Naja, hier in San Diego nicht ganz so wie in Deutschland. Aber einen Herbstbaum habe ich gefunden – am Lake Arrowhead. Dort haben wir das letzte Wochenende verbracht. Kurzentschlossen buchten wir eine Übernachtung direkt am See – mit eigenem Strandabschnitt. Dass der nötig sein würde, dachten wir zunächst nicht.
Samstag nach Marvins Training fuhren wir los. Unser Grosser blieb zu Hause. Er hatte sich jemanden eingeladen.
Nach gut zwei Stunden kamen wir in Lake Arrowhead an.
Das Hotel war recht schön, der See nicht spektakulär und völlig zugebaut, zugänglich nur mit Pincode, weil aussen herum ein Zaun verlief. So haben nur Anwohner bzw. Hotelgäste Zugang. Der Wanderweg um den See herum war dann entsprechend geführt, da man ja nicht durch die Privatgrundstücke direkt am Wasser hindurch konnte. Immer wieder raus und durch gesicherte Tore wieder rein, blöde.








Auf der Rückfahrt am Sonntag bekamen wir ein bisschen was von dem gemeldeten Hurricane Norbert (der dann auf einen Tropical Storm herunter gestufft wurde) mit. Schon in Lake Arrowhead erwischten wir die erste „Dusche“. Die Highways nach Hause waren fast schon überschwemmt. Die haben nix vorgesehen wie Wasserablauf oder ähnliches. Wenn es mal heftig regnet, steht die Brühe.
Gestern erlebten wir an der Torrey Pines High School unseren ersten grossen Elternabend. Es war die „Back to School Night“. Hier stellen sich Lehrer und Kurse für das neue Schuljahr vor. Und das ist einer der Punkte, die ich in Deutschland sowas von vermissen werde! Das Engagement aller Lehrer, die Organisation, die Einstellung zu Medien, Einsatz von Schülern, Lehrern und Eltern zusammen (!) sind unvergleichlich. Alle fühlen sich als grosse Gemeinschaft. Lehrer stehen fast rund um die Uhr zur Verfügung, bei Fragen oder Problemen schreibt man eine Email und hat innerhalb 24h eine Antwort. Jederzeit ist auf Aeris oder Blackboard einsehbar, was im Unterricht gemacht wurde und wird, welche Hausi zu erledigen sind, wann ein Test kommt mit Schwerpunkten dazu und nach 24h die Ergebnisse dazu…… Die Lehrer hier sind fit im Umgang mit Computern, wollen den Kontakt zu Eltern und Schülern, sind absolut transparent bei Unterrichtsvorbereitungen – im Gegensatz zu unseren zu Hause. Hier gibt es kein Beamtentum. Wer sich nicht bemüht und Leistungen bringt, kann gefeuert werden wie überall anders auch. Oberstes Ziel sind die Lernerfolge der Kids und nicht Dienst nach Vorschrift mit Feierabend ab 13.00 Uhr. Hier findet man auch noch Ansprechpartner nach 16.00 Uhr, die sich tatsächlich Zeit nehmen.
Der Unterricht selbst ist an den aktuellen Bedürfnissen der Zeit orientiert. Es gibt kein verstaubtes Wissen im 45min-Takt mal 7 pro Tag. Es gibt drei Perioden (Fächer) mit je 120 Minuten täglich, am nächsten Tag dann die anderen drei Fächer, insgesamt also sechs Fächer im Semester. Englisch, Mathe und Geschichte muss gewählt werden. Alles andere können sich die Kids selbst nach Interesse und Talent aussuchen. So hat Marvin Fächer wie Meeresbiologie oder forensische Psychologie. Henrik lernt Computer Programming und Photoshop. Das ist doch heute viel interessanter und wichtiger herauszufinden, wo man in Zukunft vielleicht hinmöchte. Ausprobieren, Reinschnuppern….. Es ist doch heute nicht mehr wirklich fuer alle notwendig zu wissen, wo welche Bodenschätze vorkommen oder auf welcher Notenlinie Cis steht. Wen das interessiert, der wählt das entsprechende Fach.
Wir, oder besser die Jungs, werden sich wieder gewaltig umstellen muessen, leider!
Nun bleiben uns noch genau neun Wochen hier. Gerade haben wir besprochen, was wir noch alles sehen und machen wollen. Die Liste ist lang. Wir kriegen langsam Stress 😉 Jetzt aber sind die Jungs in der Schule, Elmar fährt gleich mit dem Rad in die Arbeit und ich – ich werde die 30 Grad und blauen Himmel die nächsten ein, zwei Stunden am Pool geniessen 🙂





Hattet Ihr den Vierbeiner mit zum Lake Arrowhead?
Wir muessen es doch wirklich noch mal hinbekommen, uns vor Eurem Abflug zu treffen…..
Soweit ich weiss, sind wir die naechsten Sonntage frei. Sag nochmal, wann es Euch wo passen wuerde.
Viele Gruesse aus OC
Tanja
Ja, Jamie war wieder mit dabei……
Ich ruf Dich morgen an, dann machen wir etwas aus.
Liebe Gruesse
Marion
Wo man auch hingeht – ein Huber ist bestimmt schon da! 😉