…. hatten wir natürlich auch wieder volles Programm. Nach dem Frühstück brachen wir auf zum Horseshoe Bend, wo der Colorado River eine hufeisenförmige Schlucht oder Schleife tief in die Felsen gegraben hat. Über einen etwa eine Meile langen Fussweg erreichten wir die Aussichtsplattform.
Man musste jedoch bis ganz vor an den Rand treten, um wirklich einen Gesamtüberblick zu bekommen. Der Colorado River fliesst etwa 300m tiefer. Geländer? Fehlanzeige. Der Sandstein stellenweise bröckelig. Sogar Elmar mahnte die Jungs zur Vorsicht. Auch er traute der Stabilität und der Trittfestigkeit des Untergrundes nicht ganz. Andererseits müsste ja viel mehr passieren, wenn es so gefährlich wäre, wie ich denke. Aber da reicht ja schon ein Ausrutscher im Sand, und dein letztes Erlebnis ist ein Bungee Jump ohne Seil. So entstanden diese Fotos wieder ausserhalb meiner Regie.
Marvin hat sich mutig geopfert und die Fotos geschossen, war allerdings wirklich vorsichtig. Dann durfte wieder ich an die Linse.
Nachdem man Bilder vom Blick in die Tiefe gemacht hat, lohnt sich der Aufenthalt an dieser Stelle nicht weiter. Für mein Empfinden wird dieser Point deutlich überbewertet, nichts was man unbedingt gesehen haben muss. Es gibt wesentlich schönere Luftaufnahmen, wo man die Gesamtheit auch besser erfassen kann. Von der Kante aus gelingen solche Bilder nicht und sind auch noch gefährlich, wenn man den Bend komplett haben möchte. Sorry, sind meine Gedanken dazu für die, die überlegen, ob sie Horseshoe Bend mit in die Routenplanung einbeziehen möchten.
Noch ein kurzer Rückblick und es geht zurück zum Hotel. Hier lassen wir Jamie, wenn wir zum Antelope Canyon fahren. Dort heisst es wieder „Hunde verboten“, was hier aber auch einleuchtet. Wir werden ungefähr 2,5 bis 3 Stunden weg sein.
Pünktlich 45min vor Start finden wir uns am Treffpunkt ein, von wo aus es mit diesen Trucks zum Eingang des Canyons geht. Glücklicherweise hatte ich vorher schon eine Reservierung gemacht, denn es kam noch ein Bus Asiaten an, der ebenfalls geführt werden wollte. Für einige Gäste ohne Reservierung bedeutete dies eine Wartezeit von zusätzlich ein bis zwei Stunden vor Ort oder sonstwo. Die Organisation der Touren war aber okay und gut gestaffelt. Nachdem die Asiaten gestartet waren, ging es etwa 10min später für uns los. Zu unserer Gruppe gehörten 14 Personen.
Etwa eine Viertelstunde dauerte die Tour bis zum Eingang über eine Sandpiste.
Nun geht es los. Innen herrscht dann doch ein ziemliches Gedränge. Aber da bin ich Ego. Wenn ich ein Bild will, bleib‘ ich halt stehen, bis das „Schussfeld“ frei ist, sonst wird das nix. Andere machen es auch nicht anders.
Mit Blitz und ohne – mit erkennt man leider auch die Staubpartikel, ohne find ich die Farben fast besser. Hier erkennt man die Antilope sehr gut. Unsere Führerin Dolores machte uns an verschiedenen Stellen auf gute Motive aufmerksam oder nahm auch mal selbst die Kamera in die Hand. Manche vermeintliche Formen konnte ich nicht so wirklich erkennen, aber die Farben waren stark.
Hier erkennt man die Antilope im Herz – The heart of the Antelope Canyon!
Man fühlt sich hier wie in einer anderen Welt. In einer Höhlenecke spielte ein anderer Führer auf einer indianischen Flöte und nutzte dabei den Luftzug im Canyon. Das war der Hammer!
Hier erzählt Dolores einiges über Antelope, seine Geschichte und Besonderheiten. Die Gruppe hört interessiert zu 😉 , danach geht es auch schon wieder retour. Wie die Zeit vergeht!
…. und schon waren wir durch. Schade, dass es an diesem Tag etwas bewölkt war, und die Sonne nicht voll in die Felsspalten geschienen hat. Dann müssen die Farben unschlagbar sein. Aber ich denke, wir haben auch so einige gute Aufnahmen erwischt.
Wieder im Hotel sammelten wir erstmal unseren Hund ein und fuhren zu einem verspäteten Mittagessen. Am Nachmittag konnten wir es völlig entspannt angehen lassen. Heute mussten wir nirgendwo mehr hin. Wir erkundeten noch ein bisschen die Gegend um den Lake Powell herum.




Abends köpften wir zur Feier des Tages noch eine Flasche Champagner und tranken den aus PLASTIKBECHERN. Das ist Amerika, jawoll.
Und damit „Gute Nacht“ und bis morgen!



































































Happy (belated) Anniversary!
Der Horseshoe Bend steht ja schon lange auf meiner To-Do-List, aber irgendwie ist der nie auf der Strecke, die wir einschlagen. Nun, da Du schreibst, das er doch arg ueberbewertet ist, fuehl ich nicht mehr so einen Drang, ihn umbedingt sehen zu muessen.
Die Bilder vom Antelope Canyon sind klasse (mit oder ohne Blitz) – einfach schoen!
VG aus OC California
Tanja
Wahnsinn!!! Welch gigantische Bilder. Ich glaub, die Jungs sollten diesen Trip nicht wirklich bereut haben! Weiterhin eine schöne Zeit! Schöne Grüße aus dem Aprilwetter-Nürnberg, Petra