In aller Freundschaft

Anders als wir es aus Deutschland kennen, werden hier die Eltern bei Schulveranstaltungen absolut eingebunden. So sind auch wir als ein Teil der Falcons Family am Samstag dran zu helfen und mitzumachen. Der Head Coach sagt an, was er will. Die Football Mums & Dads springen. Ganz einfach! So läuft das allgemein in der Schule.

Schön finde ich, dass die beiden Kontrahenten nicht in Zorn, Wut oder Enttäuschung auseinander gegangen sind, sondern den Samstag nach dem Spiel genutzt haben für gemeinsame Unternehmungen. Morgens wurde zusammen trainiert und mittags war ein gemeinsamer Lunch geplant – alles von den Eltern organisiert und erledigt, bezahlt aus den Spendengeldern der Eltern. Nebenbei bemerkt brachte das letzte Event mal eben 20.000$ ein. Nicht schlecht! Das nur von den Footballeltern. Probier das mal in Deutschland. Wenn danach 200 Euro in der Kasse sind, biste gut. Allerdings waren wir daran nicht beteiligt. Wir sind auch so schon im vierstelligen Bereich footballtechnisch unterwegs. Langsam wird’s echt teuer! Pünktlich um 11.00 Uhr traten Elmar und ich an, um Lunchtische aufzubauen und alles mit herzurichten. Einige Mums und noch ein anderer Dad bildeten mit uns eine recht lustige Runde. Immer wieder schnappte ich den Zusatz auf „…. Coach Gladnick hat gesagt….“ (der Head Coach) und das wurde dann brav gemacht. Der scheint die Football Family echt im Griff zu haben wie ein kleiner König. Rasch waren wir fertig. Fehlten nur noch die Jungs und Mädels. Wir erwarteten 70 von uns, 70 Utah Spieler und 25 Cheerleader.

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Das ist Annette. Sie hat auch noch vier Bleche Brownies gebacken. Ihr Mann konnte heute leider nicht hier sein. Er war mit seinem Boot auf einer Regatta 😉 Klar, was sonst. Wir durften anhand einer App immer wieder bestaunen, wo er gerade auf dem Ozean war. Cool!

Langsam trudelte die Riesenbande ein. Anfangs hatten wir echt Bedenken, ob das Essen reichen würde. Die Sorge war unbegründet, obwohl auch noch einige Familien der Vikings mitkamen. Es war schön zu sehen, wie alle bunt durcheinander und fröhlich plaudernd zusammensassen.

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Von Rivalität, Frust oder „Ätsch“ keine Spur. Es wurde viel gelacht. Prima!

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Die Eltern bringen noch letzte Reste an Mann und Frau und klönen. Dabei haben wir einige lustige Stories gehört – unter anderem, dass die Teenies mit Alkohol auch nicht viel anders umgehen als in Deutschland. Nur sind hier die Strafen drastischer. Jackie (die Mum im roten Top) erzählte, dass sie letztens ihre betrunkene Tochter von der Polizei abholen durfte. Die Kleene war wohl so dicht, dass sie beim Anblick ihrer Eltern die Hände zum V-Zeichen hochgerissen hat und laut rief: „600$“. Daraufhin machte der Officer 700$ draus. Nun rief sie:“700$! Wer bietet mehr?“ Da waren’s auch schon 800$, bis Jackie ihr den Mund zuhalten konnte. Aber das war wohl noch nicht alles. Am nächsten Morgen kam die Festnahme wohl sogar in den Nachrichten und das Mädchen wurde namentlich genannt. Das war ihr dann doch mehr als peinlich. Hier gibt’s also noch den Pranger. Gefunden haben wir den Beitrag allerdings nicht mehr. Das ist doch mal ’ne Investition! Weiss nicht, ob Marvin so eine Aktion mit mir als Mutter überleben würde. Da wären die Kopfschmerzen am nächsten Tag seine geringste Sorge.

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So, das Mahl ist wohl beendet. Bevor wir zum Aufräumen kamen, gab es noch die eine oder andere kleine Herausforderung unter den Teams.

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Hier der „Sumo-Sprint“ – die beiden gewichtigsten aus jedem Team mussten bergauf sprinten. Ich hätte nicht gedacht, dass sich unser George darauf einlassen würde. Wenn er sich bewegen soll, hat er in der Regel „Knöchel“. Beim Sprint hat er jedoch richtig Gas gegeben und gewonnen.

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Das war ein Beat Box Battle – oder besser dann doch ein Solo von den Vikings. Unser Falcon hat nur abgewunken, als er hörte, dass sein „Gegner“ das schon seit sieben Jahren macht.

Wie man auf einigen Bildern schon sehen kann, wurden noch T-Shirts getauscht und zum Abschluss gab’s noch ein Gruppenfoto.

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Marvin sitzt in der 3. Reihe, 3. von links

Wir Eltern durften noch fertig aufräumen, unser Kind einsammeln und ins Wochenende starten.

Das verbrachten wir dann auch relativ gechillt mit Strand, Pool und Shoppen – unter anderem ein Anzug für Marvin von Ralph Lauren für schlappe 120$. Ich konnte es gar nicht glauben. Ein Restposten nur in der einen Grösse und in Schwarz, Einzelteil. Er passt perfekt, super!

Sonntag Nacht oder besser Montag Morgen hatte es sich ausgechillt. Um halb eins heulte bei uns in der Anlage der Feueralarm los, dass man davon fast Zahnschmerzen bekam. Gejuckt hat das allerdings kaum jemanden. Wir wohnen jedoch blöderweise direkt neben der Rezeption, und wenn es irgendwo losgeht, schrillt der Alarm dort auch. Der Sicherheitsdienst hatte sich in Luft aufgelöst oder so ähnlich. Also setzten wir den Notruf ab. Kurze Zeit später stand auch schon die Feuerwehr vor dem verschlossenen Toren. Marvin öffnete, niemand nahm gross Notiz.

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Bei so einer Aktion stünde doch bei uns die komplette Anwohnerschaft auf der Strasse. Hier – niemand. Ein einsamer Gassigänger liess in aller Seelenruhe seinen Hund auf der Wiese sein Geschäft verrichten. Feueralarm abgestellt und Abfahrt. Einige Minuten danach kam dann doch noch der Sicherheitsdienst, immerhin 😉

Football Links

Football spielt hier echt in einer ganz eigenen Liga!
Schon in der Highschool ist eine professionelle Fotografin mit dabei und stellt nach dem Spiel ihre Fotos online.
Und im Fernsehen gibt es eine extra Sendung die nach dem Freitagsspieltag eine Zusammenfassung aller Spiele zeigt: Prep Pigskin Report

Ich werde hier regelmässig die Links zu den Fotos und der Spielzusammenfassungen aller Spiele einstellen.

8/29/2014: Pre-Season Game vs. Pleasant Grove, UT:
Bilder vom Spiel
Bilder von der Halbzeitpause
PPR vom Spiel

Ein Freundschaftsspiel

In unseren letzten Wochen hier in Kalifornien wird sich für uns nicht mehr die Frage stellen, was wir an einem Freitag Abend machen werden. Die Antwort haben wir schon. Wir werden in einem Footballstadion sitzen, in der Erwartung unseren Sohn spielen zu sehen.

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So wird er ab sofort am Freitag schon morgens zur Schule gehen.

Um 18.00 Uhr schmissen wir uns in unsere schwarzen Spirit Shirts und fuhren ins Stadion. Auf der Tribüne mitten unter den Football Mums und Dads fanden wir Platz.

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Wer genau hinschaut, findet uns über dem Werbebanner, erste Reihe, ziemlich links, drei schwarz Shirts.

Selbst ein Footballspiel der High School ist hier ein Grossereignis. Es gab alle möglichen Stände mit Essen, Getränken, Fan Klamotten….

Los geht’s!

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Die Mannschaft läuft auf.

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Eindrucksvolles Aufwärmen mit einschüchterndem Gebrüll…..

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….. unser Maskottchen…….

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……. unsere Cheerleader…..

Zwischenzeitlich sah es sogar mal ganz gut aus. Der beste Stand für uns lautete 16:7. Die Freude währte allerdings nur kurz. Dazu möchte ich erwähnen, dass die Vikings die Landesmeister von Utah sind. Das macht die letztendliche Niederlage zwar nicht wett, tröstet aber doch ein wenig.

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Marvin wurde nicht eingesetzt. Er war dementsprechend frustriert. Die Gegner rannten unseren Leuten regelrecht davon. Sicher, es gab auch für die Falcons gute Momente, aber leider zu wenige. Der Endstand war deutlich, hätte aber schlimmer kommen können.

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49: 36 für die Vikings aus Utah

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Henrik hat mit seinem Bruder gelitten.

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Ende Gelände, aus die Maus, schade…..

Turboshopping

Gestern Abend beim Abendessen teilte unser Herr Sohn uns mit, dass der Trainer angeordnet hat, die Mannschaft muss an Spieltagen ( ab sofort jeden Freitag ) in Anzughose, weissem Hemd und Krawatte schon morgens in die Schule kommen. Vor dem Spiel geht’s auch gar nicht mehr nach Hause. Essen wird per Caterer geliefert. Okay, stellte sich nur die Kleiderfrage. Hemd und Hose hatte er dabei, Krawatte steuert Elmar bei. Marvin ging anprobieren – zum Glück. Ins Hemd musste er sich hineinzwängen wie in eine Wurstpelle. Der obere Knopf hätte ihn fast erwürgt. Prima, ist doch erst 20.00 Uhr. Die uns am nächsten liegende Mall schliesst um 21.00 Uhr. Machbar, aber sofort!

Fast fluchtartig rein ins Auto, in Rennfahrermanier über den Highway, zehn Minuten später standen wir vor Macy’s. Wie üblich war der Laden ein Chaos. Es fand sich sogar ein Verkäufer, der Marvin mal schnell vermessen hat und uns seine Hemdgroesse sagen konnte. Das Massband noch in der Hand war er schon wieder verschwunden. Vielen Dank aber auch! Gut, kann uns egal sein. Wir waren drin und würden nicht eher gehen, bis wir etwas gefunden haben. Eine Hose hatten wir recht schnell, die Hemden lagen in Schnitt und Groesse völlig durcheinander. Fuer den Bruchteil einer Sekunde kam der Verkäufer vorbei um mir zu sagen, dass ich im Haufen mit dem falschen Schnitt suche. Als ich ihm sagte, dass ich Slim fit suche, war er schon wieder weg. Dankeschön! Elmar wurde schliesslich fuendig. Marvin ging schnell anprobieren. Alles passte wie angegossen. Super! Eine Krawatte in „Falcons Red“ gab’s auch – die muss mit, logisch.

Diesmal ist es nicht Vera Wang sondern Calvin Klein. Es ist immer wieder erstaunlich, wie gut Marvin solche Klamotten stehen.Um 21.00 Uhr waren wir wieder zu Hause. Das ist Turboshopping!

Lasset die Spiele beginnen

Nun hat die Saison begonnen. Am Freitag bestritten die Falcons ein erstes Trainingsspiel gegen die Knights von San Marcos. War das ein Theater vorneweg! Ich weiss gar nicht, ob ich Marvin schon mal so nervös gesehen habe. Wird er spielen? Macht er Fehler? Soviel Unsicherheit hatte er lange nicht. War er doch vorher auch noch krank und der Trainer deswegen stinksauer auf ihn….. Wir hatten den Eindruck, er wollte uns als Zuschauer gar nicht dabei haben. Erst konnte oder wollte er uns nicht die Startzeit sagen, dann nannte er uns die falsche Schule. Gut, vielleicht hat der Trainer den Jungs wirklich nichts Genaues gesagt. Aber wir wären nicht wir, wenn wir das nicht auch selbst rausfinden können. Die Mannschaft fuhr mit Schulbussen und ich holte Elmar von der Arbeit ab…..

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Wir kamen genau richtig. Die Mannschaften waren gerade eingelaufen.

Zunächst dachten wir nur an unsere Bequemlichkeit und setzten uns auf die Tribüne die im Schatten lag. Das war natürlich die Tribüne der Heimmannschaft – um uns herum nur Knights Fans und ich im Falcons Fan Trikot. Ich war die EINZIGE im schwarzen Fan Trikot! Gut, mir hat niemand etwas an den Kopf geworfen, aber die Stimmung war schon seltsam. Hinter uns sass ein besonders lauter Fanvater, der die Knights wie verrückt anfeuerte und beklatschte. Wenn dann die Torrey Pines Falcons etwas super gemacht und geschafft hatten, waren Elmar und ich die zwei Einzigen, die ebenso laut geklatscht und gejubelt haben – inmitten absoluter Stille. Nicht dass ich mir blöd vorkam, nein, aber ich hatte irgendwie ein mulmiges Gefühl.

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Auf die Gästetribüne knallte genau die Sonne. Wo zum T…. waren die anderen Eltern! Ich hatte mich vorsichtig umgesehen. Da war in der Tat kein einziges Falcon T-Shirt.

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Sollten wir uns doch rüber setzen? Elmar: „Nix da!“ Also liessen wir uns weiter in den Nacken schreien. Als dann jedoch unsere Jungs einen Touch Down mit Field Goal erzielt hatten – 7 Punkte, wir ordentlich ausgejubelt hatten, wurde die bleierne Stille um uns herum mehr als nur unangenehm. Was schauen die uns so doof an? Hätten bei ihrer Mannschaft doch auch geklatscht und mehr. Sowas Zickiges aber auch! Lass uns ein bisschen Sonne tanken 😉

Wir verzogen uns in einer Spielpause völlig relaxt auf die andere Seite. Ist aber auch zapfig im Schatten!  Sch…., war das heiß in der Sonne! Aber aus Solidarität mit unseren Jungs hielten wir durch. Die hatten schließlich sogar noch die komplette Montur an. Außerdem konnte ich von der Seite auch endlich meinen Sohn ausmachen – durch seine Rückennummer – ansonsten ist das echt kompliziert.

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Irgendwann gesellte sich noch eine andere Falcons Mum zu uns. Nun waren wir schon zu dritt 🙂 Nach einem herzhaften Go-Falcons– Schrei ihrerseits, bekam Marvin auch unsere Anwesenheit mit.

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Noch stand Marvin am Rand. Doch dann kam auch sein Einsatz.

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Er hat die dicke Nummer 89 umgehauen, und ich hab es nicht gesehen, weil die Sonne blendet und ich versuche Fotos zu machen!

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Schließlich war das Spiel vorbei. Ein Ergebnis gab es nicht, weil es nur ein Trainingsspiel war. Allerdings wurden beiden Seiten ihre noch vorhandenen Schwachstellen aufgezeigt, und ich glaube, die waren bei unseren Falcons leider etwas mehr. Aber was weiß ich schon vom Football…. Ich jubele halt dann, wenn die Schwarz-Rot-Gelben jubeln. Wie immer, daran hat sich nichts geändert. Go Marvin Go!

Zum ersten Mal das letzte Mal

Donnerstag, der 21. August. Heute Morgen sind die Römers wieder in Richtung Deutschland aufgebrochen. Das war nun also unser letzter Besuch aus Deutschland 🙁

Hinter uns liegt eine entspannte Woche mit allem, was man im Urlaub so macht.

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Die meisten können chillen. Manche müssen ackern 😉

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Das Foto ist nur gestellt, sonst hätte ich Pe einen grösseren Lappen gegeben 🙂

Natürlich haben wir wieder gegrillt. Lange werden wir das ja auf unserem Monstergrill nicht mehr können. War mal wieder lecker, allerdings am ersten Abend zu viel und am zweiten fast zu wenig.

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Shoppen darf selbstverständlich auch nicht fehlen. So ging es am Samstag ins Fashion Village. Wir fanden eine Menge Schnäppchen, wovon wir einige auch wieder verloren. Wie das kam, ist schnell erzählt. Wir waren schon fast wieder aus der Mall raus, kamen am Schluss an einem „Beauty & Spa“ vorbei. Pe und ich wollten uns etwas gönnen und liessen uns sämtliche Nägel „machen“. Die Männer sollten in der Zwischenzeit unsere Beute zum Auto bringen und wollten auch noch einmal in den Apple Store schauen. Wir Mädels genossen Hand- und Fussmassage und liessen uns mehr und weniger dezent lackieren. Schon standen die Männer wieder vor dem Spa. Fertig und mit einem kleinen Umweg ab nach Hause. Irgendwann fragte Oli, wo eigentlich seine Tüte sei. Im Zimmer? Nein. Wohnzimmer? Nein. Vielleicht noch im Auto? Kann nicht sein, wir waren auch noch im Supermarkt. Hätten wir doch bemerkt! Okay, es war eine Tüte von MACY’S. Vorhin hatte doch einer so eine zum Müll gebracht… Pe und ich bewaffneten uns mit Taschenlampe (ich) und Gummihandschuhen (Pe) und forsteten die Tonne durch. Nichts! Olis Sachen sind unterwegs irgendwann abhanden gekommen. WEG! So ein Pech aber auch! Die Mall hatte inzwischen natürlich schon zu. Morgen rufen wir mal dort an….

Sonntag – tolles Wetter – Strandtag, auf nach Coronado. Mit dem üblichen Equipment zogen wir los. Die Wellen waren zwar nur mäßig, dafür aber ziemliche Rip Curls. Von oben wird man in Richtung Strand gedrückt und unten ziehen sie einen raus. Da braucht man einen sicheren Stand!

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Abends rief Elmar im „Lost & Found“ der Mall an, ob vielleicht Olis Tüte abgegeben worden war. Aber wir hörten leider nur „I’m so sorry…“ . Die Klamotten hatte ich gedanklich schon abgeschrieben. Wir hatten auch nicht wirklich eine Idee, an welcher Stelle die Sachen abhanden gekommen sein könnten.

Zwei Tage später – Pe und Helmut wollten noch ein bisschen Sightseeing machen, nur ihre Jungs wollten nicht mit. Es ist doch nirgendwo schöner als bei der lieben Tante – oder lag’s doch eher an Pool, Fitness Center und X-Box 🙂

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Ein Tag nach dem Geschmack von Patrick und Oli – zocken, schwimmen, trainieren, zocken, schwimmen….. Mittags gab’s auch noch Pancakes. Passt.

Pe und Helmut waren nicht nur im Balboa Park, Old Town und Coronado. Sie fuhren auf gut Glück nochmal in der Mall vorbei – und kamen tatsächlich mit Olis Macytuete zurück. Manchmal muss man auch Glück haben!

Schliesslich ging auch der letzte Ferientag zu Ende. Die Koffer wurden gepackt.

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Pe und Helmut luden uns zum Essen ein.

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Elmar und ich hatten eine Lasagne, mengentechnisch durchaus für mehrere Personen. Mir tut jetzt noch der Bauch weh, wenn ich dran denke.

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Pe hatte anscheinend Knoblauch mit Tomatensauce. In ihrem Essen muss fast ’ne Knolle gewesen sein.

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Das war Marvins Pizza. So sah es aus, als er fertig war. Kaum zu glauben, oder? Zu seiner Ehrenrettung muss gesagt werden, dass er diese Woche ziemlich krank war, mit Fieber um 39 Grad, und musste laut seinem Trainer doch zum Training (dieser A….). Sonst dürfe er nicht spielen.

Wir hatten einen schönen Abend im Vittorio’s.

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Schon war der Morgen des Abschieds da. Ein letztes Frühstück…..

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…. und schon heisst es Schuhe anziehen….

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….. Macht’s gut! Guten Flug und kommt gut zu Hause an. Es war schön, dass Ihr bei uns gewesen seid. Und wenn wir wieder zu Hause sind, liebe Pe, dann spiele ich auch etwas mit Dir 😉

Zu guter Letzt

Ja, wir sind Banausen. Da sind wir schon in einer wundervollen Urlaubsgegend, nehmen uns aber dafür keine Zeit – haben wir einfach nicht. Auch wenn es um Lake Tahoe viele schöne Trails und Ecken gibt, müssen wir heute noch nach Mammoth Lake.

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An den Lake Tahoe selbst war kaum ein Herankommen. Fast jeder Meter am Ufer war bebaut mit Privathäusern, Restaurants, privaten Yachthäfen….. Wo man Zugang bekam, fand sich in der Regel auch etwas Kommerzielles. So kamen wir zu einem Kanuverleih an einem netten kleinen Strand.

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Ein passendes Boot war schnell angemietet.

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Das kennen die Jungs ja noch – schon ein eingespieltes Team seit Schweden.

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Wir warteten auf unsere zwei Paddler. Leider konnten wir nicht alle – „No Pets“ – grrrr

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So, nun aber auf nach Mammoth…. noch ein bisschen Lake Tahoe…..

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Unterwegs kamen wir einmal mehr an eindrucksvollen Landschaften vorbei. Mit dem bewölkten Himmel machte das sogar richtig was her.

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Und hinter den Bergen, zwar nicht bei den sieben Zwergen, dafür aber im Yosemite NP sind gerade Pe und Helmut mit ihren Jungs unterwegs. Am Donnerstag kommen sie dann zu uns nach San Diego.

Wir trafen in Mammoth ein. Von aussen war unser Hotel erstmal „au weia“. Hier sollten wir das tollste Zimmer unserer Reise haben? Mhmh…. Innen war es absolut klasse!

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Fast wie eine Wohnung – unten mit Küche, Wohnzimmer und Bad, oben schlafen und noch ein Bad – ein Hotelzimmer hatten wir auf unserer Reise auch schon anders erlebt.

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Der Blick vom Balkon….

Elmar und Marvin hatten recht bald das Billardzimmer für sich entdeckt und lieferten sich ein Duell. Während Elmar seine Züge berechnete, glaubte Marvin, sein Papa hätte lediglich nur Glück gehabt.

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Schon weit nach Mitternacht, fast alles schläft, höre ich draussen ein Rumpeln und Scheppern. Jamie knurrt. Erst dachte ich, es macht sich jemand an den Autos zu schaffen. Ein ahnungsloser Blick über die Balkonbrüstung ….

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….. da suchte ein Baer an Autos und Mülleimern nach Essensresten. Die Kamera lag natürlich wiedermal innen, und bis ich „schussbereit“ war, war der Baer längst wieder weg. ( Morgen Nacht erwisch‘ ich ihn! )

Unser letzter Urlaubstag. Wir liessen es gechillt angehen, hatten keine ewigen Fahrstrecken vor uns und nichts, was unbedingt gemacht werden müsste. So nahmen wir uns nur eine kleine Tour zu den hiesigen Seen vor, wollten nur ein bisschen laufen und am Ufer sitzen.

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Von weitem konnte man schon die Twin Falls sehen. Da wollten wir näher ran.

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Das Wasser war absolut klar und voller Forellen. Kein Wunder, dass hier 1000 Angler ihr Glück versuchten.

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Nur war dadurch auch wieder kein Rankommen an das Ufer oben. Wir wollten auch keinen stören oder die Fische vertreiben. Suchen wir uns einen anderen Platz…

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Langsam aber sicher zog der Himmel zu. Zu Hause in Deutschland wären wir jetzt sicher davon ausgegangen, dass ein Gewitter aufzieht. Aber hier? Besser mal nur noch ein kleines Stück um einen der Seen, immer mit Blick auf den Himmel und nicht allzu weit vom Auto weg….

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Auf dem See war immernoch eine Gruppe Teenager unterwegs. Die hatten einen Heidenspass und liessen gegenseitig ihre Boote kentern. Solange die auf dem Wasser bleiben durften, gingen wir davon aus, dass es nicht gleich gewittern würde. Wir beobachteten sie eine Weile, Marvin warf Stöckchen für Jamie – und dann geschah das Wunder – ….

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Jamie SCHWAMM, einfach so war es ihm plötzlich egal, ob der Bauch nass wird oder er gar keinen Boden unter den Füssen hatte. Nicht dass wir nicht schon vorher Stöckchen oder Bälle ins Wasser geworfen hätten. Geholt hat er die Sachen nie, wenn er tiefer als 20cm ins nasse Element musste. Er hatte sichtlich Freude, und Marvin musste immer wieder werfen.

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Lange blieben wir nicht mehr. Ist schon blöde, wenn man das Wetter nicht so recht einschätzen kann.

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Der Hund war völlig geplättet. Wir genossen zur Abwechslung mal unser Hotelzimmer.

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Nach dem Abendessen brauchte ich noch eine ganze Menge Geduld. Von der Rezeptionistin hatte ich erfahren, dass der Bär jeden Abend kommt, nur erst dann, wenn es absolut ruhig ist. An diesem Abend jedoch rumpelte es ständig irgendwo. Dauernd ging noch einer zum Auto. Ich hatte mich inzwischen mit Kamera und etwas zu lesen auf dem Balkon postiert. Meister Petz liess mich warten. Schon bei dem kleinsten Geräusch war ich bereit. Eines wurde von einem Luchs verursacht, andere waren zu tief im Gelände, als das die Kamera die Aufnahme geschafft hätte. Es war, als wollte der Baer einem Schnappschuss unbedingt entgehen.

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Es war fast zwei Uhr, als er in einem weiten Bogen ums Hotel sich eine andere Nahrungsquelle über der Strasse suchte. Dann eben nicht! Ich war nun deutlich zu müde, um auf seine Rückkehr zu warten.

Am Morgen kam nun die letzte Fahrt. Es ging wieder nach Hause. Wir haben irre viel gesehen. Schon jetzt muss ich gelegentlich nachschauen, wie dies oder jenes heisst…..

Unterwegs in Bishop gab es dann ein erstes Wiedersehen nach langer Zeit. Wir hatten uns mit Petra, Helmut, Patrick und Oli verabredet. Wir verbrachten einen schönen Nachmittag an einem kleinen Bach, bevor sie weiter ins Death Valley fuhren und wir unsere Heimreise fortsetzten.

Hey Guys, am Donnerstag bei uns!

Bei Sonnenschein ist alles anders

Wieder eine Tagestour. Von Roseburg wollen wir heute zum Lake Tahoe fahren. Ursprünglich dachte ich dabei an die Interstate 5, doch die Sonne schien, der Himmel war ganz klar und blau und Elmar meinte, wir fahren über den Crater Lake NP. Die Strecke ist nicht wesentlich weiter, reine Fahrzeit ca. acht Stunden. Das „fehlende“ Blau hatte ihm keine Ruhe gelassen. Zumal die Rezeptionistin gestern im Hotel noch meinte, dass man das Blau am Crater Lake eigentlich nur bei völlig klarem Wetter sehen könne. Also gut, probieren wir es noch einmal.

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Der Weg war natürlich deutlich schöner durch den Umpqua, und wenn wir schon mal da sind…

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…. nutzen wir die Gelegenheit. Ist ja egal, ob wir 19.00 Uhr oder erst drei Stunden später ankommen. Der Tag ist dann so oder so gelaufen.

Marvin, der Entdecker, ist mal wieder auf Schätze gestossen…

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(…. und ich bekomme die blöde Kameraeinstellung einfach nicht auf die Rille….) Die Schätze wurden so wie sie waren wieder zurück an Ort und Stelle gelegt.

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Wir sind unterwegs zu den Susan Creek Falls. Inzwischen balanciert Jamie wie ein Seiltänzer über die Baumstämme.

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Die machten tatsächlich nicht viel her. Anscheinend rauscht hier das Wasser in dreifacher Breite herunter, und die spritzenden Wassertröpfchen bilden so etwas wie einen Schleier.

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Für Jamie war die Pfütze genau richtig, Hauptsache der Bauch bleibt trocken.

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Gleich am Fluss machten wir ein Picknick und wurden noch Zeugen von einer winzig kleinen Hochzeit.

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Kurze Zeit später waren wir schon wieder on the road. Ein Versuch bei den Fall Creek Falls haben wir noch am dazugehörigen Parkplatz abgebrochen. Das Bächlein, das hier von dem Wasserfall ankam, war so kläglich, dass wir den Trail erst gar nicht in Angriff genommen haben. Vermutlich würde es da oben nur tropfen statt fallen. Also gleich weiter zum Crater Lake.

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Bei dem blauen Himmel müsste der See heute vor BLAU nur so knallen.

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Und so war es. Ist das Blau!

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Das hatte sich ja wirklich gelohnt! So, weiter geht’s…. aber nicht lange….

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Strassensperre wegen loser Felsen….. Die wurden in aller Ruhe runtergeschlagen …… wie lange? …. Bis sie fertig sind. Prima! Okay, schauen wir uns die nähere Umgebung an….

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…. und schon konnte es weitergehen…..

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Schön war’s!

Natürlich war es wieder fast dunkel, als wie beim Lake Tahoe ankamen. Was soll’s!

Umpqua und Crater Lake NP

Wir nahmen Abschied von der Küste.

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Landeinwärts wurde das Wetter zunächst auch nicht besser.

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Das hat doch echt etwas Schwedisches. Ich finde es immer wieder schön, wie oft wir hier auf Wildtiere treffen. Gut, mit dem Verkehrsaufkommen und der dichten Besiedelung in Deutschland kann man das Land hier sowieso nicht vergleichen. Wie schon so oft fuhren wir eine Zeit lang durch nichts als Wildnis. In Roseburg kamen wir an, als es schon dunkel war. Hier blieben wir zwei Nächte, nicht weil das Hotel so schön war, sondern weil es im weiten Umkreis unserer aktuellen Ziele mal wieder kein Hotel gab, das Haustiere akzeptiert. Das ist echt ein Punkt, der mir hier in den Staaten maximal auf den Keks geht. Ich kann verstehen, wenn man Tiere nicht in Hotelzimmern möchte. Doch auch sonst – in den Nationalparks, am Strand, in Parks, in Aussenbereichen von Restaurants… – ich hab‘ nicht gezählt, wie oft ich dieses „No Pets“ gelesen habe. Ich weiss, dass manche Teppichratte tierisch nerven kann, und ich ärgere mich auch über Leute, die Hinterlassenschaften nicht wegräumen, aber man kann’s mit Restriktionen auch übertreiben! So, das musste ich mal loswerden!

Am nächsten Morgen war das Wetter wieder Spitze. Auf unserm Weg in den Umpqua National Forest hielten wir an einer Ranger Station, um uns mit genaueren Karten und eventuellen Zusatztipps zu versorgen. Der Mitarbeiter dort erhielt offenbar nicht viel Besuch. Er redete wie ein Wasserfall, die wir hier im Forest sehen wollten. Leider würden diese heuer nicht so sprudeln wie er selbst. Die monatelange Dürre….. Einige meiner speziellen Ziele sind im Moment nichts weiter als ein schmales Rinnsal. Ach Mist!

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Auf dem Trail zu den Watson Falls, der aus fast 100m Höhe über Basalt- und Lavagestein in die Tiefe stürzt (oder heute vielleicht tröpfelt).

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…. und da sind wir auch schon…..

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Ja, ich hab‘ mal wieder an der Kamera rumgespielt. Irgendetwas passt nicht mit dem Weissabgleich. Wie das retour geht – keine Ahnung.

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Jamie hat mal wieder einen Weg ins Wasser gesucht. Von hier oben konnte man nicht runter, und nach einer kurzen Pause machten wir uns auf den Rückweg.

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Auf der Suche nach einer Stelle, wo sowohl die Kids als auch der Hund planschen können…..

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…… und wieder zurück zum Auto…..

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Ich hab‘ den Hund nur gerufen, dass er mal raufschaut. Jamie ist den Hang jedoch ganz wieder hoch gerannt 😉

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Alle Mann wieder rein in die Kutsche, nächstes Ziel: Crater Lake NP

IMG_6928Hier handelt es sich um einen „schlafenden“ Vulkan, der nach einem gewaltigen Ausbruch in sich zusammengefallen ist. Über mehrere tausend Jahre sammelte sich das Wasser in dem entstandenen Basin. Mit einer Tiefe von knapp 2000ft ist das der tiefste See der USA. Das Besondere: alle Farben des Spektrums werden absorbiert und nur blaue Wellenlängen sind fuer das menschliche Auge sichtbar. Daher scheint der See gewaltig blau – bei klarer Sicht (!)

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Hier konnten wir wieder unseren Jahrespass einsetzen.

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Nach einigen Kilometern Anfahrt konnten wir endlich in den Abgrund schauen…..

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Naja, „gewaltiges Blau“ hatte ich mir blauer vorgestellt. Was überwältigend war, war das Ausmass des Kraters. In Aktion muss das regelrecht das Tor zur Hölle sein.

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…. ein schnelles Mittagessen …..

Wir nahmen direkt den Autorundweg um den Crater Lake, stiegen hier und da aus, schauten in die Tiefe…. Je nach Sonneneinfall schien der See mal mehr, mal weniger blau.

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Es gab auch Trails, die direkt runter an den See führten. Zum Glück dauerten die Touren jeweils mehrere Stunden. Die Zeit hatten wir nicht, und so blieb mir einiges erspart 😉 Es taten sich stellenweise Abgründe auf, die wiedermal so gar nicht nach meinem Geschmack waren.

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Nun hiess es wieder zurück. Bis Roseburg sind es von hier aus um die 140km. Da wir aber noch ein bisschen durch den Umpqua National Forest wollten, würde es eh wieder spät werden. Unser letztes Ziel für heute waren die Toketee Falls. Die Bilder, die ich davon im Netz gesehen hatte, werden wir sicher nicht sehen dank des Wassermangels. Dennoch sollte es sich lohnen, da dieser Wasserfall anscheinend nie versiegt. Bin mal gespannt….

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Hier gab es Redwoods und der Wasserstand war auch vielversprechend.

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Marvin wollte echt springen. Nur der Hinweis, dass er die Football Saison vergessen kann, wenn er sich wegen so einem Scheiss verletzt, konnte ihn letztlich davon abhalten. Ich hatte mir schon vorgestellt, wenn er abrutscht und sich blöd den Fuss verknackst oder so, muss einer von uns ins eiskalte Gebirgswasser. Elmar wollte definitiv nicht, Henrik wollte ihn noch untertauchen, Jamie mhmh, ….. Mist, dann hätte ich wohl die A-Karte.

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Der Weg wurde steiler und führte ausserdem über 200 Stufen. Henrik musste immer mal wieder pausieren, weil sein Puls zu hoch ging. Marvin dauerte das echt zu lange.

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So ging’s auch – zügig und lustig….

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…. endlich angekommen…..

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Marvin wäre gerne mal ins obere „Becken“ abgetaucht, aber man kam leider nicht ran – nur gucken, nicht „anfassen“ 🙂 …..

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…. und wieder retour …..

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…. durch den „Märchenwald“ ….

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Wieder ein Tag vorbei 🙁 ….

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Zum Abendessen fanden wir fast neben unserem Hotel ein Restaurant, das 24 (!) Stunden geöffnet hatte mit Namen „Elmer’s“. Muss wohl an der Namensähnlichkeit liegen, dass hier nicht schon 21.00 Uhr der Kochlöffel aus der Hand gelegt wird 😉

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HUNGER!!!!!!

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Temperatursturz

Unsere Reise führte uns nun ganz nach Osten. Direkt am Pazifik, im Nordosten von Oregon bezogen wir Quartier in einem süßen kleinen Motel direkt am Strand. Mit dem Meeresrauschen schliefen wir ein….

Der nächste Morgen – ich konnte es kaum glauben – war wolkenverhangen und eiskalt, klägliche 15 Grad, die sich im Laufe des Tages gerademal auf 18 hochschraubten. Wir frühstückten im Freien. Heisser (Pseudo-) Kaffee machte das möglich.

Wenn auch kein Strandwetter war, so war die Brandung genial, gerade richtig für unser heutiges Ziel. Wir waren schon gespannt auf Thor’s Well, das uns heute ein kleines Naturschauspiel bieten sollte. Zunächst einmal mussten wir suchen. Anders als andere Sehenswürdigkeiten rundherum gab es dafür keine Beschilderung.

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In einem Visitor Center am Cape Perpetua bekamen wir die nötigen Infos. Von oben aus hatten wir einen schönen Blick auf’s Meer. So wie hier bestehen grosse Teile der Küste in der Region aus zerklüfteten Felsen. Bei einem Wetter wie heute donnert die Brandung regelrecht auf die Felsen, die Gischt spritzt hoch – genau richtig für das, was wir uns anschauen wollten.

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So finde ich das Meer fast eindrucksvoller als bei schönem Wetter. Ein kurzer Fussmarsch und einige Stufen führten uns hinunter.

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Wir waren froh über Fleecepullover und lange Hosen. Wer hätte das nach den letzten zehn Tagen gedacht. Marvin trug sogar Mütze und Halstuch.

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Jamie fand das Wetter endlich mal wieder klasse. Es hatte etwas von Herbst ( auf den ich mich jetzt schon freue, wenn wir wieder zu Hause sind, echt! ). Der Hund suchte einen Weg ins Wasser, aber hier durfte er leider nicht.

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Während ich natürlich ganz vorne stand, um vielleicht ein schönes Brandungsfoto zu erwischen, erwischte mich eine Welle. Prima! Hose nass, Frisur im Eimer, toll! Foto – nix war’s. Später war ich zwar immernoch nass aber etwas klüger. Die Kamera hat zum Glück nichts abbekommen.

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Die steigende Flut drückte das Wasser landeinwärts. Die Brandung donnerte gegen die Felsen wie ein LKW über Kopfsteinpflaster. Eine unglaubliche Kraft!

Dann endlich standen wir vor Thor’s Well – ein Loch oder besser eine unterirdische Höhle im Felsen, die je nach Ablauf oder Zulauf einmal ein Loch ist, das sich mit Zulauf allmählich füllt, um dann kaskadengleich überzulaufen.

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Gut, wir hatten es uns etwas grösser nach der Beschreibung vorgestellt, und die Flut wäre auch erst in drei Stunden am höchsten, aber so lange wollten wir nicht warten. Ich fand es auch so schon eindrucksvoll. Jetzt, wo ich das aufschreibe, höre ich wieder die Brandung und rieche die See, spüre den Wind – und die Nässe meiner Klamotten 🙂 , herrlich!

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Das Meer ist definitiv etwas, was ich vermissen werde…..

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In einem kleinen Lokal in Strandnähe haben wir noch Mittag gegessen – Meeresfrüchte, klar. Dann ging’s schon wieder weiter nach Roseburg, nächstes Ziel in Oregon.