füsse nicht weiter, sonst bekommt er geviertelte Autoreifen drunter geschnallt!).

Inzwischen hat er das erste Training in den neuen Schuhen absolviert. Alles passt, keine Blasen, supi! Das war am Montag. Am Montag Abend vor dem Schlafengehen hat uns unser Sohn verkündet, dass er nun auch Rugby spielen will. Dienstag sollte sein erstes Training stattfinden, na gut. Am Dienstag Abend erzählt er uns, er braucht für das Training spezielle Rugbyschuhe, jawoll! Wenn als nächstes Ballett kommt, spiele ich nicht mehr mit!

So verging unsere Woche. Wieder nix Besonderes ……

BIS FREITAG!!!!

Ich fuhr wie jeden Morgen die Jungs zur Schule, steh‘ mich durch den Mütterstau, anhalten, Tür auf, raus mit euch, viel Spass…… und weiter durch den Mütterstau zurück auf die Hauptstrasse. An der Ampel muss ich rechts und darf hier sogar nach kurzem Stop bei Rot abbiegen. Inzwischen ist das Routine. Machen alle so, nicht schlecht. Dann geht es kurz gerade aus und ich muss mich links einfädeln. Ich überlege noch, was ich daheim als erstes mache – Hund oder Wäsche? Da bricht hinter mir die Apokalypse los! Ein Polizeiauto knallt Sirene und Blaulicht rein, mir schlug das Herz gleich mal in der Oberlippe. Ein Höllenlärm, unbeschreiblich. Und die meinten MICH!!!! Aus lauter Panik bin ich sofort links auf der linken der Abbiegespuren stehen geblieben. Mir war speiübel. Doch es tat sich nichts. Dann rief einer der Officers etwas über den Lautsprecher. Ich hab‘ nichts verstanden. Das hat fürchterlich geschnarrt. Ich stand und wunderte mich. Dann _kam _jedes _Wort _abgehackt _einzeln _über _Lautsprecher_. Ich sollte weiterfahren und woanders rechts ran. Mein Gasfuss hat gezittert wie eine Nähmaschine. Keine Ahnung was ich falsch gemacht habe. Schliesslich stand ich rechts am Strassenrand, der Officer kam. Ob ich wüsste, was ich falsch gemacht habe. Nee, keine Ahnung (hab ich aber nicht gesagt – ich hab nichts gesagt). Führerschein, bitte! Was ist das? Mein Führerschein, extra neu, umgeschrieben auf international. Pass, bitte! Dann war er weg, beriet sich mit seinem Kollegen…. Im Endeffekt hatte ich keinen in Kalifornien gültigen Führerschein. Auf Grund unseres Visums – eben kein Tourist – muss man spätestens 10 Tage nach der Ankunft eine kalifornische Fahrprüfung ablegen. Ausserdem darf man NIEMALS auf der linken Strassenseite stehenbleiben, es sei denn, man hat eine Panne. Was ich vorher falsch gemacht habe: mein Stop an der roten Ampel war zu kurz. Also hatte ich eine rote Ampel und ein Stoppschild überfahren, hielt unerlaubter Weise am linken Fahrbahnrand und hatte keinen gültigen Führerschein. Wahrscheinlich muss ich nun in den Knast! Dann ging er wieder zu seinem Kollegen. Mir fiel nix mehr ein.
Beim kurzen Nachhintensehen seh‘ ich die beiden grinsend flachsen. HAEH?! Als der Officer mir nun meine Papiere zurückbrachte, bekam ich lediglich eine Belehrung zu den gültigen Verkehrsregeln, meiner eigenen Sicherheit, muss nun doch den kalifornischen Führerschein machen und erhielt eine schriftliche Verwarnung. Obwohl das noch glimpflich abgegangen war, donnerte mein Puls zu Hause immer noch.

Verwarnung Marion


Ich möchte noch anmerken, dass hier jeder zum Rechtsabbiegen an der roten Ampel KURZ stoppt und dann abbiegt. Ich habe noch keinen gesehen, der tatsächlich drei Sekunden wartet und dann erst losfährt. Wahrscheinlich ist nur keiner so doof, ein Polizeiauto hinter sich vorher nicht zu bemerken!

Noch eine Frage an den Biologen unter Euch: Warum zischen diese lustigen Tierchen, wenn man näher kommt? Jamie findet das wahnsinnig spannend.

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Wir bleiben

Ich glaube, wir sollten die nächsten drei Jahre, bis die Schule beendet ist, noch hier bleiben. Könnt Ihr Euch vorstellen, dass unsere Kids zum Teil die Einzigen sind, die die Hausaufgaben verstanden und erledigt haben? Marvin war letztens der Einzige in der Klasse, der in einem Test 100% hatte, und Henrik diskutiert, weil er in einer Ex 14 von 15 Punkten hat. Der 15. hätte ihm auch zugestanden, weil… So zieht sich das durch die Fächer. Wenn ich an Deutschland denke in der Nacht…. zumindest im Schulischen bei unseren Jungs, so bleiben wir besser hier.