Von Rim Rock aus ging es ostwärts durch Oregon. Immer mal wieder wechselten wir auf Washingtoner Seite über den Columbia River. Aussteigen wollten wir nicht wirklich. Die Aussentemperatur war einfach zu anstrengend 😉
Allmählich näherten wir uns der Zivilisation. Im Hotel angekommen waren wir erstmal froh in einem angenehm klimatisierten Raum zu sein. Im Auto wurde es zum Ende der Fahrt hin auch nicht mehr richtig kühl. Nach einer Siesta und einem frischen T-Shirt fuhren wir am Abend in den Ort. Im Clock Tower Ales wollten wir eigentlich nur schnell etwas essen.
Doch dann baute eine bei Einheimischen offensichtlich bekannte und beliebte Blues Band ihr Equipment auf. Die Terrasse füllte sich zusehends. Na das würden wir uns noch anschauen.
Wir amüsierten uns ganz boshaft über einige Groupies und hörten eine Zeit lang zu. Okay, der eine konnte gut Mundharmonika spielen. Hier war die Zeit stehen geblieben. Viele Frisuren stammten noch aus den frühen 80ern. Die meisten Leute hatten riesige Tattoos, selten schön aber mit Sicherheit einmalig.
Am nächsten Morgen zog es uns in den Gifford Pinchot National Forest. Wir überquerten den Columbia erneut und waren so in Washington unterwegs.
Anfangs zweifelten wir noch, ob wir überhaupt in den Wald kämen, von dem wir in Beschreibungen und auf Bildern gelesen und gesehen hatten. Auch hier war dank der monatelang anhaltenden Trockenheit alles ziemlich verdorrt. Washington (the Evergreen State) hatten wir uns grüner vorgestellt.
So nah waren wir dann doch nicht an Kanada.
Mount Adams – nur kurze Zeit später tauchte er aus dem Dunst auf. Wir werden ihm aber noch viel näher kommen.


Jamie, der aufmerksame Beifahrer…..





Entlang am White Salmon River führte unser Weg weiter nach Norden.
Der Mount Adams kam näher.
The Sleeping Beauty – das war unser Ziel. Von hier aus hat man einen traumhaften Überblick über den Gifford.
Da wollten wir rauf. Präpariert mit Karte, Bärenglocke (ja, hier ist Bärenland) und viel Wasser fanden wir den Einstieg zum Trail und es ging los.
Der Weg war nicht sehr weit aber ziemlich steil. Auf zwei Meilen gab es eine Steigung von fast 500 Höhenmetern.








Die Bäume waren voller Moos und Flechten. Man kam sich vor wie in einem verwunschenen Märchenwald.




Unser Weg wurde stetig schmaler und die Abgründe steiler. Wären wir hier umgekehrt, hätte ich nichts dagegen gehabt. Aber meine drei Bergziegen und der einfältige Hund zogen weiter.








Ich muss zugeben, die Aussicht von oben war atemberaubend. Für mich war es genug. Ich wollte nicht weiter oben herumkraxeln.
Ich fühlte mich wohler, sobald der Boden unter meinen Füssen nicht mehr ständig wegrutschen wollte und links und rechts vom Weg wieder etwas mehr Gelände war. Dennoch bin ich im Nachhinein froh, dass Elmar hartnäckig genug war und mein Gemeckere mit stoischer Gelassenheit über sich ergehen liess.







Jamie brachte unseren Muskelprotz auf Gedanken….




Mit Henriks trockenen Kommentaren machte es Spass unserem Grossen zuzuschauen.


Die Bäume wurden grösser. Mir entzog sich zwar der Sinn des Ganzen, doch Marvin wollte unbedingt seine Grenzen ausloten. Henrik amüsierte sich….


Damit war die Grenze erreicht.




Jamie stürzte sich gleich ins Wasser (solange es nicht zu tief ist). Marvin entledigte sich schnell seiner Klamotten und tat es ihm nach. Das Wasser war wohl sehr kalt – ein Gebirgsbach eben – aber OMG wollte sich keine Blösse geben.




Jamie wollte natürlich auch dahin, wo Marvin war…..


….. aber da war unserer Landratte das Wasser mal wieder zu tief.


Ein einsames idyllisches Plätzchen, wir hätten durchaus noch bleiben können. Doch es ging weiter. Oben nur noch schnell Hosen ausspülen….




An einem weiteren schönen Wasserfall machten wir für diesen Tag ein letztes Mal Station.




Wir stellten mal wieder fest, dass wir uns für unsere Tour einfach zu viel in zu wenig Zeit vorgenommen hatten. Es ist einfach schade, dass wir an den vielen schönen Plätzen nicht länger bleiben konnten.






Ein weiterer Urlaubstag ging zur Neige. Wir steuerten unser nächstes Bett in Sandy/OR an.

































