In Montana, genauer gesagt in Big Sky, werden wir nur übernachten. Für einen weiteren Reitausflug oder anderes ist keine Zeit. Man kann sich kaum die hiesigen Distanzen vorstellen. Letztens sagte Elmar noch zu einer Strecke: „Ach komm‘, das machen wir am späten Nachmittag. Das sind doch nur vier bis fünf (Fahr-) Stunden.“ Hört, hört, liebe Österreicher, wir sind nun an Langstrecken gewöhnt. Wenn wir wieder in Deutschland sind, wird es für uns ein Klacks sein, mal eben in Altenmarkt einzufallen 😉 Das machen wir mal eben am späten Nachmittag 🙂
Die Strecke bis Big Sky bot wieder viele schöne Ausblicke.
Durch den Lolo und Clearwater National Forest wurde es auch für unser Navi einfach: 200km gerade aus. Immer am Lewis-Clark-Trail entlang. Nur Canyon, Fluss und Wald. Da konnte TomTom ein langes Nickerchen machen.
An einem Flusslauf machten wir kurz Rast, liessen den Hund ins Wasser und Marvin über Felsen springen. Leider hatte ich die Kamera im Auto gelassen. Aber da Marvin (alias OMG) nicht in den Fluss geklatscht ist, gibt es sowieso keine lustigen Bilder.
Spät kamen wir in unserem Hotel an – nach 21.00 Uhr -> also nix mehr mit Abendessen. Zum Glück hatten wir das unterwegs erledigt. Abends war ich noch mit Shoshonen-Joe an der Bar. Ausser uns wankten hier noch die Überbleibsel einer Tagung von Versicherungsvertretern herum, sowas von hackedicht, dass wir uns in Hörweite ans Kaminfeuer dazusetzten. Menschenskinder, da ging’s zur Sache. Einer, scheinbar ohnehin kein Sympathieträger, wurde derartig von seinen Kollegen gemobbt, dass er später heulend in den Büschen sass. Sowas hab‘ ich auch noch nicht erlebt. Dabei ist man doch gerade in Amiland immer auf „political correctness“ bedacht, tsts.
Zeitig am nächsten Morgen zogen wir wieder los. Heute lag eine Fahrt von ca. 10 Stunden vor uns. Unser Ziel war Rim Rock. Wir werden Montana verlassen, Idaho durchqueren und mitten ins Nirgendwo von Oregon fahren.
Dieses Bild ist nur mal zur Info. So angenehm die Bilder auch aussehen – die Temperaturen lagen bis dahin immer im oberen 30er Bereich, mitunter auch mal bei 42 Grad. Eine Klimaanlage ist schon was Feines!
Unterwegs kamen wir an lustigen Strassenschildern vorbei.
Irgendwo sind wir wohl mal falsch abgebogen und ordentlich in die falsche Richtung gefahren! 😉
Wir streiften nur kurz die Grenze zu Washington, als wir über den Columbia River fuhren.
Das ist doch mal ’ne Ortschaft, genauer geht es kaum, vielleicht noch die Hühner, aber dafür war kein Platz mehr auf dem Schild.
Langsam kamen wir unserem Ziel näher und liessen uns durch nichts aufhalten.
Die Strasse nach Rim Rock war mal wieder der Hammer – steil hoch und runter – Abgründe taten sich auf! Liebes Deutschland, lasst uns Leitplanken exportieren, die Amis kriegen das nicht hin! Und immer bin ich es, die auf der Seite mit dem Abgrund sitzen muss 🙁 Linksverkehr wäre manchmal nicht schlecht.
Wir erreichten Rim Rock gegen 20.00 Uhr. Patrice und Justin, unsere Vermieter, warteten schon auf uns. In den Wochen zuvor hatte sich ein reger Email-Verkehr ergeben, und so kam es mir vor, als kämen wir zu Bekannten. Wir wurden superfreundlich empfangen. Patrice hatte uns ein Abendessen im Kühlschrank deponiert, liebevoll angerichtet. Wir waren an dem Tag die einzigen Gäste, und so hatten beide Zeit uns herum zu führen.
Ursprünglich hatte ich ein Tipi für uns gebucht, doch Elmar wollte nicht auf einer Matratze am Boden schlafen. Nach der langen Autofahrt wollte er ein richtiges Bett. Letztlich hatte ich umgebucht auf das Apartment, und es erwies sich als richtige Entscheidung.


… der Blick von unserem Balkon….


Das Licht nahm schon deutlich ab. Wir wollten aber noch etwas von unserer Umgebung sehen, bevor es ganz dunkel war. So verschoben wir das Essen auf später und erkundeten erstmal die Gegend.










Das Licht war inzwischen schon sehr deutlich geschwunden. Den Rückweg gingen wir fast im Dunkeln.


Endlich konnten wir Marvin glücklich machen. Es gab Abendessen.


Langsam aber sicher war auch dieser Tag vorbei. Kurz noch aufräumen und dann „Gute Nacht“.

Am nächsten Morgen schliefen wir etwas länger. Heute war unser Weg nicht ganz so weit. Gegen 9.30 Uhr hatte Justin Frühstück für uns gemacht und extra noch kleine süsse Teilchen gebacken. Henrik hat’s gefreut. Weiter geht’s durch Washington & Oregon, in eine etwas zivilisiertere Gegend. Unser Ziel: The Dalles am Columbia River….























