Mit einem Monster von Auto starteten wir am Samstag Morgen einen neuen Wochenendtrip bei kuscheligen 27 Grad und strahlend blauem Himmel. Elmar hatte für uns einen Ford F150 4×4 gemietet. Den finden wir beide absolut beeindruckend und Elmar (ich nicht) noch parkbar.
Auf dem Parkplatz links daneben steht unser aktuelles Auto – eigentlich auch schon gross, aber das war kein Vergleich mit unserem Wochenendgeschoss.
Marvin wurde noch versehen mit guten Ratschlägen, nützlichen Hinweisen und versteckten Drohungen und freute sich auf sein sturmfreies Wochenende. Wir packten unsere Utensilien auf die Ladefläche, wo sie sich ziemlich armselig ausnahmen gegenüber all dem Platz, der zur Verfügung stand. Spanngurte hatten wir natürlich nicht, aber es konnte auch nichts kaputt gehen. Versorgt mit leckerem Tagesproviant ging es los in Richtung Nordwest.
Zunächst ging es wieder durch die gewohnt karge und bergige Landschaft Kaliforniens, Wüste eben. Auf manchen Strassen wären Leitplanken echt notwendig.
Bevor wir wieder in grünere und bewohntere Gefilde kamen, mussten wir jedoch noch über die Carrera Bahn für Erwachsene, wie schon gesagt teilweise ohne Leitplanken und recht enger Fahrbahn. Wenn uns ein Auto unseres Kalibers entgegen kam, wurde mir schon anders.
Schliesslich fuhren wir bei angenehmen 29 Grad in Palm Desert ein…..
… weiter durch Indio….
….die Gegend wurde allmählich wieder spärlicher besiedelt, auch weniger gegossen 😉 ….
…. und schon war’s natürlicher Weise aus mit der hübschen Vegetation. Aber deswegen waren wir ja nicht unterwegs.
Dahinter liegt unser Ziel.
Elmar war ganz fasziniert von dem kleinen Spiegel im Spiegel und musste den einfach im Bild festhalten.
Geschafft und am Südportal angekommen.
Ich fand es zunächst völlig unspektakulär. Laut Reiseführer und Gästebewertungen ist der südliche Teil des Parks tatsächlich eher langweilig. Demnach müsste so ziemlich ganz Kalifornien Nationalpark sein. Also erstmal auf zum Visitor Centre und vielleicht ein paar Insidertipps bekommen. In Jamies Interesse war es ja auch wichtig, wo er aussteigen durfte und wo besser nicht. „Besser nicht“ war zum Beispiel hier:
Die Stacheln dieser Kakteen haken sich schon bei der geringsten Berührung fest und lassen sich nur unter Schmerzen und mitunter recht blutig wieder entfernen. Wir waren demnach sehr, sehr vorsichtig. Jamie schlief inzwischen im Auto.
Die Wüste lebt, schön, aber ich wollte nun unbedingt die Joshua Trees sehen.



Erst vereinzelt und später fast schon ganze Wälder dieser einzigartigen Bäume.
Bekannt und viel besucht ist der Park auch durch seine besonderen Gesteinsformationen.
An einigen Felsen kann man regulär in verschiedenen Schwierigkeitsgraden klettern, auf viele kommt man auch ohne Ausrüstung hoch. Meistens waren jedoch regelrechte Menschentrauben drum herum, aber wozu hatten wir uns denn dieses Monsterauto gemietet – klar, damit wir auch dahin kommen, wo nicht jedes Auto fahren kann. Es gab ja schliesslich Trails, für die 4×4 ausdrücklich empfohlen wurden. So suchten wir uns einen 16 Meilen langen Trail aus, der auch als Rundweg ausgewiesen war, und Elmar führte den F150 seiner Bestimmung zu. Hatte der Mann eine Freude, es macht schon Spass, wenn der Dreck fliegt 🙂 ! Auf jeden Fall kamen wir so an Stellen, an denen wir wirklich allein waren.
Henrik und Elmar fanden dann auch für sich einen bekletterbaren Felsen.
…. und weiter geht’s…..
Henrik durfte sogar ein kleines Stück hinten auf der Ladefläche mitfahren, wobei ich ehrlich gesagt so meine Befürchtungen hatte. Ihm hat’s einen Heidenspass gemacht.
Hier kommt er und da geht es lang, mal auf einer moderaten Strecke.
… ein paar landschaftliche Eindrücke….
… noch ein paar Joshua Trees… und langsam geht der Tag zur Neige….
Langsam wurde jemand müde und wollte nicht mehr wirklich aussteigen.
Blick auf Palm Springs ….. nun geht’s nach 29 Palms in unsere Unterkunft. Wir schliefen ziemlich zeitig, denn schon recht bald am nächsten Morgen ging unser Ausflug weiter.
Nicht alle waren so fit wie Elmar und schliefen im Auto weiter…. on the road again… Richtung Idyllwild…
Langsam wird die Landschaft um uns herum wieder grüner….
…und es geht schon wieder bergauf, meistens wieder ohne nennenswerte Fahrbahnbegrenzung und das bei Serpentinen..
Dafür waren die Ausblicke sensationell.
…mal ein kurzes Päuschen ….
….. und schon bald waren wir am Ausgangspunkt unseres Wanderweges am Mount San Jacinto angekommen.
Wir gingen natürlich den Marion Mountain Trail, was sonst, allerdings nicht bis ganz hoch, wie wir einem Ranger versichern mussten. Der machte sich offenbar Sorgen wegen unserer mangelnden Ausrüstung. Wir wollten ja wirklich nur zwei bis drei Stunden laufen und dann weiter nach Idyllwild.
Wir genossen wunderschöne Aussichten bei kühlen 20 Grad, aber den lieben kleinen brennt wohl trotzdem manchmal der Hut.
Geschossen hat Henrik damit:
Zu bald schon kamen wir wieder auf dem Parkplatz an und nur wenige Minuten später in dem kleinen, beschaulichen Örtchen Idyllwild.
Hier gibt es ganz niedliche kleine Läden, nett anzuschauen. Eigentlich wollten wir irgendwo aussen sitzen, wo man auch den Hund unter den Tisch packen kann, aber das war hier nicht möglich. Dann halt nicht. So gab es halt nur ein paar Cracker mit Frischkäse im Auto, und schon waren wir wieder auf dem Weg nach Hause.
Unterwegs kam uns noch mit schallenden Posaunen die hiesige Feuerwehr entgegen.
…..noch ein kurzer Zwischenstopp am Lake Hemet, auch schön.
Je näher wir San Diego kamen, um so wärmer wurde es. Nachmittags um halb fünf waren es immernoch knapp 30 Grad. Wie wohl die Wohnung aussehen würde? Als wir Marvin gestern gegen sieben anriefen, klang er nicht wirklich nüchtern. Am Morgen war er lange nicht erreichbar. Zu Hause angekommen musste ich unserem Sohn jedoch ein Kompliment machen – kein Geschirr stand herum, es war gesaugt und aufgeräumt. Lediglich ein kleiner Fleck in Pink auf dem Sofa zeugt von einem verkleckerten Cocktail.








































































































Hallo Marion und Elmar, ich bin schon ein bisschen neidisch- so tolle Erlebnisse- mal abgesehen von der Klapperschlange!! Der Blog ist echt super, bitte weiter so! Grüße auch von Andi aus dem wieder etwas kälterem Nürnberg-in Panama war es wärmer 🙂
Wow – mal wieder fantastische Fotos! Grandiose Landschaft!
Liebe Grüße aus dem frühlingshaften Rednitzhembach
Hallo, es ist echt immer wieder spannend was ihr so erlebt. Manchmal habe ich das Gefühl ich bin selber dabei
Hallo Familie Kirchner,
Eure Berichte samt Fotos immer wieder beeindruckend und sehr interessant – lesen sie mit Begeisterung ! Toll, dass Ihr noch immer so fleissig am schreiben seid und uns Teil haben lässt. Wünschen Euch Weiterhin eine tolle und vor allem Klapperschlangenfreie Zeit!
Liebe Grüße