Eigentlich wollte ich gestern den letzten Teil zu unserem Wochenende mit Annett und Steffen schreiben. Menschenskinder, die Zeit rast!
Am Sonntag haben sich A&S die USS Midway angeschaut, während Marvin von der Schule aus zu einem Herzscreening gehen musste. Die Aktion an sich ist wirklich löblich. Man versucht mit verschiedenen Untersuchungen am Herzen bei Jugendlichen Gefahrenpotential fuer den plötzlichen Herztod vorher zu erkennen. Ich kann gar nicht sagen, wieviele EKG- Geräte im Einsatz waren. Bestimmt 200 Helfer lotsten Teens und Eltern durch die einzelnen Stationen – hier ’ne Unterschrift, da ein Kürzel, dort ein Häkchen…. schon standen wir vor dem EKG- Saal (!). In gewohnter Manier wollte Mutti mit durchmarschieren, doch plötzlich hatte ich einen Unterarm vor der Brust. Hier nur Jungs und ohne Eltern! Dabei wollte ich nur das Belastungs- EKG sehen, keine nackte Jungenbrust. Aber soweit kam es gar nicht. Nach etwa fünf Minuten stand Marvin wieder vor mir. „Good to go“ hiess es. Das Ruhe- EKG war in Ordnung. Da war ich schon etwas konsterniert. Was bitte schoen soll so erkannt werden? Nicht viel! Henriks Ruhe- EKG ist immer top. Anhand dessen wäre NICHTS diagnostiziert worden. Marvin bekam zum Schluss noch ein Sandwich, und wir konnten gehen. Im Auto habe ich mir schon so meine Gedanken gemacht. Der Arzt, der sich die EKGs angeschaut hat, kann eigentlich froh sein, dass mein Englisch nicht der Brüller ist und ich nicht so diskutieren kann, wie ich will. Ich darf gar nicht darüber nachdenken, was an diesem Tag möglicherweise alles übersehen worden ist, und wieviele Eltern sich in fälschlicher Sicherheit wiegen. Anscheinend gibt es jedes Jahr hier im San Diego School District bis zu ZEHN Fälle von SCD, dem plötzlichen Herztod, bei Jugendlichen während des Sports. Jeder davon passierte unter Anstrengung. Was bitte soll dann das Ruhe- EKG zeigen?! Naja, nicht drüber nachdenken…..
Wieder zu Hause haben wir am späten Nachmittag einen Ausflug zum Hundestrand in Del Mar gemacht. Hier wurden wir ziemlich von der Flut überrascht. Vom Strand selbst war im Moment kaum etwas übrig. Jamie hatte seinen Spass und wir ruckzuck nasse Schuhe 😉
Wir blieben bis zum Sonnenuntergang, trafen noch einen Rottweiler mit Frauchen, warfen Bälle fuer die Hunde und machten Fotos.
Abends wurde endlich mal wieder der Grill angeworfen. Ein letztes gemeinsames Abendessen. Am nächsten Morgen brachen Annett und Steffen auf in Richtung San Francisco. Schade, schon vorbei.
Ihr Beiden, es war so schön, dass Ihr hier gewesen seid! Wir wünschen Euch noch einen schönen Resturlaub in Amiland, viele tolle Eindrücke, sagen Danke und liebe Gruesse nach Schmoelln.

















