Nix los

Hallo, wir leben noch! Es ist nur so, dass bei uns nicht allzu viel passiert. Die Jungs machen ihre Schulsachen recht ordentlich. Elmar hat gut zu tun. Ich bin am Auto fahren, putzen, waschen…..

Marvin macht sich langsam auf seinem Surfboard. Er steht schon mehrere Sekunden und hat einen Heidenspass. Wir sind also öfter am Strand wie man sieht.

Jamie hat schon wieder Darmprobleme. Das geht mir langsam so richtig auf den Zeiger. Der kann doch nicht schon wieder ein Antibiotikum bekommen, zumal ich nicht wirklich wüsste wofür.

Ach ja, der Hund, der ist schon echt blond (sorry an alle Blonden unter Euch, nicht böse gemeint!). Eigentlich sind Hunde doch zum Jagen veranlagt, oder habe ich da etwas falsch verstanden. Unser Hund ist eher ein Gejagt-Hund. Man glaubt gar nicht, was für schlimme wilde Tiere hier unterwegs sind – Hasen, Erdhörnchen, Mäuse. Da tritt Jamie echt die Flucht nach hinten an. Nachts sind in unsere Anlage oft auch Rehe unterwegs. Keiner kann sich vorstellen, was abgeht, wenn die uns direkt über den Weg laufen. Dann springt mir der Hund direkt auf den Arm und hat mir mit seinen Krallen den Unterarm zerkratzt. Ich war beim ersten Mal so perplex, dass ich ihn sogar aufgefangen habe. Jetzt bleibe ich immer stehen, und der Hund muss sich hinsetzen. Dann jault er, als ob ihm einer auf dem Schwanz steht. Ist das normal?! Sind aber auch gefährliche Biester, die Bambis! Andererseits freut er sich, wenn er ein Rudel Kojoten sieht, wedelt mit dem Schwanz und will hinziehen. Bekloppt!

Nun planen wir gerade ein verlängertes Wochenende in San Francisco. Da ja Silvester bei uns nix los war, nehmen wir das chinesische Neujahrsfest in China Town mit. Das wird definitiv nicht wegen Nebel abgesagt  – hoffe ich jedenfalls. Im Februar sind es genau 13 Jahre her, dass wir dort waren. Ich freue mich drauf! Fand die Stadt damals absolut faszinierend. Mal sehen wie es den Jungs gefällt, die können sich natürlich nicht mehr erinnern.

Unsinniges, Blödsinniges und Widersinniges

Natürlich passiert bei uns nicht jeden Tag etwas Aufregendes, Außergewöhnliches oder Lustiges. Es ist wie immer, nur dass die Jungs bis Montag noch Ferien haben. Die Sonne scheint. Es sind so um die 20 Grad. Wir leben den Alltag.

Dennoch gibt es hier Dinge, an die ich mich nur schwer oder gar nicht gewöhnen kann. Angefangen beim Essen. Da wird der Geschmack bei Butter imitiert – selbstverständlich fettarm, ohne Margarine und andere Transfette. Was ist da wohl drin? Letztens habe ich ein Etikett auf einer Eierpackung gesehen, die mich richtig ins Grübeln gebracht hat. Die Eier waren nach Angabe fett- und cholesterinfrei (Eigelb entfernt?) und ohne Zusatz von Zucker und Salz! Da stellt sich mir die Frage, ob die Hühner in Deutschland vor dem Legen mal eben den Salzstreuer in den Popo bekommen, oder wie würde man Salz zusetzen? Ebenso ist ein Marken-Orangensaft von der Herzgesellschaft empfohlen worden, weil er der fettärmste seiner Art sei. Spannend! Dieses ganze Fettgedöns nervt schon ziemlich.

Ausserdem haut es mich fast um, was wir hier für einen Müll produzieren. Alles ist hier doppelt und dreifach mit Folie und Karton verpackt. Im Geschäft gibt es dann nochmals eine Plastiktüte dazu, und wenn es schwer ist, kommt es noch in eine zweite Tüte. Auf einem öffentlichen Abfalleimer sah ich letztens einen Deckel mit Unterteilung für Papier, Glas, Plastik und Restmüll. Drunter – ein Eimer für alles ohne Trennung – wenn das mal keinen Sinn macht! Mehrwegflaschen sind so gut wie unbekannt. Dafür sind auf den Wasserflaschen die Deckel jetzt kleiner bzw. niedriger – man spart Plastik, super!

Für meinen 80$-Staubsauger hätte ich für 17,95$ eine Versicherung/Garantie abschliessen können, dass der auch noch in 5 Jahren funktioniert, ansonsten würde er kostenfrei ersetzt werden. Ebenso wurde Henrik für sein X-Box-Spiel eine Versicherung gegen Kratzer für 5$ angeboten. Aber Autoversicherungen/Haftpflicht hat so gut wie niemand. Das Thema Krankenversicherung muss ich ja gar nicht erst erwähnen. Schon bemerkenswert welche Prioritäten hier gesetzt werden.

Was mir aber so richtig auf den Sack geht, ist die permanente, penetrante, blöde Fernsehwerbung! Etwa alle fünf Minuten kommt eine Werbeunterbrechung mit ca. 3-5 Spots. Minuten später kommen wieder die gleichen Spots. Spätestens nach einer Stunde, wenn die Quietschestimme dann das 13. Mal GEICO schreit, bin ich auf der Suche nach Opfern. Aus diesem Grund ist bei mir tagsüber der Fernseher aus! Hab’s ja mit einigen Kanälen probiert – zwecklos.

So, jetzt hab‘ ich mal ein bisschen gemeckert. Ihr seht, nicht alles ist eitel Sonnenschein, aber das meiste. Über manches uns seltsam Anmutende kann ich inzwischen auch lächeln, und es ist mir wurscht.

Happy New Year

Ihr Lieben, wir wünschen Euch allen alles Gute für 2014, vor allem Gesundheit, Freude, Zufriedenheit und Erfolg in allem, was Ihr Euch vorgenommen habt.

Unser letzter Tag/Abend im alten Jahr verlief erwartungsgemäß ziemlich ruhig. Wir hatten mal wieder blendendes Wetter. Elmar und ich waren nachmittags shoppen. Ich wollte unbedingt eine neue Kamera, um am Abend das gigantische Feuerwerk in der Bay aufzunehmen. Wollte ich doch damit mal so richtig angeben, haha. Hier ist es nicht üblich, dass jeder einzeln seine Böller und Raketen startet. Es gibt von der Stadt aus mehrere grosse Feuerwerke. Wir hatten uns somit einen schönen Fleck ausgesucht, von dem aus man die ganze Bucht überblicken kann.

Abends hatten wir noch zu Hause gegessen, alle guten Lokale waren natürlich schon seit Ewigkeiten ausgebucht. Aber bei uns war es auch nicht schlecht.

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Im Fernsehen haben wir uns einige Silvestershows angeschaut. Am Times Square in New York war mal wieder die Hölle los. Das Event vom Time Square wurde in San Diego tatsächlich zeitverzögert ausgestrahlt! New York ist uns 3 Stunden voraus. Aber auch in San Diego soll der Ball Drop am Times Square genau um Mitternacht PST passieren! Gegen 22.30 sind wir aufgebrochen in Richtung San Diego Bay. Wir wussten ja nicht, wie voll es werden würde und wollten doch einen guten Platz um alles sehen zu können. Und da war dann plötzlich die dickste Nebelsuppe. Jeden Abend hatten wir bisher schönes Wetter mit klarem Sternenhimmel und jetzt das. Naja, abwarten.

In Down Town sah es nicht besser aus. Aber es war ja noch Zeit.

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Bei der USS Midway waren schon die ersten Mitschauer da. Hier würde man also auf jeden Fall gut sehen.

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Es wurde Mitternacht. Aus einem benachbarten Restaurant schallte der Countdown herüber und es tat sich ……NICHTS…..

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Zögerlich wünschten wir uns schon mal ein gutes neues Jahr immer mit Blick zum Himmel. Der blieb aber leider dunkel und nebelig. Dass wir uns nicht geirrt haben konnten, zeigten ja auch die anderen Leute. Elmar sinnierte noch, ob heute wirklich Silvester sei, oder ob wir uns im Tag geirrt hätten.

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Aus dieser Richtung sollte ein Riesenfeuerwerk starten. Wir warteten ungefähr eine halbe Stunde. Es hätte ja auch ein technischer Defekt sein können.

Dann hatten es auch die Letzten begriffen – nix gibt’s, alles für den Popo…..

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Alle strömten wieder zu ihren Autos und fuhren enttäuscht wohin auch immer.

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Mit dem Blitz sieht man sogar die Nebeltröpfchen, das ist kein Regen.

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Traurige Nebelheimfahrt

Bei uns in der Anlage war auch absolut tote Hose. Menschenskinder, es ist Silvester!!!!

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So haben wir ohne Kracher, Böller und Raketen alleine in der Fremde bei miesem Wetter mit einem Glas Sekt eine Stunde verspätet ein gigantisches Neues Jahr begrüsst, das so klasse wird, dass es überhaupt keine Kracher, Böller und Raketen braucht.

Im Nachhinein haben wir erfahren, dass das Feuerwerk wegen Nebel abgesagt worden war……

Sonne, Strand und Spass im Schnee

Nachdem Marvin nun den zweiten Tag mit seinem Board üben konnte, sieht man langsam kleine Erfolge. Inzwischen hat ihn richtig der Ehrgeiz gepackt.
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Vorbereitung  ist alles – erstmal kräftig wachsen

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Klamotte an und los geht’s!

Wie schon geschrieben tat sich Marvin anfangs etwas schwer, doch es ging relativ schnell, dass er aufknien konnte und mit den Wellen reinkam.

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Inzwischen steht er sogar kurzzeitig auf seinem Board, muss aber trotzdem noch schnell und viel schlucken.

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Aber immer wieder geht es raus und es kommt ein neuer Versuch. Nach den Ferien will er ja schon mit seinen Kumpels surfen gehen. Da müssen wir nun wahrscheinlich jeden Tag an den Strand.

Henrik und Jamie planschen im Wasser.

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Am Samstag wollten wir dann mal nicht an den Strand. In den Bergen hatte es geschneit, wir hatten Wintersachen dabei und die Autofahrt sollte nur 2,5 Stunden dauern. Also packten wir früh am Morgen Klamotten und Jause ein und machten uns auf den Weg.

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Da sind schon mal Berge. Wir befinden uns hier auf etwa 2000m NN. Wir haben ungefähr 15 Grad……SCHNEE????

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…..also noch ein bisschen höher, irgendwo muss die weisse Pracht sich ja verstecken. Bis Big Bear Lake, unserem eigentlichen Ziel,  war es noch etwa eine Fahrstunde.

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Höhe ca. 2500m, Temperatur 11 Grad :(, Schnee?

Aber dann!!!

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erste Spuren, immerhin

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Ich weiss ja nicht, wieso es hier glatt sein sollte!

Jetzt jedenfalls nicht!

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Wir nähern uns allmählich unserem Ziel, dem grossen Bärensee.

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Gut, wir hatten etwas anderes erwartet, ich gebe es zu. Stiefel und Daunenjacken hätten wir zu Hause lassen können, aber die Gegend und das Wetter waren so herrlich, was soll’s.

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Das war so ziemlich der ganze (Kunst-) Schnee. Egal, gehen wir halt wandern, während die anderen mit dem Magic Carpet zum Snowtubing fahren. Oder mit dem Lift zur Sommerrodelbahn!

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Die Luft war angenehm frisch, aber alles andere als kalt. Die langen Pullis wurden uns bald zu warm.

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Einige probierten es trotzdem mit Schlittenfahren. Wenn man im Skiurlaub ist, fährt man auch in voller Montur inclusive Handschuhen und Mütze.

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Diese bunten Plastikteile waren Reste von Schlitten, die auf wundersame Weise im „Schnee“ zerbrochen sind. Die Jungs haben sich Reste gekrallt und wollten es auch mal probieren.

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Die beiden hatten so einen Spass, die wollten gar nicht mehr weitergehen.




Schliesslich nahmen sie ein Plastikteil mit, falls sie es nochmal brauchen werden. Unser Weg führte uns den Weg noch etwas weiter nach oben, dann flacher durch den Wald.

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Finde das Modell – auch wenn die Handtasche nicht lebt! 😉


Etwas tiefer in der Schlucht stiessen wir auch wieder auf Schnee.

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Der Schnee wurde einigen von uns zum Verhängnis und zeigt deutlich, wie unsere Familie funktioniert.

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1. Lachen
2. Fotos machen
3. Helfen

Weiter ging’s.

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Das war unser Ausflug an den Big Bear Lake für’s erste. Hier kann man herrlich laufen. Wir kommen bestimmt wieder.

Auf der Fahrt zurück sind wir tatsächlich noch an einem grösseren Skilift vorbeigekommen. Ich weiss, die Österreicher unter Euch werden schallend lachen, aber doch mal etwas anderes als ein Strand, oder? Und immerhin ist Big Bear Lake die Sister City von Abtenau!

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Unser Weihnachten

Das in diesem Jahr Weihnachten völlig anders werden würde, war klar, doch ein bisschen wollten wir schon feiern wie daheim auch. Einen Baum hatten wir, Geschenke sind besorgt, nun wollten wir noch eine Kirche mit Messe am 24. und nicht erst am 25. Dezember.

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In La Jolla fanden wir eine schnuckelige kleine Kirche.


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Hier feierten wir die Weihnachtsmette  – Mary, Star of the Sea – eine alte Seefahrerkirche.

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Der Gottesdienst selber war sehr schön gestaltet, der Pfarrer ein lustiger Geselle. Egal in welcher Sprache – „Stille Nacht“ in der Kirche gesungen ist für mich immer wieder absolut beeindruckend.

In der Reihe hinter uns sass eine seltsame Gestalt – eine jüngere Frau ganz in Schwarz, Kapuze auf, mit schwarzer Sonnenbrille und Reisetasche. Das gibt schon ein mulmiges Gefühl. Obwohl wir uns nicht abgesprochen hatten, überlegte jeder für sich, was in der Tasche sein könnte, was die wohl vorhat…

Nach dem Gottesdienst hat der Pfarrer jeden am Ausgang persönlich mit Handschlag verabschiedet.


Zu Hause war dann gleich Bescherung.
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Henrik hat endlich einen neuen iPod mit allem Schnickschnack und Kamera.

Am ersten Weihnachtstag ging unser erster Weg natürlich zum Strand. Marvin musste sein Surfboard und den Neoprenanzug ausprobieren. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten – er meckerte, das Board sei zu klein, falsch, geht immer unter, Bird hat keine Ahnung….. – hatte er allmählich den Dreh raus und dann kam der Spass. Jamie musste unbedingt auch mit ins für ihn tiefe Wasser und endlich schwimmen (Siehst Du, Elke, er kann es – aber nur, wenn er muss 🙁 , seine Welt ist das nicht wirklich). Henrik hat es auch probiert, sogar ohne Neoprenanzug. Mir wäre es zu kalt. Bis zu den Knien geht. Etwas weiter draussen wurden sie eine Zeit lang von einem Seelöwen „beobachtet“. Ich finde das witzig, die liegen dann immer auf dem Rücken im Wasser, recken den Kopf hoch und beobachten den Strand. Wieder zu Hause haben wir uns abends noch im beheizten Wasser entspannt.

Der zweite Weihnachtstag war für Elmar schon wieder Alltag. Hier ist kein Feiertag mehr, Elmar musste wieder zur Arbeit.

Frohe Weihnachten

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Ihr Lieben zu Hause und in Österreich,

wir wünschen Euch allen frohe und besinnliche Weihnachten! Wir sind in Gedanken bei Euch – besonders am 25. in Pyrbaum. Feiert schön und bleibt alle gesund. Geniesst den Schnee, soweit vorhanden.

Frohe Weihnachten an alle, die fleissig mitlesen

Elmar, Marion, Marvin, Henrik & Jamie

Tierarzt auf amerikanisch

Zuerst einmal danke ich meinem Schöpfer, dass ich nicht ganz blöd bin. Ein Besuch in der hiesigen Pet Clinic ist die absolut verrückteste Geldschneiderei, die ich je gesehen habe. Gut, es beginnt nicht anders als in Deutschland auch – erstmal einen Aufnahmebogen ausfüllen und eine Voranamnese erstellen, so weit – so gut. Dann kommt…. ne, nicht der Arzt – die Rechnung!!! Auf unserer Rechnung standen schon mal vorab knapp 350$. Geht’s noch?! Oben auf der Rechnung: Zähne bleachen! Der Hund hat DURCHFALL, verdammt! Dann folgten (ohne Grund) Herzwurmtest, grosses Blutbild, Bifiduskulturen, 4kg Hundefutter, Antibiotikum, Labortest, Hundetüte entsorgen (für 3$ – der Eimer steht vor der Tür), Entwurmungstabletten und der eigentliche Arztbesuch. Als ich dann diverse Posten streichen liess, kühlte die freundliche Stimmung merklich ab. Sorry, es ist mir völlig egal, ob unser Hund auf den hintersten Backenzähnen gelbliche Verfärbungen hat. Für eine Woche Dosenfutter zahle ich sicher auch nicht 70$, Antibiose und Knaller-Entwurmung ohne Indikation – sicher nicht. Blutbild – weswegen? Ich möchte nur wissen, ob Jamie etwas im Hundetütchen hat, was da nicht mit hineingehört. So reduzierte sich unsere Rechnung dann auf immerhin noch 135$. Man könnte den Hund ja auch nochmal impfen? Hab‘ ihr den Impfpass 2x unter die Nase gehalten – Vaccination complete, alle Impfungen gemacht, sonst hätte Jamie gar nicht einreisen dürfen. Wie wir unseren Hund denn ernähren – zur Zeit mit Hühnchenbrust (GEKOCHT), Reis und Karotten…. OhOh! Die Salmonellen!!!! –  GEKOCHT!  – Trotzdem! – Sind aber auch hartnäckige Erreger hier. Für die Menschen scheint es kein Problem zu sein. Ich will KEINE Hundefutterdosen! Nun warten wir jedenfalls auf das Ergebnis von Jamies Tütchen. Bin mal gespannt, wann das fertig wird, und ausserdem froh, dass es im Moment nichts Akutes ist. Ich hoffe, wir können uns in Zukunft solche Aktionen ersparen.

„Winterwanderung“

An diesem Wochenende haben wir „unseren“ Canyon“ etwas genauer unter die Lupe genommen. Das Wetter war mal wieder wie aus dem Bilderbuch. Einige Eindrücke möchten wir Euch gern zeigen:

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Immer mit Tasche unterwegs – da ist nämlich sein iPad drin, er muss ja immer Musik hören! Ab morgen wird das anders, aber dann muss ich wohl meinen Krempel selber tragen 🙁

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Marvin hat sich am Wochenende mit Schulfreunden verabredet. Ihr wisst ja, er schliesst schnell Bekanntschaften. Ausserdem wollte er nicht mit wandern. Das ist ja sooo langweilig. Wir fanden es toll, wenn auch einige Anstiege recht steil waren.

Nun sind wir schon fünf Wochen hier. Wahnsinn wie die Zeit vergeht! Der Hausmeister war jetzt zum 3. Mal da. Ich habe nämlich gestern mal eben den Wasserhahn in der Küche geschrottet. Mir ist das Rollo runtergefallen und auf den Wasserhahn drauf. Eine Sauerei! Aber zum Glück kommen die Handwerker hier sofort. Weihnachten ohne Wasser in der Küche wäre schon blöd.

Jetzt muss ich noch einen guten Tierarzt ausfindig machen. Jamie hatte sich irgendeine Magen-Darm-Geschichte zugezogen. Es wird einfach nicht endgültig besser. Ansonsten geht es ihm gut, er ist munter und hat immer Hunger/ Appetit…. und immer wieder die Schei…ei. Dann mach‘ ich mich also mal auf die Socken….

Mercy? No Mercy! Mercy Road

Jetzt möchte auch ich mal einen Beitrag schreiben und euch ein bisschen von meinem Weg zur Arbeit berichten.

Obwohl hier in den USA in jedem Haushalt scheinbar für jeden über 15 ein eigenes Auto zur Verfügung steht (an Deutschen Schulen gibt es viele Fahrradständer und hier viele Parkplätze!), hat Intel beschlossen, uns nur ein Fahrzeug zu bewilligen. Daher haben wir uns nach reiflicher Überlegung, dem Studium des amerikanischen Gebrauchtwagenmarktes und von Google Maps entschlossen, ein Fahrrad für meinen Weg zur Arbeit zu kaufen.

Elmar und sein Fahrrad

Laut Google Maps sollen es via dem Los Penasquitos Canyon Trail 15km zur Arbeit sein, und das ganze soll in 1 Stunde zu schaffen sein. Gleich vorweg: die Zeit habe ich noch nicht geschafft! Aber ich habe ja noch 11 Monate Zeit 🙂

Von unserer Community geht es erst mal bergab und dann entlang der Carmel Mountain Road ca. 3km stetig bergauf.

Am Anfang sind wir allerdings immer noch zu Zweit am Rad: mein innerer Schweinehund und ich! Und der Kerl ist schon gleich am Morgen mächtig gesprächig! Vor allem wenn wir uns am Tor der Community in die lange Schlange der Autofahrer mit einreihen kommen so Kommentare wie: „eigentlich könntest Du Dich doch von Marion zur Arbeit fahren lassen! Die Kinder hat sie doch auch gefahren!“ oder „kannst doch auch Home Office machen!“. Eine richtiges Moivationsgenie der Kerl. Zum Glück bin ich früh am Morgen immer noch ein bisschen schwerhörig!

Und zum Glück sucht sich der Kerl ab der Einfahrt in den Canyon einen andere Mitfahrgelegenheit!

Die Landschaft ist aber auch gewaltig!

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Und ganz hinten am Horizont kann man ganz klein auch schon die Arbeit erahnen!
Die Abfahrt in den Canyon hat es dann aber auch in sich und fordert volle Konzentration. Vor allem weil meist auch irgendwelche Hund mit ihrem Herrchen unterwegs sind oder an den ungünstigsten Stellen frische Pferdeäpfel liegen!

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Nach der Abfahrt sind es dann gemütliche 1.1 Meilen auf dem sandigen und breiten Trail bis zum Wasserfall. Und 3.9 Meilen bis zum Ranch House am Ende des Canyons.

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Für den Wasserfall selbst habe ich meist wenig Augen weil natürlich dank Murphy genau an dieser Stelle ständig Gegenverkehr ist und der Trail dort recht schmal wird!

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Nach dem Wasserfall wird der Trail dann wieder breiter und es sind noch knapp 4,5km bis zum Ende des Canyons.

Die Landschaft ist herrlich und es fühlt sich definitiv mehr nach Urlaub an. Obwohl man Intel schon gut am Horizont erkennen kann. Aber wer will bei so einem Blick schon an Arbeit denken?

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Doch mit jeder Radumdrehung kommt das bittere Ende immer näher.
Und das bittere Ende ist in diesem Fall die Mercy Road (oder wie ich sie respektvoll nenne die No Mercy Road)!

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An dieser Stelle steigt auch mein innerer Schweinehund wieder zu und obwohl die Mercy Road noch recht harmlos losgeht kommt sofort wieder Text von ihm: „wer kommt eigentlich auf die Idee ein Bürogebäude auf den Gipfel zu bauen? Wer braucht schon Aussicht bei der Arbeit?“.
Selbst die sonst beim Berggehen zur Verfügung stehenden Motivationshilfen fehlen. Da oben wartet keine Jause, keine Hütte zum Einkehren, kein gigantischer Gipfelblick und noch nicht mal eine tolle Abfahrt nach dem Anstieg! Da oben wartet einfach nur: die Arbeit!
Aber es hilft ja nichts. Beim Anlegen der Mercy Road hat man definitiv nicht an Radfahrer gedacht! An einigen Stellen könnte man auch gut „die Strassen von San Francisco“ drehen. Zumindest in meiner Vorstellung wenn ich ich da hoch quäle!
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Leider kommt die Steilheit entweder auf den Bildern nicht wirklich rüber oder sie ist nur dank meiner fehlenden Kondition vorhanden! Und die Rennradfahrer die mich überholt hatten waren entweder gedopt oder sie hatten ein E-Bike! 😉

Auch der Radweg selber hat wohl eher eine grüne Alibifunktion!
Zum einen wurde zur Breite der Bike Lane auch der Rinnstein mit hinzu genommen. Und der ist hier eher abschüssig und hat gewaltige Löcher als Einlass zur Kanalisation, die meist durch keine Gitter geschützt sind. Bei einigen Löchern habe sogar ich Bedenken, dass ich ohne Probleme samt Fahrrad da rein rutschen könnte.
Und dann ist da die Führung des Radwegs selber. Am Ende der Mercy Road liegt eine Auffahrt auf den Highway. 2 Linksabbiegerspuren, 3 zum Geradeausfahren und 2 zum Rechtsabbiegen. Und der Radweg geht ganz rechts entlang und geradeaus weiter. Gerade im morgentlichen Berufsverkehr und da man in Kalifornien auch bei einer roten Ampel nach rechts abbiegen darf grenzt die Benutzung dieses Radwegs schon eher an Selbstmord. Ich habe bis jetzt immer den Gehsteig benutzt. Mal schauen wann mich mal ein Polizist anhält. Aber die Benutzen den Radweg ja selber gerne, um am Fahrbahnrand auf Verkehrssünder zu lauern.

Weiter über den Scripps Poway Parkway der nicht mehr ganz so steil ist. Kurz vor dem Ziel geht es dann nach links zu Intel. Auch hier bin ich wieder lieber über die Fussgängerampeln unterwegs.
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Noch 200 Meter leichtes Ausfahren und dann ist es geschafft. Intel ist erreicht.
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Das „Available“ bezieht sich auf die unteren 2 Etagen. Intel selber hat nur die 3. Etage gemietet. Ist ein noch kleiner Standort.


Der Blick zurück:
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Jetzt noch schnell das Fahrrad anketten (seltsamerweise gibt es tatsächlich einen sehr kleinen Fahrradständer für 3 Räder!) und eine Dusche genommen und dann geht es mit dem Lift (was sonst! Für das Treppenhaus braucht man eine extra Berechtigung die ich noch nicht bekommen habe!) zur Arbeit!

Aber bitte mit Sahne…

…oder besser doch nicht, dieses Teufelszeug aber auch. In der Schule und auch bei Elmar im Geschäft war (Henrik und Elmar) und ist (Marvin heute) „Holiday Pot Luck“. Das heisst, jeder bringt eine Spezialität oder irgendwas Leckeres aus seinem Heimatland mit und alle können probieren. Henrik wünschte sich einen Butterkuchen. Das sollte kein Problem sein, dachte ich 😉 . Also machten Henrik und ich uns auf die Zutaten zu besorgen. Mehl, Zucker, Eier, Backpulver sind kein Thema, klar. Dann geht es schon los: Mandelblättchen – wir haben lange gesucht und gefunden; NORMALE Butter ohne wenig / viel Salz und Öl, nicht aufgeschäumt und auch nicht fettfrei – das hat gedauert, war machbar; Zitronenzucker – schlichtweg nein; und jetzt kommt’s: Sahne ….das ist wie bei Starbucks, wenn man einfach nur Kaffee will – Grösse / Geschmack / mit und ohne / dies und das…. Es gibt „Sahne“ fettfrei, mit und ohne Lactose, aus Mandelmilch oder Soja, mit viel Zucker, sehr viel Zucker, Süssstoff, Geschmacksaromen, alles Mögliche, aber stinknormale Sahne von der lieben Kuh mit Komplettfett und Lactose in weiss und flüssig – ha, frag mal danach. Es hätte nur noch gefehlt, dass die Verkäuferin die Finger vor mir kreuzt und Hexe schreit. Sahne kannte sie nur mit maximal 2% Fett und wollte mir unbedingt eine fettfreie verkaufen. Ich hab‘ ihr erklärt, wieso und wozu ich SAHNE brauche …. völliges Unverständnis – Fett im Kuchen ist doch ungesund. Okay, bis dahin, dann eben nicht. Hab‘ dann Butter und Milch entsprechend gemischt, das ging auch.

Liebe Amis, Ihr esst bei McDonalds, KFC, Burger, Fritten, zu fast allem gibt es eine Tüte Chips DAZU, Zucker ist auch absolut nicht fremd – was soll das Theater!!!!

Mein erster Kuchen hier in Amiland ist etwas dunkler geworden als zu Hause. Hier haben wir einen Gasherd. Ich werde weiter experimentieren.

Gestern haben wir endlich ein Weihnachtsgeschenk fuer unseren Grossen bekommen:

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ein Surfboard …. der freut sich wie Bolle, wäre am liebsten gleich losgezogen. Nun fehlt nur noch der Anzug. Wir nehmen jetzt auf Empfehlung von Bird, des Ladeninhabers, eine Surflegende hier in der Gegend, doch einen langen. Ich kann mir schon vorstellen, dass es verdammt kalt werden kann, wenn man ewig im Wasser auf eine richtige Welle wartet.


So, ab morgen haben wir auch hier Weihnachtsferien. Es ist zwar insgesamt kälter geworden aber natürlich kein Vergleich mit zu Hause. In Julian (unser Thanksgiving-Ausflug) hat es ziemlich geschneit.

Jenseits der Grenze hat es diese Nacht ein Erdbeben mit einer Stärke von 4,8 auf der Richterskala gegeben. Anscheinend hat man in San Diego Downtown noch etwas gemerkt – wir nicht, bei uns hat nix gewackelt.

Bis demnächst und ein schönes letztes Adventswochenende